Diesel - Benziner (2)

Audi A4

Zwei Mal A4, zwei Mal 130 PS, zwei Mal ein hervorragendes Auto. Diesel oder Benziner? Die Wahl fällt schwer. Die Entscheidung dürfte wie so oft eine Frage des Geldes sein.

Sieger nach Punkten in diesem Vergleich ist der Diesel. Damit ist er aber nicht in jedem Fall automatisch der bessere Kauf – sein Charakter muss einem auch zusagen.

Der bestimmende Eindruck des Selbstzünders ist der vehemente Antritt schon knapp über Leerlaufdrehzahl, der gelassenes und doch allzeit zu einem Sprung in die Lücke bereites Fahren im unteren Drehzahlband erlaubt.

Herunterschalten? Überflüssig. Der Benziner kann dem beherzt gefahrenen Diesel nur mit Mühe folgen, muss in jedem Gang bis an den Begrenzer ausgequetscht werden. Aber er läuft deutlich leiser und dank seinen beiden Ausgleichswellen spürbar vibrationsärmer.

Den Diesel zum Selbstfahren, den Benziner für jene, die einen Chauffeur beschäftigen? Eine vielleicht nicht so verkehrte Antwort auf eine Frage, die sich in dieser Wagenklasse selten stellt. Den Diesel muss man mögen, auch den Geruch an den Fingern nach dem Tanken, das harte Geräusch nach dem Kaltstart und die trotz Zuheizer langsamer einsetzende Heizwirkung.

Der Diesel verbraucht je nach Fahrbetrieb zwischen drei und vier Liter des obendrein günstigeren Kraftstoffs weniger als der Benziner. Aber er kostet mit Sechsganggetriebe 1730 Euro mehr, die Versicherung ist teurer, das Kostenrisiko bei eventuellen Ausfällen der aufwendigen Dieseltechnik höher.

Der Benziner gewinnt das Kostenkapitel mit drei Punkten Vorsprung. Wer mehr als 20.000 Kilometer im Jahr zurücklegt und längst nicht mehr 100 Prozent Versicherungsprämie zahlt, macht eine ganz andere Rechnung auf. Es bleibt eine schwierige Entscheidung, auch für den Autor dieser Zeilen: Mit dem Diesel fährt er viel lieber, kaufen würde er aber wahrscheinlich doch den Benziner.

Zur Startseite
Audi A4
Artikel 0
Tests 0
Generationen 0
Alles über Audi A4