Skurrile Auto-Patente

Pick-up mit Ladeflächen-Waschanlage

Daimler Patent Spritzwasserkühlung Reifen Foto: Daimler 11 Bilder

Der Name ist Programm: In einer Sammlung präsentieren wir skurrile Patente der Autohersteller. Darunter die Reifenkühlung mit Spritzwasser von Daimler, das autonom fahrende Kino von Ford oder den Diebstahlschutz per Tränengas von Toyota.

Der Autobauer Daimler hat sich in Großbritannien ein System zur Reifenkühlung mit Spritzwasser schützen lassen. Es überwacht die Reifentemperatur mit einer Infrarotkamera. Werden von den Soll-Werten nach oben abweichende Temperaturen festgestellt, so sprühen drei Düsen im Radkasten Wasser auf die Reifenoberfläche. Um Autofahrern ein Nachtanken zu ersparen, wird das benötigte Wasser direkt am Auto gesammelt. Hierzu werden ablaufendes Regen- oder Schmelzwasser an Front- und Heckscheibe (auch bei der Wagenwäsche) in einen Tank geleitet. Gekoppelt ist das Spritzwassersystem mit einer Pumpe und einer radselektiven Steuerung. Zudem ist in den Wasserkreislauf auch ein Wärmetauscher eingebunden, um bei Bedarf das Spritzwasser anzuwärmen. Aus einem Zusatztank könnten im Winter auch Taumittel beigegeben werden.

Toyota Patent fliegendes Auto Foto: Toyota
Toyota denkt über fliegende Autos nach.

Google lässt Fußgänger kleben

Der Technologiekonzern Google hat sich ein Patent schützen lassen, das den Fußgängerschutz bei der Kollision mit einem Auto verbessern soll. Das Google-System sieht an der Fahrzeugfront eine extrem haftfreudige Schicht vor, an der der Fußgänger quasi kleben bleibt und so nicht zurückgeschleudert wird. Damit die Klebeschicht aber nicht alle möglichen Gegenstände und Insekten einsammelt, soll sie laut Patentbeschreibung unter einer zweischaligen Motorhaube verborgen liegen. Die obere Schicht bricht erst beim Anprall größerer Objekte und gibt dann die Klebefläche frei.

Google Patent Fußgängerschutz Foto: Google
Google setzt auf verbesserten Fußgängerschutz dank Klebetechnik.

Autonomes Autokino

Das Auto als rollendes Kino hat sich Ford beim US-Patenamt sichern lassen. Es folgt auf die Frage, wie sich Autofahrer am besten beschäftigen können, wenn das eigene Fahrzeug künftig komplett automatisiert unterwegs ist. Als guter Zeitvertreib erschien den verantwortlichen Ingenieuren das Anschauen von Filmen. Das sogenannte Autonomous Vehicle Entertainment System enthält eine große Leinwand, die im Dach schlummert und bei Bedarf vor die Windschutzscheibe ausgerollt wird. Ein Beamer hinter der Rückbank projiziert dann das Bild – fertig ist das selbstfahrende Kino. Als weitere Option gibt es eine kleinere Leinwand für die Passagiere auf der Rückbank, so dass der Fahrer noch nach draußen schauen kann.

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Toyota mit fliegendem Auto

Im Juni 2016 hat das US-Patentamt ein bereits im Dezember 2014 eingereichtes Patent zu einem fliegenden Auto von Toyota veröffentlicht. Schützen lassen haben sich die Japaner ein faltbares Tragflächensystem. Dieses sieht zwei große, hydraulisch dehnbare Flügeltüren am Fahrzeugheck vor, die nach oben schwenken und dann Raum freigeben, damit sich die darunter zusammengefalteten, vierteiligen Tragflächen entfalten können.

Mit Tränengas gegen Autodiebe

Ein weiteres Skurril-Patent der Japaner ist ein System, das mit Tränengas Autodiebe abwehren soll. Das mag sich zunächst brutal anhören, dürfte allerdings effektiver sein, als eine Alarmanlage oder die herkömmliche Wegfahrsperre. Die Funktionsweise erklärt sich so: Ein im Fahrzeug fest installierter Duftspender, der in der Regel für einen angenehme Luft im Innenraum sorgt und schlechte Gerüche überdeckt, setzt bei unbefugter Benutzung gezielt Tränengas frei und schlägt Langfinger damit in die Flucht. Laut Patent soll das System unrechtmäßige Motorstarts erkennen können und darauf die Tränengas-Attcake aktivieren. Im digitalen Zeitalter ist das System natürlich per Web-Anbindung mit dem Smartphone vernetzt und kann somit auch aus der Ferne bedient werden (gilt auch für den Duftspender).

Toyota Patent, Tränengas Foto: U.S. Patent & Trademark Office
Tränengas-Diebstahlschutz von Toyota.

Selbstreinigende Pick-up-Ladefläche

Ein weiteres Patent des japanischen Autobauers soll Pick-up-Fahrer bei der Reinigung ihrer Fahrzeuge unterstützen. Dafür hat Toyota ein integriertes Ladeflächenwaschsystem entwickelt. Eine Patentzeichnung zeigt, dass die Ladefläche mittels Sprühdüsen gereinigt wird. Die Düsen und die dazugehörigen Leitungen für das Reinigungsmittel sind in die seitlichen Karosserieteile an der hinteren Ladefläche und direkt hinter dem Fahrerhaus eingebaut – und zwar jeweils knapp unter der oberen Kante sowie direkt über dem Ladeboden. Mit dieser Anordnung soll der Schmutz in Richtung der hinteren Ladeöffnung abgetragen und weggespült werden.

Um die Ladefläche tatsächlich waschen zu können, benötigt das System natürlich eine Flüssigkeitsquelle. Dazu wird an der Karossrie ein Wasseranschluss installiert – ähnlich wie bei einem Wohnmobil. Außerdem soll es dem Patent nach einen zweiten Anschluss für Druckluft geben. Denkbar wäre auch, dass Pick-ups, die mit dem Ladflächen-Reinigungssystem ausgesattet sind, über einen Wassertank oder Druckluftbehälter verfügen. Ob das System jemals angeboten wird, ist noch unbekannt.

Toyota Patent, Pick-up Ladeflächenwaschsystem Foto: U.S. Patent & Trademark Office
Ladeflächen-Waschanlage für Pick-ups von Toyota.
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