6/2020, Cupra Formentor Sitzprobe Cupra
6/2020, Cupra Formentor Sitzprobe
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6/2020, Cupra Formentor Sitzprobe 15 Bilder

Erster Check Cupra Formentor (2020)

Viel Platz im sportlichen SUV-Coupé

Im Herbst 2020 startet mit dem Cupra Formentor das erste eigenständige Modell der Sportmarke. Wir trafen das SUV-Coupé auf Basis des MQB Evo vorab zur Sitzprobe.

Schnell wie die Autos ist bei der noch jungen Marke Cupra auch die Produktplanung. Auf dem Genfer Autosalon 2018 wurde mit dem Cupra Ateca das erste Modell mit dem kupferfarbenen Logo präsentiert, nur ein Jahr später stand die Studie Formentor im Rampenlicht. Sie war der Vorbote für den ersten Cupra, der kein direktes Vorbild im Seat-Programm hat.

Die Messe am Genfer See fiel 2020 bekanntermaßen aus, somit gab es keine Bühne für die Serienversion des Cupra Formentor. Denn nur ein weiteres Jahr später war klar, dass das Concept Car aus dem Jahr 2019 fast unverändert auf den Markt kommt. Im Herbst 2020 wird es soweit sein, vorher trafen wir den Formentor zur ersten Sitzprobe.

Die Sitzprobe zum Cupra Formentor im Video
10:52 Min.

Das SUV-Coupé basiert auf dem MQB Evo, trägt also das gleiche technische Rüstzeug wie VW Golf 8, Audi A3 Sportback und der Seat Leon. Von ihm übernimmt der Formentor auch den auf 2,69 Meter gestreckten Radstand.

Das Resultat ist ein üppiges Raumangebot, auch für die Passagiere im Fond. Sie freuen sich über einen großen Abstand der Knie zu den Vordersitzen. Trotz der abfallenden Dachlinie und dem im Ausstellungsfahrzeug eingebauten Panorama-Glasdach passt die Kopffreiheit auch für große Mitfahrer.

Offiziell ist der Cupra Formentor ein Fünfsitzer. Der Mittelplatz dürfte aber nur für kurze Strecken taugen. Die Sitzfläche ist nicht ausgeformt wie die beiden äußeren Plätze, zudem müssen sich die Beine um den Mitteltunnel sortieren. Weiter hinten stehen 450 Liter Kofferraum zur Verfügung. Das Ladeabteil ist etwas kleiner als das des Ateca, lässt sich hier wie da mit der im Verhältnis 40:60 klappbaren Lehne der Rücksitzbank aber erweitern.

Größeres Infotainment-Display

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Cupra
Der Touchscreen im Cockpit wächst auf 12 Zoll.

Fahrer und Beifahrer finden viel Seitenhalt in den Sportsitzen mit integrierten Kopfstützen. Das Cockpit ist aus dem Leon bekannt, aber in Details aufgewertet. Die Oberfläche des Armaturenbretts ziert eine Kontrastnaht im markentypischen Kupferton. Auch der von zehn auf 12 Zoll vergrößerte Touchscreen des Infotainmentsystems fällt sofort ins Auge.

Mit einer eSIM ist auch der Cupra Formentor stets online und nutzt Echtzeit-Verkehrsdaten für die Routenführung. Über eine Taste im Lenkrad lässt sich, sofern das größte Fahrassistenzpaket konfiguriert wurde, eine umfassende Fahrassistenz mit adaptiver Geschwindigkeitsregelanlage und Spurmittenführung aktivieren.

Digitale Instrumente werden Teil der Serienausstattung sein, auch hier gibt es eine Cupra-Spezialität. Im Display zeigt sich ein großer, mittiger Drehzahlmesser als dominantes Rundinstrument. Größer, aber auch rund, sind die 19-Zoll-Leichtmetellfelgen. Hinter ihnen blitzen kupferfarbene Sättel der Brembo-Bremsanlage durch.

Topmodell mit 310 PS und Allradantrieb

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Cupra
Topmodell wird der 2.0 TSI mit 310 PS, 7-Gang-DSG und Allradantrieb.

Unter der Motorhaube wird es vorerst zwei Optionen geben. Bereits mit der Studie im Jahr 2019 angekündigt wurde der Formentor als Plugin-Hybrid. Bei ihm sorgen ein 1.4 TSI-Motor und eine E-Maschine mit 85 kW für eine Systemleistung von 245 PS. Ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) ist serienmäßig, der Antrieb erfolgt beim Formentor e-Hybrid über die Vorderräder.

Topmodell wird der Cupra Formentor 2.0 TSI mit dem bekannten EA888-Vierzylinder des Konzerns. Er leistet hier 310 PS und liegt damit auf dem Niveau des neuen Cupra Leon Sportstourer. Allradantrieb ist serienmäßig, außerdem ein DSG mit sieben Vorwärtsgängen.

Preise für den Cupra Formentor werden noch nicht genannt. Das etwas größere Format und die trendige SUV-Coupé-Form dürften aber dafür sorgen, dass die Spanier ihn leicht über dem Ateca einsortieren. Der kostet aktuell ab 44.140 Euro. Der neuen Konkurrenz im eigenen Haus stellt sich der Cupra Ateca bis zum Herbst mit einem Facelift.

Fazit

Die Serienversion des Cupra Formentor entspricht weitestgehend der vielbeachteten Studie aus 2019. Mit dem Motorenangebot als Plugin-Hybrid und starker Allrad-Benziner dürfte er Firmenwagenfahrer und Privatkunden gleichermaßen ansprechen. Gut möglich, das Cupra mit ihm auch bei den Premiummarken wildern wird.

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