Doppeltest Audi TT 1.8 T gegen Alfa Romeo Spider 2.0

Bei Cabrios ist der Fahrspaß nicht unbedingt abhängig von einer hohen Motorleistung. Zum Beweis treten Audi TT 1.8 T gegen Alfa Romeo Spider 2.0 jeweils mit der 150 PS starken Basismotorisierung zum Doppeltest an.

Die Tachonadel hat die 200 km/h-Markierung längst passiert. Im Auto tobt ein wilder Orkan, der den Passagieren das Wasser in die
Augen treibt und ihre Trommelfelle malträtiert. Macht das Spaß?

Wer hier mit Ja antwortet, braucht nicht weiterzulesen. Denn in diesem Doppeltest geht es zwar nicht um die Entdeckung der Langsamkeit, aber um die wohl dosierte Anwendung von Motorleistung und Geschwindigkeit. 150 PS reichen für offene Zweisitzer durchaus.

Um diese Feststellung zu untermauern, sind Alfa Romeo Spider, mit dem 6200 Mark teuren Lusso-Paket aufgewertet, das Alufelgen, Klimaautomatik und Leder-Ausstattung beinhaltet, und Audi TT Roadster vorgefahren, angetrieben von 150-PS-Vierzylindermotoren, die ihre Kraft über ein Fünfganggetriebe an die Vorder-
räder weiterleiten. Sie sind jeweils 54 600 Mark teuer. Hier enden die Gemeinsamkeiten allerdings bereits.

Denn den Alfa bewegt ein Zweiliter-Saugmotor, der im Rahmen einer Modellpflege zwar gerade fünf PS eingebüßt hat, jetzt allerdings die Euro-3-Abgasnorm erfüllt. Eine Einstufung, die bei Audi bereits zur Geschich-
te gehört. Euro 4 ist hier wie auch die Zwangsbeatmung Standard. Neu am 1,8-Liter-Turbo-Aggregat ist übrigens nur das Motormanagement, die Hardware ist mit jener der 180-PS-Vari-
ante identisch.

Während bei der Motorkraft also Gleichstand herrscht, weisen die maximalen Drehmomentwerte Unterschiede auf. 210 Newtonmeter entwickelt der Audi-1,8-Liter. Verwertbar werden sie, wenn die Kurbelwelle mit gut 2000/min rotiert und das übliche Turbo-Loch überwunden hat. Mithin bei Drehzahlen, die den Alfa-Saugmotor noch recht müde wirken lassen. Kein Wunder, er ist ein Sportmotor, der erst richtig wach wird, wenn die Nadel des Drehzahlmessers die 4000-Markierung passiert. Mehr als 181 Newtonmeter sind allerdings nicht drin. Beim Durchzug ist der Alfa dem Audi unterlegen.

Nicht aber bei der Laufkultur. In diesem Punkt kann keiner der beiden einen Vorteil erzielen, die Vierzylinder machen ihre Sache einfach gut und mit einer angenehmen Leichtigkeit. Allein, der Alfa legt mehr Herz hinein, jubiliert fröhlich, kurz bevor der Drehzahlbegrenzer einsetzt, und überzeugt mit unverfälschtem Betriebsgeräusch. Die Kernigkeit, die sein Ton bei hohen Drehzahlen entwickelt, nimmt man ihm nicht übel. Der TT tönt im Vergleich merkwürdig synthetisch und damit bemüht sportlich.

Eine turbotypische Unart haben die Audi-Entwickler dem 150-PS-Motor abgewöhnt: Er schluckt nicht unverhältnismäßig. Denn der 1,8-Liter begnügt sich im Durchschnitt mit gut zehn L/100 km. Einen zahmen Gasfuß und eine wenig befahrene Landstraße vorausgesetzt, lassen sich mit dem Audi sogar Verbrauchswerte knapp über sieben L/100 km erzielen. Mit dem Spider lässt sich ähnlich sparsam
fahren, der durchschnittliche Testverbrauch liegt aber bei 10,8 L/100 km.

Leider sind einsame Landstraßen immer seltener zu finden, zumal solche mit engen Kurven. Auch wenn die gusseiserne Fan-Gemeinde des Hinterrad-Antriebs jetzt aufstöhnt: Genau hier machen die beiden Fronttriebler mächtig Spaß.

Wie die Schweiz haben sie sich äußerster Neutralität verschrieben und beginnen erst bei übertrieben hohen Kurvengeschwindigkeiten über die Vorderräder zu schieben. Die Lenkungen sind bei beiden wie die Schaltungen vergleichbar präzise. Unterschiede gibt es dennoch: Alfa-Volant und
-Schaltknüppel lassen sich etwas leichter bewegen, dafür sind beim Audi die Schaltwege kürzer. Die Anschlüsse zwischen den Gängen passen allerdings in jedem Fall. Beim Alfa ist die Getriebeabstufung insgesamt länger ausgelegt und verwässert so den sportlichen Eindruck.

Zu wellig sollte die Straße bei flottem Tempo nicht sein, denn die Karosserien verwinden sich spürbar und verderben dadurch gelegentlich den sauberen Kurvenstrich. Problematisch sind die leichten Versetzer allerdings nicht, und mit seinem serienmäßigen ESP verfügt der TT über eine zusätzliche Sicherheitsreserve. Wer die nicht nutzen möchte, nimmt etwas Tempo heraus, wenn die Straße stark vernarbt ist. In Anbetracht der sehr wirkungsvollen Bremsanlagen bereitet dies mehr Lust als Frust. Besonders im
Audi, weil hier der Druckpunkt des Bremspedals besser definiert ist.

Auf längeren Touren ist der TT der auffällig komfortablere Begleiter. Er federt besser, ohne ähnlich starke Aufbaubewegungen zuzulassen wie der vergleichsweise weich abgestimmte Alfa, und er erzittert nicht nach jeder Bodenunebenheit bis ins Lenkrad.

Auch beim Sitzkomfort brilliert der TT durch die vielfältig justierbaren Sitze und das in zwei Ebenen verstellbare Lenkrad. Zumindest für große Personen ist die hohe Position im Alfa dagegen immer ein Kompromiss, den die Bestuhlung zusätzlich verschlechtert. Sie ist zwar optisch sehr ansprechend gestaltet, aber so unglücklich geformt, dass daneben die Sitze des Audi wie vom Orthopäden empfohlen wirken.

Bei geschlossenem Verdeck bietet der Audi darüber hinaus auch noch
erheblich mehr Kopffreiheit, bestraft seine Passagiere aber mit seiner umständlichen Verdeckabdeckung. Der Spider verbirgt sein Dach, wenn es nicht gebraucht wird, unter einer Klappe. Hier gibt es kein Gebastel und keine losen Teile. Erst so macht ein automatisches Verdeck Sinn.

Den besseren Windschutz beim Offenfahren bietet überraschenderweise der Spider, zumal mit geschlossenen Seitenscheiben auf ein Windschott verzichtet werden kann. Trotz hochgezogener Bordwände zieht es im Audi stärker, und geschlossene Fenster bringen nur wenig Besserung. Das Windschott (851 Mark Aufpreis) lässt sich elektrisch versenken, kann aber in der Wirkung nicht voll überzeugen.

Obwohl bei Roadstern von untergeordneter Bedeutung: Nach nackten Messwerten hat der Audi den größe-ren Kofferraum. Dafür stellt der Alfa aber hinter den Sitzen zusätzlichen Platz zur Verfügung. Für einen Urlaub mit leichtem Gepäck reicht es bei
beiden Roadstern aber allemal. Ein Urlaub, der bei beiden schon dies-
seits der 200 km/h-Grenze beginnt, der sich aber im geräumigeren und agileren Audi angenehmer verleben lässt als im Alfa.

Karosserie-Check

Fazit

1. Audi TT Roadster 1.8 T
519 Punkte

Der TT ist in nahezu jeder Hinsicht das bessere Auto, das gilt für die messbaren, aber auch für viele sub- jektive Eindrücke. Seine Grundausstattung ist jedoch mager, und er wirkt neben dem üppigen Alfa klein und nüchtern.

2. Alfa Romeo Spider 2.0 TS L
457 Punkte

bietet viel Auto fürs Geld und einen sehr gelungenen Vierzylindermotor. Eine steifere Karosserie wäre wünschenswert. Wie bei früheren Tests verhindern viele kleine Unzulänglichkeiten ein besseres Abschneiden.

Technik-Check

Fazit

1. Audi TT Roadster 1.8 T
519 Punkte

Der TT ist in nahezu jeder Hinsicht das bessere Auto, das gilt für die messbaren, aber auch für viele sub- jektive Eindrücke. Seine Grundausstattung ist jedoch mager, und er wirkt neben dem üppigen Alfa klein und nüchtern.

2. Alfa Romeo Spider 2.0 TS L
457 Punkte

bietet viel Auto fürs Geld und einen sehr gelungenen Vierzylindermotor. Eine steifere Karosserie wäre wünschenswert. Wie bei früheren Tests verhindern viele kleine Unzulänglichkeiten ein besseres Abschneiden.

Preise

Fazit

1. Audi TT Roadster 1.8 T
519 Punkte

Der TT ist in nahezu jeder Hinsicht das bessere Auto, das gilt für die messbaren, aber auch für viele sub- jektive Eindrücke. Seine Grundausstattung ist jedoch mager, und er wirkt neben dem üppigen Alfa klein und nüchtern.

2. Alfa Romeo Spider 2.0 TS L
457 Punkte

bietet viel Auto fürs Geld und einen sehr gelungenen Vierzylindermotor. Eine steifere Karosserie wäre wünschenswert. Wie bei früheren Tests verhindern viele kleine Unzulänglichkeiten ein besseres Abschneiden.

Ersatzteile

Fazit

1. Audi TT Roadster 1.8 T
519 Punkte

Der TT ist in nahezu jeder Hinsicht das bessere Auto, das gilt für die messbaren, aber auch für viele sub- jektive Eindrücke. Seine Grundausstattung ist jedoch mager, und er wirkt neben dem üppigen Alfa klein und nüchtern.

2. Alfa Romeo Spider 2.0 TS L
457 Punkte

bietet viel Auto fürs Geld und einen sehr gelungenen Vierzylindermotor. Eine steifere Karosserie wäre wünschenswert. Wie bei früheren Tests verhindern viele kleine Unzulänglichkeiten ein besseres Abschneiden.

Fazit

1. Audi TT Roadster 1.8 T
519 Punkte

Der TT ist in nahezu jeder Hinsicht das bessere Auto, das gilt für die messbaren, aber auch für viele sub- jektive Eindrücke. Seine Grundausstattung ist jedoch mager, und er wirkt neben dem üppigen Alfa klein und nüchtern.

2. Alfa Romeo Spider 2.0 TS L
457 Punkte

bietet viel Auto fürs Geld und einen sehr gelungenen Vierzylindermotor. Eine steifere Karosserie wäre wünschenswert. Wie bei früheren Tests verhindern viele kleine Unzulänglichkeiten ein besseres Abschneiden.

Technische Daten
Audi TT Roadster 1.8 T Alfa Romeo Spider 2.0 T.Spark L
Grundpreis 29.400 € 29.240 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4041 x 1764 x 1349 mm 4285 x 1780 x 1315 mm
KofferraumvolumenVDA 220 l 147 l
Hubraum / Motor 1781 cm³ / 4-Zylinder 1970 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 110 kW / 150 PS bei 5700 U/min 110 kW / 150 PS bei 6300 U/min
Höchstgeschwindigkeit 214 km/h 210 km/h
0-100 km/h 8,9 s 9,6 s
Verbrauch 8,2 l/100 km 9,2 l/100 km
Testverbrauch 10,2 l/100 km 10,8 l/100 km
Alle technischen Daten anzeigen
Noch nicht registriert?

Erstellen Sie jetzt Ihr kostenloses Profil und profitieren Sie als registrierter Nutzer von folgenden Vorteilen:

  • Exklusiver Zugriff auf alle Test- und Messdaten der Redaktion
  • 360°-Ansichten von Autos
  • Schneller PDF-Kauf
Kostenlos anmelden
Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
Top Aktuell Kia Ceed Sportswagon 1.4 T-GDI Platinum Edition, Skoda Octavia Combi 1.5 TSI ACT Style, Exterieur Kia Ceed Sportswagon 1.4 und Skoda Octavia Combi 1.5 Kompaktklasse-Kombis im Test
Beliebte Artikel Mini Countryman Cooper D All4, VW T-Roc 2.0 TDI 4Motion Style, Exterieur VW T-Roc gegen Mini Countryman Kleine Diesel-SUV im Test Mazda 2 G 115, Skoda Fabia 1.0 TSI, VW Polo 1.0 TSI, Exterieur Mazda 2, Skoda Fabia und VW Polo im Test Wer liegt im Stadtrummel vorn?
Gebrauchtwagen Angebote
Anzeige
Sportwagen TVR Griffith TVR Griffith Verzögertes Comeback mit 507 PS Mini John Cooper Works 2019 Mini John Cooper Works (2019) Neuauflage für Coupé und Cabrio
Allrad Mercedes GLE 2019 Weltpremiere Mercedes GLE (W167) Luxus-SUV ab 65.807 Euro Mercedes G 350 d Fahrbericht Hochgurgl / Timmelsjoch Winter 2018 Mercedes G 350d Fahrbericht Mit dem G im Schnee
Oldtimer & Youngtimer Porsche 911 (996) Carrera Coupe Porsche 911 (996) Kaufberatung Probleme des Schnäppchen-Elfer Aston Martin Heritage EV Concept Aston Martin Heritage EV Concept Elektroantrieb für Klassiker
Promobil Weihnachtskalender 2018 Tür 19 Mitmachen und gewinnen Pfeffermühle von Peugeot Jochen Hörnle - Freifahrtschein Ausnahme in Großstädten Übergangsfrist für Diesel-Fahrverbot
CARAVANING Weihnachtskalender 2018 Tür 19 Mitmachen und gewinnen Pfeffermühle von Peugeot Vakantiepark Delfte Hout Campingplatz-Tipp Südholland Stadtcamping im Grünen