Toyota-Sicherheitstechnik

Alles geregelt

Foto: Toyota

Toyota geht auf Nummer sicher: Neue Sicherheitssysteme sollen dem Fahrer assistieren und helfen, das Schlimmste zu verhüten.

Toyota als Vorreiter in Sachen Sicherheit? Zugegeben, der Gedanke drängt sich nicht auf. Bisher machte Japans mächtigster Autokonzern vor allem durch andere Qualitäten auf sich aufmerksam. Der Ruf, Unheil abzuwenden und die Insassen im Notfall in Watte zu packen, haftete den Produkten nicht an – ungerechterweise, wie sich herausstellt.

Tatsache ist: Speziell bei der Nobelmarke Lexus erreicht die Technik ein Niveau, das den Sicherheitspäpsten von Mercedes Respekt abtrotzen dürfte. Vorderstes Ziel ist es dabei, den Fall des Falles gar nicht erst eintreten zu lassen. Aktive Sicherheit lautet der Schlüsselbegriff, und die Toyota-Lösung trägt das Kürzel VDIM (Vehicle Dynamics Integrated Management). Entscheidend ist der Begriff Integrated, denn alle verfügbaren Maßnahmen, um das Auto auf Kurs zu halten, werden hier zentral gesteuert. Neben ASR und ESP gehört dazu eine aktive Lenkung, die selbsttätig korrigierend eingreift, sowie die elektrisch angesteuerte Bremse. Adaptive Lenkkräfte, die schädliche Lenkmanöver erschweren, sind ebenfalls Teil des Pakets.

Der Vorteil: Man muss nicht erst den Grenzbereich überschreiten, um von der stabiliserenden Wirkung der Elektronik zu profitieren. Entsprechend geht das System dem Fahrer zur Hand. Während VDIM bereits im Lexus GS 430 zur Verfügung steht, bleibt eine weitere Fahrhilfe noch dem japanischem Markt vorbehalten. Es handelt sich um den Spurhalte-Assistenten.

Nähert man sich den Fahrbahnmarkierungen, führt die aktive Lenkung sachte, aber bestimmt auf die richtige Spur, begleitet von akustischen Signalen. Ergänzt wird dieses System von einem Tempomat mit Abstandsradar. Sollte es dennoch brenzlig werden, hilft das Pre-Crash Safety-System (Serie bei Lexus LS und GS). Radarwellen erfassen dann das Hindernis und gleichen die Rückmeldung mit den Aufnahmen einer an der Windschutzscheibe befestigten Kamera ab.

Handelt es sich um einen echten Notfall, strafft das System die Gurte, konditioniert den Bremsassistenten auf maximalen Bremsdruck und verhärtet die Federung, um ein Eintauchen des Bugs zu verhindern. Eine weitere Ausbaustufe appliziert sogar selbsttätig die Bremsen – freilich nur in Japan, denn hierzulande fehlt für derartige Eingriffe noch das gesetzliche Einverständnis.

Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Toyota, so die Botschaft, ist in puncto Sicherheit zu allem bereit.

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