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Paris-Saclay Autonomous Lab

Renault Zoe als Robo-Taxi

Renault hat zwei Zoe zum Einsatz in einem Ridesharing-Dienst mit autonomen Fahrzeugen umgebaut. Bis Dezember 2019 läuft damit in der französischen Hauptstadt Paris in Feldversuch.

Renault sieht Potenzial für den Einsatz des elektrisch angetriebenen Kleinwagens Zoe als autonom fahrendes Roboter-Taxi. Im Rahmen eines Feldversuchs, der auf einem Campus südlich der französischen Hauptstadt Paris durchgeführt wird, schickt der Hersteller zwei Zoe-Prototypen auf die Straße.

Ein Fahrzeug hat zu Testzwecken eine große Seitentür auf der rechten Seite, die eine Öffnung über die gesamte Innenraumlänge möglich macht. Das soll den Ein- und Ausstieg von Fahrgästen beschleunigen. Ein von den übrigen Sitzplätzen abgetrennter Bereich ist für den Sicherheitsfahrer an Bord des nach Level 4 autonom fahrenden Zoe reserviert. Die Passagiere können währen der Fahrt im Zoe-Taxi ihr Smartphone über USB-Anschlüsse laden, zudem stehen auf allen Plätzen Displays für die Nutzung von Medieninhalten zur Verfügung. Spezielle Lautsprecher können eine individuelle Klangblase für jeden Platz schaffen.

100 Testpersonen

Ein zweiter Prototyp hat eine größere hintere Tür auf der rechten Seite, die ebenfalls den Ein- und Ausstieg erleichtern soll. Der Beifahrer sitzt hier entgegen der Fahrtrichtung und kann sich somit besser mit den übrigen Passagieren auf der Rücksitzbank unterhalten.

Für den Test der beiden umgebauten Renault Zoe wurde eine Smartphone-App entwickelt, die auf dem Campus zur Reservierung von Mitfahrten genutzt werden kann. 100 Menschen nehmen an dem Pilotversuch teil. Die Navigationsfunktion der App zeigt dem Kunden außerdem die Position, an der das Auto für den Zustieg halten wird. Das kennt man, ebenso wie die Stopps auf der Route für den Zu- und Ausstieg weiterer Passagiere, von bereits etablierten Ridesharing-Diensten wie Moia.

Konkrete Pläne für einen regulären Einsatz von Shuttlefahrzeugen auf Basis des Renault Zoe gibt es bei Renault noch nicht. Die Auswertung des Pilotversuchs soll im Dezember 2019 erfolgen.

Fazit

Auf abgegrenzten Gebieten wie großen Firmengeländen oder auf einem Campusgelände dürften sich Ridesharing-Dienste schnell durchsetzen. Mit den stets gleichen Strecken und einer meist identischen Verkehrsdichte lässt sich hier auch das autonome Fahren schneller etablieren als im öffentlichen Straßenverkehr.

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