Tesla Enhanced Summon

Bei Fuß, Tesla!

Foto: Tesla

Seit Anfang 2019 können Teslas selbstständig über Parkplätze fahren und sich mit ihren Besitzern an einem per App vereinbarten Ort treffen. So funktioniert der autonome Service „Enhanced Summon“.

Schon Ende 2018 hatte Elon Musk angekündigt, dass die Tesla-Elektroautos schon sehr bald völlig selbstständig über Parkplätze fahren können, um sich mit ihren Besitzern an einem vorher markiert Punkt zu treffen. Die „Enhanced Summon“ genannte Funktion dann ab Anfang 2019 an Beta-Tester verteilt. Die sind grundsätzlich begeistert, berichten aber von ganz unterschiedlichen Erfahrungen.

Foto: www.youtube.com/liketesla
Finger drauf: Das Auto bewegt sich nur ohne Fahrer, wenn der den Summon-Button auf seinem Smartphone gedrückt hält!

Dass ihr Fahrzeug wenige Meter vorwärts oder rückwärts aus Garagen oder Parklücken fahren kann, kennen Tesla-Besitzer seit 2016. Die so genannte Summon-Funktion (engl. für Bereitstellung) macht es nicht nur möglich, das Fahrzeug ferngesteuert aus einer Parklücke zu fahren, sondern kann je nach Infrastuktur dabei auch noch gleich das Garagentor öffnen. „Enhanced Summon“, also das „erweiterte Bereitstellen“ kann deutlich mehr.

Einen Treffpunkt mit dem Auto vereinbaren

Foto: Tesla
Dafür ist der Summon-Modus eigentlich gedacht: Der Tesla fährt aus der Garage selbstständig zum Fahrer vor dem Haus.

Dreh- und Angelpunkt ist wie bei der klassischen Bereitstellung die entsprechende Fahrzeug-App. Die übermittelt den eigenen Standpunkt an das Fahrzeug, das anschließend selbstständig und autonom dorthin fährt. „Find me“, nennt sich das im Tesla-Sprachgebrauch. Oder eben „bei Fuß!“. Weil das Auto zum Beispiel auf dem Parkplatz eines Shopping-Centers naturgemäß nicht überall hinfahren kann, gibt es optional auch die Möglichkeit, auf einer Karte einen beliebigen Abholpunkt zu vereinbaren und sich mit seinem Auto zu treffen. Wichtig: Der Treffpunkt muss in einem Umkreis von rund 46 Metern (150ft) um das parkende Auto liegen. Und: Das Fahrzeug fährt zwar autonom, bewegt sich aber nur, so lange sein Besitzer den Summon-Button in der App gedrückt hält.

Mehr als 5 km/h sind autonom noch nicht drin

Foto: Tesla
Enhanced Summon erweitert die Funktion auf öffentliche Parkplätze. Mehr als 46 Meter darf man dazu aber nicht von seinem Tesla entfernt sein.

Der neue Bereitstellungs-Modus befindet sich noch in der Erprobungsphase (Beta). Entsprechend umfangreich sind die Sicherheitshinweise, die Tesla den Testern mit an die Hand gibt. So weisen die Entwickler darauf hin, dass das Fahrzeug eventuell bestimmt Gegenstände (noch) nicht erkennen und damit auch nicht darauf reagieren könne. Fahrräder, zum Beispiel. Oder besonders flache Hindernisse. Deshalb sei es extrem wichtig, das Fahrzeug während seiner autonomen Fahrt jederzeit im Auge zu behalten. Das dürfte nicht schwer fallen. Denn so lange der Tesla sich autonom bewegt, ist die Geschwindigkeit auf maximal 5 km/h begrenzt. Außerdem weist Tesla darauf hin, dass das Feature ausschließlich für die Verwendung auf „Parkplätzen und Auffahrten“ gedacht sei.

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Hätten Sie ein Problem damit, Beta-Tester für neue Fahrzeugfunktionen zu sein?
Nein. Das kenne ich vom Smartphone!
Ja. Ich bin nicht gerne Versuchskaninchen!

Die Reaktionen der Beta-Tester bei Youtube sind durchgehend positiv, auch wenn im Alltag nicht immer alles glatt läuft. So quittiert der Enhanced Summon-Modus auf stark frequentierten Parkplätzen den Dienst. Außerdem kommt das System noch nicht mit Steigungen oder Schlaglöchern klar. Ganz leer sollte der Parkplatz aber auch nicht sein, denn ohne benachbarte Fahrzeuge tun sich die autonomen Teslas noch mit der Orientierung schwer.

Fazit

Über Ankündigungen von Elon Musk lacht schon lange niemand mehr. Der Tesla-Boss schießt mit seinen Versprechungen zwar gerne ein bisschen übers Ziel hinaus, vom Grundsatz her konnte er aber bislang meist liefern, was er versprochen hat. So verhält es sich auch mit dem „Enhanced Summon“-Feature. Das funktioniert im Alltag schon gar nicht schlecht, berichten die Beta-Tester. Kein Problem, für Tesla-Kunden. Die wissen, dass nicht alles immer sofort perfekt funktioniert und freuen sich auf die passenden Updates. Ein BMW7er, oder eine Mercedes S-Klasse, die die autonome Fahrt über einen Parkplatz nicht zu 100% fehlerfrei hinbekommt, wäre für jeden Hersteller außer Tesla aber ein Debakel.

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