UKW-Tuner Beate Jeske
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Radiohören im Auto

UKW-Tuner sind hörbar schlechter geworden

Neben all den technischen Neuheiten beim Infotainment ist der gute alte UKW-Tuner noch immer das beliebteste Medium im Auto. Doch der Radioempfang verliert immer mehr an Qualität, meint auto motor und sport-Redakteur Dirk Gulde.

Es ist aber auch ein Kreuz mit dieser digitalen Revolution. Im Stundentakt prasseln neue Handy-Modelle, Apps und Übertragungsstandards auf den Markt – und die Autoindustrie darf sehen, wie sie den ganzen Kram an ihre Infotainment-Systeme angedockt bekommt. Da wäre etwas Dankbarkeit gegenüber dem guten alten UKW-Standard schon angebracht, der als letzte analoge Bastion der digitalen Brandung standhält und nach wie vor mit großem Abstand das beliebteste Medium im Auto ist. Doch Pustekuchen, Radioempfang wird in vielen Autos von Modellgeneration zu Modellgeneration schlechter, und zwar bei immer mehr Herstellern.

Dass die klassische Stabantenne – nach wie vor das Empfangsoptimum – längst den Design-Tod sterben musste, lässt sich ja noch verstehen. Einen etwa einen Meter langen Metallstab will heute sicherlich niemand mehr aus seinem Kotflügel sprießen sehen. Doch anstatt dessen Abschied durch ein geschicktes Zusammenspiel mehrerer Tuner und ausgetüftelter Empfangsdrähte in den Scheiben zu kompensieren, scheinen es sich die Hersteller in den letzten Jahren leicht zu machen. Eine beliebig platzierte Wird-schon-irgendwiegehen-Antenne reicht für den starken Ortssender schließlich aus. Sobald die Signale aber nur etwas nachlassen, rauscht der Hörgenuss schlagartig in den Keller.

Digitale Alternativen zum UKW-Tuner kosten Aufpreis

Oder steckt da vielleicht viel mehr dahinter als reiner Entwicklergeiz? Schließlich bieten inzwischen fast alle Autobauer DAB-Tuner an, mit denen in rauschfreier Digitalqualität gehört werden kann. Die kleinen Zusatzkästchen kosten jedoch fast immer extra, bei manchen Herstellern 150, bei anderen über 500 Euro. Darüber hinaus ermöglichen vernetzte Infotainment-Systeme den Empfang der Lieblingssender über eine Internetverbindung. Für solche Multimedia-Alleskönner sind dann schnell mal mehrere Tausend Euro fällig, weshalb sich die Ausstattungsquoten in der Kompakt- und unteren Mittelklasse in Grenzen halten.

Wie praktisch, wenn da ein wenig nachgeholfen werden kann, indem man die UKW-Daumenschraube ein Stück weiter zudreht. Der einzelne Autofahrer kann ja schließlich schwer beurteilen, ob Empfangsprobleme am Auto oder dem Sender liegen. Daher würde uns interessieren: Sind Sie ebenfalls unzufrieden mit dem Radioempfang in Ihrem neuen Auto? Und nutzen Sie bereits einen DAB- oder Internetradio-Tuner und vermissen den analogen Rundfunk ohnehin nicht mehr? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar!

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