BMW M3 Coupé SMG gegen Mercedes C 32 AMG

Foto: Hans-Dieter Seufert

Zwei unterschiedliche Wege zur Hochleistung: Der Mercedes C 32 AMG mit bulligem Kompressormotor und Fünfgangautomatik trifft auf den BMW M3 SMG, der einen hoch drehenden Sechszylinder und eine sequenzielle Sechsgangschaltung besitzt.

Die schönen Töchter von BMW und Mercedes, die M GmbH und AMG, inszenieren ein klassisches Kontrastprogramm. Auch wenn es auf den ersten Blick gar nicht so aussieht.

Denn die sportlichsten Versionen von Dreier-Reihe und C-Klasse rennen bei den Fahrleistungsmessungen Kopf an Kopf, mit in beiden Fällen höchst eindrucksvoller Beschleunigung, die nur bedeutungslose Unterschiede im Zehntelsekundenbereich erkennen lässt.

Dennoch werden hier zwei Autos geboten, wie sie differenter nicht sein könnten. Dass ein zweitüriges Coupé gegen eine viertürige Limousine antritt, ist dabei der offensichtlichste, wenn auch am wenigsten bedeutungsvolle Hinweis darauf, dass M GmbH und AMG vollkommen konträre Auffassungen davon haben, wie sportliche Topmodelle auszusehen haben.

Im neuen C 32 AMG sitzt ein V6-Motor, zwischen dessen beiden Zylinderreihen ein mechanisch angetriebener Kompressor für Hochstimmung sorgt. Das ergibt eine Drehmomentmaschine, bullig stark und damit prädestiniert für eine automatische Kraftübertragung.

Ganz anders der M3. Sein Reihensechszylinder hat Rennmotoren-Charakter. Hier kommt der Dampf aus der Drehzahl. Wenn die Höchstleistung anliegt, dreht sich die Kurbelwelle fast 8.000 Mal in der Minute.  Bei der jüngsten M3-Version mit der Zusatzbezeichnung SMG kommt als i-Tüpfelchen der Sportlichkeit ein sequenziell geschaltetes Sechsganggetriebe mit automatischer Kupplung hinzu. Zum Wechseln der Übersetzung genügt ein Antippen des Wählhebels auf der Mittelkonsole nach hinten (hochschalten) oder nach vorn.

Wahlweise geht es noch Schumi-mäßiger – mit zwei Schaltpaddeln am Lenkrad. Rechts rauf, links runter, wobei der Fahrer zusätzlich noch die Schaltgeschwindigkeit in sechs Stufen vorwählen darf.

Weitere Option: ein Automatik-Modus, der das Fahren im städtischen Stop-and-Go erleichtert, aber nicht den Schaltkomfort einer ohne Zugkraftunterbrechung arbeitenden Wandlerautomatik bieten kann.

Zur Demonstration der Stärke ist eine Rennstart-Funktion vorgesehen: ESP aus, Schalthebel vordrücken und festhalten, Gas geben, Hebel loslassen. Der Rest sind Rauchsignale und fette Radierungen auf dem Asphalt.

Fazit

1. Mercedes C 32 AMG
524 Punkte

Abgesehen vom hohen Verbrauch leistet sich der AMG-Mercedes keine Schwäche. Er verbindet die Eigenschaften einer komfortablen Limousine mit denen eines Hochleistungs-Sportwagens in bisher nicht gekannter Perfektion.

2. BMW M3 SMG
498 Punkte

Das schlichte Kleid eines Dreier-BMW täuscht. Der M3 ist ein Sportwagen reinsten Wassers. Sehr schnell gefahren macht er viel Spaß. Unter Alltagsbedingungen trüben sequenzielle Schaltung und Fahrwerkshärte die Laune.

Übersicht:
Technische Daten
BMW M3 Coupé Mercedes C 32 AMG
Grundpreis 60.100 € 57.536 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4492 x 1780 x 1372 mm 4526 x 1728 x 1415 mm
KofferraumvolumenVDA 410 l 455 l
Hubraum / Motor 3246 cm³ / 6-Zylinder 3199 cm³ / 6-Zylinder
Leistung 252 kW / 343 PS bei 7900 U/min 260 kW / 354 PS bei 6100 U/min
Höchstgeschwindigkeit 250 km/h 250 km/h
0-100 km/h 5,5 s 5,6 s
Verbrauch 11,9 l/100 km 11,6 l/100 km
Testverbrauch 13,0 l/100 km 14,5 l/100 km
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