Dacia Duster TCE 130 Prestige, Peugeout 2008 Puretech 130 Allure, Exterieur Rossen Gargolov
Dacia Duster TCE 130 Prestige, Peugeout 2008 Puretech 130 Allure, Exterieur
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Dacia Duster TCE 130 Prestige, Exterieur 19 Bilder

Dacia Duster und Peugeot 2008 im Vergleichstest

Kann der günstige Duster mit dem Peugeot konkurrieren?

Bei den äußerst beliebten SUV mit kompakten Abmessungen gibt es den Dacia Duster als Discount-Angebot und den hochwertigeren Peugeot 2008. Ist dieser seinen deutlichen Aufpreis wert?

Die Überalterung der Gesellschaft schreitet unverkennbar voran – man sieht es an der weiterhin zunehmenden Zahl an SUV auf deutschen Straßen. Kaputter Rücken und andere Gebrechen verlangen nach einfachem Einstieg und hoher Sitzposition. Beides wird immer wieder als Kaufargument für Modelle wie den Dacia Duster und den Peugeot 2008 aufgeführt.

Der Dacia Duster hat sich darüber hinaus einen Namen als Sparmodell gemacht – ihn gibt es mit 114-PS- Benziner bereits ab 11.490 Euro. Der Hersteller wirbt damit: Deutschlands günstigster SUV. Wer allerdings etwas freudvoller motorisiert sein möchte, kann den TCe 130 mit 131 PS wählen; ihn gibt es rein vorderradgetrieben ab 15.500 Euro. Unser Testwagen kommt jedoch als Prestige für mindestens 16.850 Euro – ist dann sogar besser ausgestattet als sein Konkurrent: der 2008 PureTech 130 Allure mit 130 PS (23.600 Euro).

Wer billig anbieten will, muss sparen können

Besser ausgestattet? Ja, der Dacia Duster Prestige hat bereits serienmäßig eine Rückfahrkamera und Dachreling – Optionen, die man beim Peugeot 2008 Allure extra bezahlen muss. Im Gegenzug kommt Letzterer mit einem möglicherweise entscheidenden Vorteil: Er ist liebevoller eingerichtet, erfreut das Auge mit deutlich hochwertiger wirkenden Materialien.

Dass Dacia bei der Konstruktion sparen muss, um käuferfreundlich kalkulieren zu können, zeigt sich etwa an unausgekleideten Radkästen sowie an der Hinterachse – eine Starrachse. Und man merkt es bei der Geräuschdämmung; der Fahrtwind zischt bei höherem Autobahntempo lauter als im Peugeot. Und ein höheres Autobahntempo ist mit dem kräftigen 131-PS-Vierzylinder ruck, zuck erreicht.

Peugeout 2008 Puretech 130 Allure, Motorraum
Rossen Gargolov
Der Peugeot 2008 besitzt einen Reihendreizylinder-Benzinmotor mit 230 Newtonmeter und 130 PS.

Liegt beim Dreizylinder erst einmal das maximale Drehmoment an, dann schiebt der Peugeot 2008 noch strammer – er ist rund 70 Kilogramm leichter als der Dacia Duster. Das niedrigere Gewicht hat Auswirkungen auf die Landstraßen-Performance. Der Peugeot wirkt handlicher und neigt sich in Kurven weniger zur Seite, was auch am strafferen Fahrwerk liegt; zusätzlich spielt hier die direkte Übersetzung der Lenkung mit hinein, welche allerdings auf der Fernstraße mit einer störenden Nervosität um die Mittellage auffällt. In Verbindung mit dem kleinen Lenkrad ergibt sich ein synthetisches Lenkgefühl – ähnlich wie bei einer Spielekonsole.

Krude Anordnung der Armaturen

Warum das Lenkrad selbst so klein ist? Weil es sonst die exponiert auf dem Armaturenbrett thronenden Instrumente verdecken würde. Letzteres lässt sich nur verhindern, wenn man das Lenkrad sehr tief einstellt und Tacho sowie Drehzahlmesser darüber hinweg anvisiert. Weiteren Abzug bei der Funktionalität kassiert der Peugeot 2008 wegen seiner breiten C-Säule; sie stellt sich dem Blick beim Rückwärtseinparken in den Weg.

Positiv dagegen: Beim Umklappen der Rücksitzlehnen entsteht eine ebene Ladefläche, aber ein deutlich kleineres Volumen als im Dacia Duster. Jener schränkt das Beladen dagegen mit einer hohen Stufe zu den umgeklappten Rücksitzlehnen ein. Übrigens ist auch seine Ladekante sehr hoch, was Rückengeschädigte nicht goutieren dürften. Der Dacia Duster kontert bei der Handhabung mit dem leichteren Einstieg in den Fond sowie der besseren Übersichtlichkeit beim Einparken.

Peugeout 2008 Puretech 130 Allure, Interieur
Rossen Gargolov
Deutlich hochwertiger zeigt sich der Peugeot nicht nur im Passagier-, sondern auch im Kofferabteil.

Licht ins Dunkel bringt im Peugeot 2008 auf Wunsch die optionale Rückfahrkamera; jene ist beim Dacia Duster, wie eingangs bereits erwähnt, in der Linie Prestige sogar serienmäßig. Sein deutlich günstigerer Preis bei gleichzeitig besserer Ausstattung sorgt letztendlich für seinen klaren Sieg im Vergleichstest. Doch der Dacia Duster ist nicht nur billiger, sondern sogar besser: Er entscheidet auch die Eigenschaftswertung (knapp) für sich.

Zur Ehrenrettung des Peugeot 2008 muss man erwähnen, dass sein Ambiente deutlich hochwertiger wirkt. Und dass es für ihn eine größere Auswahl an Möglichkeiten zur Individualisierung gibt. Darunter fällt etwa auch das sogenannte Grip-Control-Paket mit diversen Einstellmodi für verschiedene Untergründe: Je nach Traktionslage lässt das System erhöhten Schlupf zu oder bremst durchdrehende Räder frühzeitig ein. Solche oder ähnliche Finessen gibt es beim Dacia Duster nicht – dafür fünf Zentimeter mehr Bodenfreiheit sowie optionalen Allradantrieb; damit käme man jenseits asphaltierter Straßen im Zweifelsfalle deutlich weiter als mit der ausgefuchsten ESP-Abstimmung des Peugeot 2008. Jener ist ausschließlich vorderradgetrieben zu haben und macht damit deutlich, dass 4x4-Ausflüge nicht zu seiner Lebensrealität zählen. Doch bekanntermaßen werden SUV nicht wegen ihrer Geländegängigkeit gekauft.

Fazit

Die zweite Generation des Dacia Duster ist nicht nur günstig, sondern sogar so gut, dass sie knapp den Sieg im Testergebnis erringt. Das Kostenkapitel geht ohnehin an den Discounter aus Rumänien.

Technische Daten

Dacia Duster TCe 130 Prestige Peugeot 2008 PureTech 130 Allure
Grundpreis 16.850 € 23.600 €
Außenmaße 4341 x 1804 x 1687 mm 4159 x 1739 x 1556 mm
Kofferraumvolumen 445 bis 1478 l 350 bis 1194 l
Hubraum / Motor 1332 cm³ / 4-Zylinder 1199 cm³ / 3-Zylinder
Leistung 96 kW / 131 PS bei 5000 U/min 96 kW / 130 PS bei 5500 U/min
Höchstgeschwindigkeit 191 km/h 199 km/h
0-100 km/h 10,4 s 10,2 s
Verbrauch 6,0 l/100 km 5,1 l/100 km
Testverbrauch 7,4 l/100 km 6,9 l/100 km
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