3/2019, SIXT SIXT

Sixt One Mobilitätsplattform

Carsharing, Mietwagen, Taxi und mehr

Sixt One nennt der Autovermieter seine neue Mobilitätsplattform, mit der man auch Angebote für Carsharing, Taxifahrten und Ride-Hailing schnürt. Eine internationale Expansion steht auf dem Plan.

Die ganze Welt der Mobilität in einer Hosentasche. So oder so ähnlich könnte man das Ziel umschreiben, das der Autovermieter Sixt mit dem Umbau seines Geschäftsmodells im Blick hat. 2018 ist das Unternehmen aus dem Münchner Süden aus dem gemeinsam mit BMW gegründeten Carsharing-Dienst DriveNow ausgestiegen, BMW fusionierte die Flotte mittlerweile mit Daimler.

Die neue App namens Sixt Ride soll Kunden auf der ganzen Welt einfachen Zugang zu Mobilitätsdienstleistungen ermöglichen. Damit lassen sich Taxifahrten ebenso buchen wie der Zugang zu einem lokalen Ride-Hailing-Dienst. Damit will man auch mit dem richtigen Angebot bereitstehen, wenn autonome Flotten für den Personentransport von A nach B sorgen.

In 250 Großstädten Europas und den USA soll ein Sixt Ride-Kunde innerhalb von zehn Minuten eine Fahrgelegenheit vor Ort haben. Per Vorausbuchung einer Abfahrtszeit und der Strecke kann man die App Unternehmensangaben zufolge in 500 Städten in 60 Ländern nutzen. Darunter sollen auch kleinere Städte und Regionen fernab der Metropolen zu finden sein.

Carsharing-Marke Sixt Share

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Unter dem Namen Sixt Share sollen die Grenzen zwischen dem klassischen Vermietmodell und Carsharing verschwimmen. Die Mietwagenflotte steht künftig auch für spontane Anmietungen per App bereit, die Mietdauer kann flexibel zwischen wenigen Minuten und bis zu 27 Tagen liegen.

Ein Free-Floating-Konzept, bei dem Autos am Straßenrand gemietet und wieder abgestellt werden können, bietet Sixt Share nicht. Dafür will man mit dem Vorteil des eigenen Netzes von über 2.200 Stationen weltweit punkten. Ein Auto kann auch in einer anderen Stadt abgegeben werden, so wie man es vom klassischen Mietwagen kennt. Zum Start von Sixt Share beschränkt sich das Angebot aber auf 500 Sixt-Stationen im deutschen Markt, weitere europäische Länder sollen bald folgen.

Auch das Kerngeschäft der Autovermietung will Sixt digitalisiert in die Zukunft bringen. Die Sixt App dient schon heute als „digitaler Counter“. Bis zu 30 Minuten vor einem gewünschten Fahrtantritt lässt sich am Smartphone ein Mietwagen reservieren, zum Beispiel beim Verlassen eines Flugzeuges.

Im Parkhaus kann das Auto dann über die App geöffnet werden. Das Warten in der Schlange am Schalter entfällt, der Anbieter kann zudem Personalkosten einsparen. Sixt verspricht sich einen schnellen Erfolg mit den digitalen Diensten, da man nicht erst neue Kundengruppen erschließen muss. Die Pullacher zählen aktuell 20 Millionen Kunden, die man künftig als Mobilitätsdienstleister auf der ganzen Welt begleiten will.

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Das Pilotprojekt läuft im amerikanischen San José.

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