Doppeltest BMW Z3 M Roadster gegen BMW Z8

Kraft haben BMW M Roadster und Z8 mehr als genug. Hier enden die Gemeinsamkeiten aber auch schon weitgehend. Der Vergleichstest zeigt, welcher offene Zweisitzer der bessere Roadster ist.

Agent müsste man sein. Außer den weiblichen Gegenspielerinnen spricht für diesen Beruf ganz entschieden das Angebot an Dienstwagen. Denn als Angehöriger des britischen Geheimdienstes durfte James Bond zwei BMW Roadster lange vor der eigentlichen Markteinführung fahren – offensichtlich im Rahmen letzter Tests, bevor die Autos an die Kundschaft ausgeliefert wurden. Dabei blieben leider so interessante Features wie Raketenwerfer oder Fernsteuerung per Zündschlüssel auf der Strecke. Sie finden sich weder im 94.600 Mark teuren M Roadster noch im Z8, der für 235.000 Mark angeboten wird. Ansonsten muss man auf nichts verzichten. Beim Z8 geht das Angebot so weit, dass keine Aufpreisliste existiert. Leder, Klimaanlage, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, Hardtop, elektro-hydraulisches Verdeck, Xenonlicht, Navigationssystem, Radioanlage und Telefon sind nur die wichtigsten serienmäßigen Extras des großen Cabriolets. Dabei ist jedoch nicht alles Gold, was glänzt. Das Verdeck ist beispielsweise nicht vollautomatisiert und muss zum Schließen ein Stück von Hand geführt werden. Kritik verdient auch, dass das geöffnete Dach nicht ohne eine Persenning gefahren werden darf. Ist diese erst einmal montiert, lässt sich das Windschott nicht mehr aufbauen. Die dafür notwendige Bastelei ist bester britischer Roadster-Standard von vor 30 Jahren und unterscheidet sich unwesentlich vom viel günstigeren M Roadster. Auch dessen Verdeck ist nur teilweise automatisiert. Immerhin kostet die Bedienhilfe keinen Aufpreis, und wer auf sie verzichtet, kann sogar 1300 Mark sparen. Weiterhin Standard im kleinen Zweisitzer sind 17-Zoll-Bereifung, Leder, Sitzheizung, Zentralverriegelung, eine umfangreiche Instrumentierung sowie eine Differenzialsperre. Elektronische Fahrstabilitätshilfen, wie sie der große Bruder in kritischen Situationen aktiviert, lassen sich nicht ordern. Auf trockener Straße ist dies auch weitgehend unnötig. Trotz seines bärenstarken Reihensechszylinders im Bug, der 321 PS an die Hinterräder liefert, benimmt sich der M-Roadster erfreulich berechenbar. Er verhält sich tendenziell untersteuernd, reagiert allerdings bei provozierten Lastwechseln übersteuernd. Kontrollierte Heckschwenks lassen sich leicht einleiten, sollten aber lediglich auf abgesperrten Strecken vorgeführt werden. Nässe macht das Fahrverhalten erwartungsgemäß kritischer, ändert jedoch prinzipiell wenig.

Übersicht:
Technische Daten
BMW Z8 Roadster BMW M Roadster
Grundpreis 127.000 € 48.368 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4400 x 1830 x 1317 mm 4025 x 1740 x 1266 mm
KofferraumvolumenVDA 203 l 165 l
Hubraum / Motor 4941 cm³ / 8-Zylinder 3201 cm³ / 6-Zylinder
Leistung 294 kW / 400 PS bei 6600 U/min 236 kW / 321 PS bei 7400 U/min
Höchstgeschwindigkeit 250 km/h 250 km/h
0-100 km/h 5,1 s 5,1 s
Verbrauch 14,5 l/100 km 11,1 l/100 km
Testverbrauch 15,6 l/100 km 12,3 l/100 km
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