2/2019, Oply Carsharing Oply

Oply Carsharing in Berlin

Start-up expandiert in dritte Stadt

Das Carsharing-Unternehmen ist zuerst in München an den Start gegangen, dann folgte Hamburg. Jetzt hat das Start-up 200 weitere Autos in der Flotte, die in Berlin zur Verfügung stehen.

Beim Carsharing unterscheidet man zwei Geschäftsmodelle. Es gibt Flotten, deren Autos im so genannten „Free Floating“ am Straßenrand parken und vom Nutzer am Ende der Mietdauer wieder abgestellt werden. Der genaue Standort wird den Kunden über eine App angezeigt, wie es bei den bekannten Marken DriveNow und Car2go – die bald unter einem Dach auftreten – der Fall ist.

Dann gibt es ein stationsgebundenes Carsharing, bei dem das gemietete Auto an einem speziellen Ort abgeholt und dann auch dort wieder abgestellt wird. Vor allem in Gemeinden und Orten abseits der Großstädte findet man solche Autos zum Teilen zum Beispiel an Bahnhöfen.

Ein Auto in der Nachbarschaft

Der Carsharing-Anbieter Oply verbindet beide Welten. Jedes Auto hat ein bestimmtes Gebiet als eine Art Heimat, Oply nennt es Nachbarschaft. Dort kann man das Fahrzeug, entweder vorreserviert oder auch spontan, anmieten und muss es am Ende der Nutzungsdauer auch wieder in dieser Nachbarschaft abstellen.

Der Vorteil für den Anbieter: Im Vorfeld kann der Bedarf nach Fahrzeugen genau ermittelt und dementsprechend die Anzahl der Autos geplant werden. Überführungsfahrten aufgrund einer Verschiebung der Mietendpunkte entfallen.

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Oply ist im März 2018 in der bayrischen Landeshauptstadt München mit 100 Autos gestartet, dann folgte Hamburg mit ebenfalls 100 Fahrzeugen

Ergänzung zu ÖPNV, Taxi und Co.

Als dritte Stadt in der Oply-Welt kommt Berlin hinzu. Die Hauptstadt ist größer als Hamburg und München, was auch für die Fahrzeugflotte gilt. Zum Start sind 200 Autos in 55 Zonen im Stadtgebiet verfügbar. Je nach Nachfrage soll die Zahl der Autos in Berlin schnell wachsen.

Oply-Chefin Katharina Wagner sagt: „Unsere Vision ist, dass jeder Berliner in Zukunft mühelos auf das eigene Auto verzichten kann. Dafür greifen wir mit Oply die ursprüngliche Idee von Carsharing auf, dass Nachbarn sich Autos teilen und niemand eins besitzen muss. Immer steht in Laufweite ein Auto bereit, egal, ob für Einkauf, Umzug, Spritztour oder Urlaub. Trotz umfangreichem Verkehrsangebot gibt es in Berlin nach wie vor einen hohen Anteil privater Fahrzeuge. Mit unserem neuen zonenbasierten Carsharing-Modell schließen wir die Lücken im Mobilitätsmix aus ÖPNV, Taxi, Fahrrad und sogenanntem Free-Float-Carsharing. Nur wenn die Anbieter zusammen alle Anforderungen an Mobilität erfüllen, können wir die zunehmenden Verkehrsprobleme lösen und die Lebensqualität in Städten verbessern.“

Dabei sieht sie das eigene Geschäftsmodell als klare Ergänzung zu anderen Carsharing-Anbietern und dem öffentlichen Nahverkehr: „Oply ergänzt den Mobilitätsmix aus ÖPNV, Taxi, Fahrrad und Free-Float-Carsharing.“

Hinter der Marke Oply stehen eine Reihe hochkarätiger Investoren, darunter der chinesische Autobauer SAIC (Shanghai Automotive Industry Corporation).

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