Alfa Romeo 159 1.9 JTDM im Test

Mailänder Gala

Foto: Hans-Dieter Seufert 23 Bilder

Was für ein Gesicht. So herrlich böse, so cool und aufregend maskulin – der neue Alfa 159 mimt den Dirty Harry der Straße. Wie eine Adrenalin-Spritze jagt sein Anblick mit dem verkniffenen Lampen-Sextett und noch stolzer geschwelltem Scudetto das sportliche Herz Fahrwilliger auf höchste Touren.

Was für ein Gesicht. So herrlich böse, so cool und aufregend maskulin – der neue Alfa 159 mimt den Dirty Harry der Straße. Wie eine Adrenalin-Spritze jagt sein Anblick mit dem verkniffenen Lampen-Sextett und noch stolzer geschwelltem Scudetto das sportliche Herz Fahrwilliger auf höchste Touren.

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Einzeltest Alfa Romeo 159
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Nicht nur passionierte Alfisti gehen vor diesem Kunstwerk aus Giugiaros Feder in die Knie. Allein die Tuner werden an den schon serienmäßig muskulös aufgeplusterten Radhäusern verzweifeln. Der Neue macht sich mächtig lang, legt nicht nur um elf Zentimeter im Radstand, sondern auch um 23 Zentimeter in der Gesamtlänge zu. Nur das Heck bleibt knackig und knapp wie ein etwas zu kurzer Minirock – 405 Liter Kofferraum müssen reichen. Mangelnde Schönheit war in den letzten Jahren wahrhaft nicht das Alfa- Problem.

Während sich die Mutterfirma Fiat oftmals in optischer Belanglosigkeit verlor, setzten die Alfa-Designer zielsicher Hingucker auf die Straße. Dafür haperte es an den inneren Werten, an Zuverlässigkeit und Verarbeitung. Leidensfähigkeit war für Alfa-Fahrer nicht nur eine Tugend, sondern ein Muss. Trotz fortwährend glühender Begeis- terung der Alfisti wollten die Verkäufe nicht mehr so recht zünden.

Doch jetzt soll alles gut werden. Der Alfa 159 als Aufbruch zu neuer Stärke wie weiland 1951, als ein gewisser Juan Manuel Fangio mit dem gleichnamigen Alfa-Rennwagen zum ersten Mal die Formel 1-Weltmeisterschaft gewann. Willkommen in der heilen Fahrerwelt. Dort, wo die Instrumente noch zum Piloten schauen und nicht umgekehrt. In Reih und Glied stehen Tankanzeige, Wassertemperatur und Ladedruck nach links geneigt Spalier. Der Beifahrer bleibt bei der Betrachtung nonchalant außen vor und kann nur erahnen, dass sich direkt hinter dem Dreispeichen-Lenkrad eine der attraktivsten Auto-Uhrensammlungen befindet.

Im Alfa ist der Fahrer eben noch der sportive Alleinherrscher. Demokratie herrscht beim Sitzkomfort. Links wie rechts und vorne wie hinten thront es sich sehr kommod auf imposanten Ledersesseln. Und während sich die Passagiere beim Gestühl noch mehr seitlichen Körperkontakt wünschen würden, sitzt der 159 trotz des erheblichen Außen-Wachstums wie ein maßgeschneiderter Brioni-Anzug – Konfektionsgröße im Fond bis maximal 1,88 Meter.

Vor- und Nachteile

Karosserie
  • –hochwertige Materialien –ausreichendes Platzangebot –attraktive Instrumente
  • –Verarbeitungsmängel – Bedienungsschwächen
Fahrkomfort
  • –insgesamt guter Federungskomfort –sehr bequeme Sportsitze –niedriges Geräuschniveau
  • –leichtes Vorderachs-Stuckern
Antrieb
  • –angemessene Fahrleistungen –kultivierter Lauf –hohe Elastizität –große Reichweite
  • Anfahrschwäche
Fahreigenschaften
  • –neutrales Kurvenverhalten –sehr agiles Handling –kaum Lastwechselreaktionen
  • –etwas unpräzise Lenkung
Sicherheit
  • –gute Bremsen –Knie-Airbag serienmäßig für den Fahrer –sehr gutes Bi-Xenon-Licht
Umwelt
  • –günstiger Verbrauch –serienmäßiger Partikelfilter
Kosten
  • –gute Ausstattung
  • –hoher Anschaffungspreis

Fazit

Der 159 ist nicht nur größer und deutlich komfortabler als sein Vorgänger, er trifft mit seiner Agilität auch direkt ins sportliche Herz. An Bedienung und Verarbeitung darf noch gearbeitet werden.

Technische Daten
Alfa Romeo 159 1.9 JTDM 16V Distinctive
Grundpreis 30.500 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4660 x 1830 x 1422 mm
KofferraumvolumenVDA 405 l
Hubraum / Motor 1910 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 110 kW / 150 PS bei 4000 U/min
Höchstgeschwindigkeit 210 km/h
0-100 km/h 10,0 s
Verbrauch 6,0 l/100 km
Testverbrauch 8,3 l/100 km
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