Audi A8 3.3 TDI, BMW 740d, Mercedes S 400 CDI

Mit acht Zylindern, ungeheurem Drehmoment und verblüffender Laufruhe etabliert sich der Diesel jetzt auch in der Nobelklasse. Der neue Mercedes S 400 CDI streitet in einem Vergleichstest mit dem Audi A8 3.3 TDI und dem BMW 740 d um die Dieselkrone.

Brennstoffzelle, Wasserstoffmotor, Elektroantrieb: Wer ist der Favorit des angehenden neuen Jahrtausends? Der Diesel, vorläufig jedenfalls. Seine Zulassungszahlen steigen in Europa rasant. Demzufolge setzen alle europäischen Hersteller auf den Diesel, vorneweg die Deutschen, die das breiteste Spektrum anbieten. Vom 0,8 Liter kleinen Dreizylinder im Smart bis zum vier Liter großen V8 in der Mercedes-S-Klasse reicht die Bandbreite. Mit dem S 400 CDI fahren nach dem Audi A8 3.3 TDI und dem BMW 740 d jetzt schon drei Achtzylinder-Diesel in der Nobelklasse. Sie dokumentieren zugleich eindringlich den in den letzten zehn Jahren vollzogenen Wertewandel des einstigen Bauernmotors: Der Diesel wird mittlerweile nicht mehr nur auf Grund seiner Wirtschaftlichkeit, sondern auch wegen seiner einzigartigen Leis-tungscharakteristik gekauft. Sie ist das Resultat der beim Selbstzünder ideal mit der Turbotechnik harmonierenden Direkteinspritzung. Das Ergebnis sind Drehmomentriesen, die mit ihrer gleichmäßig hohen Durchzugskraft leistungsgleichen und auch stärkeren Benzinern oft nur das Nachsehen lassen. Im vorliegenden Fall wird Folgendes geboten: Mercedes 560 Newtonmeter von 1700 bis 2600 Umdrehungen, BMW ebenfalls 560 Newtonmeter von 1750 bis 2500/min. Und der mit 3,3 Liter Hubraum relativ kleine Audi-Motor kommt immer noch auf respektable 480 Newtonmeter, die er von 1800 bis 3000/min bereithält. Da herrscht nirgendwo Mangel an Durchzugskraft. Aber auch in der Leistung liegen die neuen deutschen Bullen auf adäquatem Niveau: Die Spitze markiert der vier Liter große Mercedes-V8 mit 250 PS, knapp darunter rangiert BMW mit 245 PS aus 3,9 Liter Hubraum, und 225 PS offeriert der 3,3-Liter-Audi – alle drei bei der typisch niedrigen Nenndrehzahl von 4000 Umdrehungen. Die Frage, die sich angesichts dieser Zahlen sofort stellt, lautet daher: Kann der kleinere und schwächere Audi mit den wesentlich größeren Motoren von BMW und Mercedes mithalten? Die Messwerte geben hier eine eindeutige Antwort: Er kann. Er kann dies sogar so gut, dass er den Siebener-BMW bei den Fahrleistungen hinter sich lässt. Dies bedarf einer Erklärung. Einmal bringt der BMW mit 2104 Kilogramm das höchste Gewicht auf die Waage. Der Mercedes, dessen V8-Diesel als einziger ein Aluminium-Kurbelgehäuse aufweist, wiegt knapp 100 Kilo weniger.

Übersicht:
Technische Daten
Mercedes S 400 CDI Audi A8 3.3 TDI Quattro BMW 740d
Grundpreis 75.632 € 69.400 € 67.491 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 5038 x 1855 x 1444 mm 5034 x 1880 x 1438 mm 4984 x 1862 x 1435 mm
KofferraumvolumenVDA 500 l 525 l 500 l
Hubraum / Motor 3996 cm³ / 8-Zylinder 3328 cm³ / 8-Zylinder 3901 cm³ / 8-Zylinder
Leistung 184 kW / 250 PS bei 4000 U/min 165 kW / 225 PS bei 4000 U/min 180 kW / 245 PS bei 4000 U/min
Höchstgeschwindigkeit 250 km/h 242 km/h 242 km/h
0-100 km/h 7,1 s 8,1 s 8,8 s
Verbrauch 9,6 l/100 km 9,7 l/100 km 9,8 l/100 km
Testverbrauch 10,7 l/100 km 10,6 l/100 km 11,9 l/100 km
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