12/2019, VW Laderoboter Volkswagen 32 Bilder

VW zeigt die Studie eines mobilen Stromspeichers

Laderoboter bringt Strom zum geparkten E-Auto

Mit der Studie eines mobilen Laderoboter zeigt VW eine Ladelösung für Elektroautos, die sich relativ einfach ein bestehende Parkhäuser, Parkplätze und Tiefgaragen integrieren lässt.

VW setzt im Jahr 2020 alles auf die Karte der Elektromobilität. Mit dem Start des ID.3 wird eine große Produktoffensive der Kernmarke VW sowie der Konzernschwestern losgetreten. Um den Anlauf der Elektroautos zu unterstützen, entwickeln die Wolfsburger auch Infrastrukturlösungen. Unter der Marke Elli wird Ökostrom angeboten, mobile Ladesäulen sollen bei Großveranstaltungen oder in Neubaugebieten, in denen noch keine entsprechenden Leitungen verlegt sind, Autos mit Energie versorgen. Auch Wallboxen für den Einsatz in der heimischen Garage werden die VW-Händler anbieten.

Volkswagen Group Components, die für die Entwicklung von Ladelösungen zuständige Konzernsparte, hat jetzt eine neue Studie für den einfachen Umgang mit Elektroautos vorgestellt. Ein mobiler Laderoboter soll eines der Hauptärgernisse beseitigen. Die Suche nach einem freien Parkplatz an einer Ladesäule wird oftmals nicht nur durch die limitierte Anzahl der Stromspender erschwert, oftmals parken dann auch bereits fertig geladene Elektroautos oder Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor darauf.

Car-to-X ermöglicht die Kommunikation

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VW nutzt die Car-to-X-Möglichkeit vernetzter Fahrzeuge für die Steuerung des mobilen Laderoboters. Nach der Einfahrt in ein Parkhaus oder eine Tiefgarage wird das Auto vom Fahrer abgestellt und verschlossen. Automatisiert oder per Start über eine Smartphone-App meldet das Fahrzeug online den Bedarf an Strom. Der Laderoboter vor Ort entnimmt eine Batterie aus einem Lager und fährt diese „huckepack“ auf einem Anhänger an das entsprechende Auto. Über die Car-to-X-Schnittstelle wird die Ladeklappe entriegelt, der Laderoboter erkennt mit Kameras und Sensoren die Position des Ladesteckers und schließt den externen Stromspeicher an. Sobald die Verbindung hergestellt ist, kann sich der Roboter um weitere Autos und Batterien kümmern. Nach Beendigung des Ladevorgangs – oder wenn der Autofahrer per App das Ende des Parkvorgangs ankündigt, holt er die Batterie wieder ab.

Schnelles Laden mit 50 kW

Mit maximal 50 kW Ladeleistung sollen die Autos geladen werden, ein mobiler Stromspeicher fasst nach den Planungen von VW ungefähr 25 kWh Strom. Genug, um ein Elektroauto während eines Geschäftstermins oder einer Shopping-Tour mit Energie für den Nachhauseweg zu versorgen.

Mark Möller, Entwicklungschef bei Volkswagen Group Components, erklärt: „Der mobile Laderoboter kann eine Revolution beim Laden zum Beispiel in Parkhäusern, auf Parkplätzen oder in Tiefgaragen auslösen. Denn mit ihm bringen wir die Ladeinfrastruktur einfach zum Auto und nicht umgekehrt. Wir elektrifizieren damit auf einen Schlag ohne aufwändige infrastrukturelle Einzelmaßnahmen nahezu jeden Parkplatz.“

Fazit

Mobile Laderoboter könnten den Alltag mit Elektroautos deutlich vereinfachen. Das Konzept benötigt relativ wenig Raum vor Ort, zudem wird die Stellplatzauswahl für den Autofahrer nicht auf wenige Flächen mit Ladesäule beschränkt. Im Gegensatz zum Konzept des autonomen Valet Parking für Elektroautos lässt sich diese Studie relativ zeitnah umsetzen und einfach in bestehende Parkhäuser, Parkplätze und Tiefgaragen integrieren.

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