6/2019, VW Christian Senger VW

VW mit neuer Software-Einheit

5.000 IT-Experten in einer neuen Abteilung

Steuergeräte, Infotainmentsoftware und digitale Dienstleistungen. Um allen neuen Anforderungen gerecht zu werden, bündelt VW 5.000 IT-Mitarbeiter in der neuen Einheit „Car.Software“.

Die Automobilindustrie befindet sich in einem Prozess des Wandels. Elektromobilität gewinnt einen größeren Stellenwert, außerdem ändert sich das Kundenverhalten und mit ihm die Vertriebsaktivitäten der Hersteller. Vom reinen Verkauf eines Autos als Hardwareprodukt rückt der Fokus immer mehr in Richtung von Mobilitätsdienstleistungen, die auch Car-Sharing, Ladeinfrastruktur und in Zukunft das autonome Fahren beinhalten.

VW stellt sich dafür auf. Auf Konzernebene wird eine neue Einheit mit dem Namen „Car.Software“ ins Leben gerufen. Bis zum Jahr 2025 sollen hier über 5.000 Menschen an Betriebssystemen, Software und digitalen Serviceleistungen arbeiten. 500 Mitarbeiter sollen Ende dieses Jahres an Bord sein, 2020 bereits 2.000 Menschen. Der Anteil an Konzern-Eigenentwicklungen für Computersysteme im Auto liegt aktuell bei zehn Prozent, der Rest kommt von externen Partnern. In den kommenden sechs Jahren will VW die Eigenleistung im Software-Bereich auf 60 Prozent und mehr steigern.

Einheitliches Betriebssystem für alle Fahrzeuge

Alle Fahrzeuge der Konzernmarken sollen in Zukunft mit einer einheitlichen Software-Plattform für Basisfunktionalitäten ausgestattet sein, das Betriebssystem heißt „vw.os“ (OS für Operating System). Daran ist die gemeinsam mit Microsoft entwickelte Volkswagen Automotive Cloud angedockt, die zum Beispiel Updates für Navigationskarten oder die Freischaltung von Assistenzsystemen „over the air“ erlaubt. Als erstes Modell kommt 2020 der elektrische VW ID.3 mit „vw.os“ zu den Händlern und Kunden.

„Wir sind Plattform-Profis in der Hardware und übertragen diese Kompetenz nun auf die Softwareentwicklung“, erklärt Christian Senger, der im Vorstand der Marke Volkswagen das Ressort „Digital Car and Services“ verantwortet. „Wir werden Software mit einheitlichen Basisfunktionen für alle Konzernmarken entwickeln und können damit die Komplexität enorm reduzieren.“

10 Millionen vernetzte Autos pro Jahr

Der Manager spricht damit die aktuell bis zu 70 Steuergeräten in Autos der Marke VW an, die mit Software von 200 unterschiedlichen Zulieferern in die Fahrzeugarchitektur integriert werden müssen.

Mit neuen Dienstleistungen wie dem Ladeservice „We Charge“ oder speziellen Flottenpaketen werden auch digitale Ökosysteme eine wichtige Rolle für die neue Mannschaft spielen. Langfristig sieht der Konzern Potenzial für 10 Millionen vollvernetzte Fahrzeuge pro Jahr.

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