6/2019, Toyota Elektroauto Studien 2020 Toyota

Elektroauto-Offensive von Toyota

Durchbruch bei der Feststoffbatterie

Toyota beschleunigt den eigenen Zeitplan bei der Entwicklung von Elektroautos. Schon 2020 will man die Feststoffbatterie zeigen, fünf Jahre später sollen eine Million Elektroautos gebaut werden.

Seit der Premiere des ersten Prius im Jahr 1997 gilt Toyota als Pionier bei der Elektrifizierung von Antrieben. Mittlerweile sind viele Modellreihen der Marke und der Premium-Tochter Lexus als Hybrid zu haben, den Prius gibt es außerdem als Plug-in-Hybrid. Außerdem ist Toyota auf dem Gebiet der Brennstoffzellen-Technologie anderen Autoherstellern weit voraus. 2014 ging der Mirai als erstes Serienmodell mit Wasserstofftanks neben dem Hyundai ix35 Fuel Cell in Serie.

Bei der Entwicklung von Elektroautos mit Batterien (BEV, Battery Electric Vehicles) traten die Japaner bislang nicht wirklich in Erscheinung. Während Konkurrenten wie VW mit voller Kraft ganze Elektro-Modellfamilien aus dem Boden stampfen, gab es von Toyota nicht mehr als regional bedeutsame Ankündigungen.

Der kompakte C-HR wird in China in zwei Versionen mit Elektromotor auf den Markt kommen. Für 2020 ist auch ein erstes E-Auto in Europa angekündigt. Dabei dürfte es sich aber um Derivate des Kastenwagens Proace und der entsprechenden Pkw-Version Proace Verso handeln. Sie entstehen als Kooperationsprodukt mit PSA, deren Modelle Citroën Jumpy / Spacetourer, Peugeot Expert / Traveler und Opel Vivaro / Zafira Life auch mit Elektromotor angekündigt wurden.

Feststoffbatterie wird 2020 gezeigt

Im Rahmen einer Strategiepräsentation hat Toyota in Japan jetzt durchaus für eine Überraschung gesorgt. Schon im kommenden Jahr will der Konzern im Rahmen der Olympischen Spiele in Tokio eine serienreife Feststoffbatterie präsentieren.

Sie gilt als nächster Technologiesprung nach den aktuell verwendeten Lithium-Ionen-Batterien. In der Feststoffbatterie kann auf die gelartige Flüssigkeit zum Spannungstransport zwischen den Elektroden (Plus- und Minuspol) verzichtet werden, außerdem müssen die Akkus nicht mit einer weiteren Flüssigkeit gekühlt werden.

Die höhere Energiedichte im Vergleich zu aktuellen Batterien sorgt für mehr Reichweite und kurze Ladezeiten, außerdem sind die Akkus leichter und kleiner.

5,5 Millionen elektrifizierte Autos pro Jahr

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Toyota 1/8 Bereits 2014 hatte Toyota mit dem i-Road ein speziell für urbane Räume konzipiertes Pendlerfahrzeug gezeigt.
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„Die Entwicklung hat unsere eigene Zielsetzung überholt“, sagte Toyota-Entwicklungschef Shigeki Terashi. Der Autokonzern hat seinen Zeitplan kurzerhand um fünf Jahre nach vorne verlegt. Nicht erst 2030, sondern schon 2025 will man eine Million reine Elektroautos im Jahr bauen, zusätzlich 4,5 Millionen Hybride, Plug-in-Hybride und Brennstoffzellenfahrzeuge.

In Japan will Toyota 2020 einen kleinen Elektro-Zweisitzer mit 100 Kilometer Reichweite für den urbanen Pendlerverkehr vorstellen. Dazu kommen weitere Kleinwagen und Mobilitätslösungen für die „letzte Meile“, auch als Hilfe für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. In Japan, wo der demographische Wandel hin zu einer älteren Bevölkerung schon weiter fortgeschritten ist als in Europa, ist das ein wachsender Markt.

Größere Elektrofahrzeuge werden auf einer adaptierten Version der TNGA-Architektur (Toyota New Global Platform) und auf einer neuen Plattform, die zusammen mit Subaru entwickelt wird, entstehen. Auch autonom fahrende Konzepte wie die Studie e-Palette, die je nach Einsatzzweck Waren oder Personen transportieren kann, werden zur Serienreife entwickelt.

Festhalten an der Brennstoffzelle

Die fortschreitende Entwicklung bei der Batterietechnologie für Elektroautos hindert Toyota nicht daran, weiter an der Brennstoffzelle zu arbeiten. Bei den Olympischen Spielen 2020 soll eine Flotte von Bussen mit Wasserstofftanks eingesetzt werden, außerdem zeigt man die zweite Generation des Mirai. Er bleibt dem Konzept einer viertürigen Reiselimousine treu und soll in größeren Stückzahlen gebaut werden als der Vorgänger. Die jährlichen Kapazitäten will Toyota auf 30.000 Einheiten verzehnfachen.

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