Volkswagen Strategie

VW entwickelt ab 2026 keine Verbrennungsmotoren mehr

Modulare Elektrifizierungsbaukasten VW MEB VW MEB VW MEB 35 Bilder

Der oberste Produkt-Stratege des Volkswagen-Konzerns Michael Jost verkündete auf dem Handelsblatt Auto-Gipfel: „Im Jahr 2026 beginnt der letzte Produktstart auf einer Verbrennerplattform“. Der Konzern sehe seine Zukunft im Elektroantrieb.

Jost verweist dabei auf das Pariser Klimaabkommen von 2015, das für 2050 eine „klimaneutrale Gesellschaft“ vorsieht, in der die Kohlendioxid-Emissionen eingedämmt werden und die Erderwärmung bei zwei Grad stoppt. „Wir bekennen uns zum Abkommen von 2015“, betonte Chefstratege Jost.

Modularer Elektrobaukasten (MEB)
VWs E-Autos so günstig wie Diesel

Die Rechnung hinter dem Jahr 2026 für das Ende von Benzinern und Dieseln: Klimaneutral heißt, dass im Jahr 2050 kein einziges Auto mehr mit Verbrennungsmotor auf den Straßen fährt. Das bedeutet, dass das letzte Fahrzeug mit Verbrenner um das Jahr 2040 verkauft wird. „Das erste Stoppschild wird dann gesetzt“, sagte Jost.

Ab 2026 letzte Entwicklung einer Verbrennerplattform

Die letzten neuen Benzin- oder Diesel-Modelle sollten daher in den frühen 2030er-Jahren auf den Markt kommen. Und dementsprechend sollte die Entwicklung an dieser letzten Modellgeneration mit einem Verbrennungsmotor nach 2025 beginnen.

VW I.D. Beetle Neuer VW I.D. Beetle (ab 2022) Rückkehr als viertüriger Elektro-Käfer

Das Ende des Verbrennungsmotors verändert in Josts Vorstellung den gesamten VW-Konzern. „Der grüne Ast wird zu unserem neuen Geschäftsmodell“, betonte Jost im Handelsblatt. Der Betrag der Kohlendioxid-Emissionen werde zum Führungsinstrument im Unternehmen, „die Klimabedingungen bilden den Konsolidierungskreis“. Eine solche Transformation beim „Supertanker VW“ einzuleiten sei nicht einfach, aber machbar. Der Konzern sei jetzt auf Kurs.

Der Produktstratege hält die kürzlich angekündigten Investitionen (44 Milliarden für Elektromobilität und autonomes Fahren bis 2023) für den Beleg, dass VW im Elektrozeitalter angekommen sei. Mitte November hatte der Aufsichtsrat nach Zwickau zudem die Umrüstung von zwei weiteren VW-Werken auf die Produktion von Elektrofahrzeugen beschlossen: In Emden und Hannover werden ab 2022 praktisch ausschließlich E-Autos gebaut.

Bemerkenswert: Volkswagen legt sich eindeutig auf rein batteriegetriebene Fahrzeuge fest. Sie bieten aus Sicht des Konzerns die beste Energiebilanz. Hybridmodelle spielen deshalb in den Plänen von VW nur eine Nebenrolle. Sie seien nur in einer Übergangszeit von Bedeutung, glaubt Jost.

Und woher kommt der Strom?

Aber mit dem E-Antrieb allein ist natürlich noch nicht viel gewonnen – schließlich kommt der Strom nicht einfach aus der Steckdose. Darum wird VW laut Jost künftig die Energiebilanz für den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs betrachten. So werde etwa bereits der Energieverbrauch während der Produktion eines Autos gemessen. Schon das erste Großsererien-Elektroauto von VW auf Basis des Modularen Elektrobaukasten (MEB), der golfähnliche ID. Neo, soll über den gesamten Lebenszyklus betrachtet klimaneutral sein. Der Strom, den die Produktionsstätte in Zwickau verbraucht, soll künftig nur noch aus erneuerbarer Energie kommen. Wenig ist bislang noch zu hören, wie die vielen seltenen Rohstoffe für die Batterien gefördert werden sollen und wie deren Produktion klimaneutral erfolgen könnte.

Den Kunden will VW aber ermöglichen, die Modelle ID.-Familie mit klimaneutral zu betreiben. Allerdings soll das beispielsweise durch den Verkauf von Kohlendioxid-Zertifikaten geschehen – von wirklich klimaneutraler Erzeugung des Ladestroms ist seitens VW bislang nicht die Rede.

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