Bentley Continental GT FS

Continental-Verschiebung

Foto: Hans-Dieter Seufert 19 Bilder

Bentley hat das Heck des Continental GT nach hinten verschoben und den gewonnenen Platz für zwei Türen genutzt. Flying Spur, der Sportwagen unter den Chauffeurs-Limousinen.

Bentley Continental Flying Spur. Sprechen Sie diese Worte langsam aus, und Sie haben eine Vorstellung, wie lange Ihr geweitetes Auge am Wagen entlang gleiten würde, um ihn zu erfassen. Falls Sie nicht schon am Kolossal-Kühlergrill vor Ehrfurcht erstarren. Eine Fünf-Meter-dreißig-Erscheinung, deren ausgedehnter Name Programm ist.

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Keine Burg wie der rund zehn Zentimeter längere und etwa dreieinhalb Zentimeter höhere Arnage, eher ein Stadtpalais: innen noch weitläufiger als außen vermutet. Ein Duft von Luxus und Verführung weht aus dem Prunk-Palast, sobald die Wagenschläge öffnen, stellt jenes Wohlgefühl her, das teure, weil unaufdringlich, aber nachhaltig abgestimmte Parfüms erzeugen. Und verstärkt die anglophile Grundstimmung der Bentley-Klientel. Früher war sie nötig, um über Schwächen hinwegzusehen. Heute ersetzt sie fehlende Schrulligkeit.

Die verklärten Handarbeits-Zeiten herrschen noch immer, allerdings bringen Maschinen Erleichterung und Präzision. Selbst ohne British-Racing-grüne Brille hält der Flying Spur bei deutschen Limousinen-Mächten mit. Lachfalten und Cellulitis sollen beim Testwagen kein Zeichen der Leder-Alterung, sondern der Vorserie sein.

Davon abgesehen ist der Bentley ein Bollwerk – auch bei der Übersichtlichkeit. Nicht nur beim Einparken, das ohne überaufmerksam piepsender Hilfe einem Offenbarungseid gleichkäme, erzielt man gebührende Aufmerksamkeit. Die Blicke der Passanten signalisieren selten Neid, meist Zustimmung, immer Interesse an dem unbekannten Fahrobjekt.

Präsent wie ein kurzer Maybach, eingepreist wie eine extrem hochgerüstete, lange S-Klasse. 167 504 Euro – was der bürgerlichen Welt unendlich fern erscheint, wird zum Schnäppchen in der Upperclass.

Die akzeptiert sogar den Durchschnittsverbrauch von 17 Litern auf 100 Kilometer. Klassische Konkurrenten gibt es nicht; Alternativen sind entweder deutlich kleiner und günstiger oder größer und teurer.

Vor- und Nachteile

Karroserie
  • üppiges Raumangebot sehr gute Materialqualität
  • unübersichtliche Karosserie Lederverarbeitung unter der Erwartung (Vorserie)
Fahrkomfort
  • insgesamt guter Federungskomfort stützende, bequeme Sitze mühelose Bedienung
  • mäßiger Geräuschkomfort
Antrieb
  • erstklassige Fahrleistung extremes Durchzugsvermögen hohe Laufkultur gut abgestimmte Automatik
Fahreigenschaften
  • neutrales Kurvenverhalten agiles Handling unerschütterliche Traktion stoischer Geradeauslauf
  • präzise, aber leicht stößige Lenkung
Sicherheit
  • tückenfreies Fahrverhalten sehr standfeste Bremsen Rundumschutz mit serienmäßiger Airbag-Armada
Umwelt
  • hoher Verbrauch
Kosten
  • fairer Anschaffungspreis
  • hohe Wartungs- und Versicherungskosten

Fazit

Der Flying Spur zeichnet sich durch sein üppiges Raumangebot und die sehr gute Materialqualität aus, leider ist die Karosse unübersichtlich. Bei der Fahrt spielt der Bentley sein Können voll aus: guter Federungskomfort, erstklassige Fahrleistungen, extremes Durchzugsvermögen und hohe Laufkultur sowie ein neutrales Kurvenverhalten, agiles Handling und eine unerschütterliche Traktion
Malus: Der mäßige Geräuschkomfort und der hohe Verbrauch sowie die hohen Wartungs- und Versicherungskosten.

Übersicht: Bentley Continental GT FS
Technische Daten
Bentley Continental Flying Spur
Grundpreis 181.118 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 5290 x 1916 x 1475 mm
KofferraumvolumenVDA 475 l
Hubraum / Motor 5998 cm³ / 12-Zylinder
Leistung 412 kW / 560 PS bei 6100 U/min
Höchstgeschwindigkeit 312 km/h
0-100 km/h 5,5 s
Verbrauch 16,6 l/100 km
Testverbrauch 17,0 l/100 km
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