Doppeltest Honda CR-V 2.0i gegen Toyota RAV4 2.0

Mit Allradantrieb und hochbeinigem Offroad-Look zielen der neue Toyota RAV4 und der Honda CR-V auf lifestyle-orientierte Kunden, die ein Auto mit hohem Gebrauchswert für ihre abwechslungsreichen Freizeit-Aktivitäten suchen.

Automobile spiegeln seit je- her den Zeitgeist und die Mode ihrer Epoche wider. Kein Wunder also, wenn in einer Zeit, in der ursprünglich als
robuste Arbeitskluft vorgesehene Kleidungsstücke wie Jeans und Cargo-Hosen salonfähig sind, auch Geländewagen ih-
ren hemdsärmeligen Arbeits­tier-Charakter abstreifen und sich stadtfein machen.

So gesehen sind die Freizeit-Offroader vom Schlage eines Toyota RAV4 und Hon-
da CR-V mit Designer-Jeans vergleichbar, die trotz ihrer
Gemeinsamkeiten mit den Vor-
bildern – hier der gleiche
Stoff wie die Arbeitshosen von
Levi’s, da die hoch aufragen-
de Karosserie, der Allradan-trieb und die grob profilierten Geländereifen – weitaus häufiger in der Stadt anzutreffen sind als auf freiem Feld.

Für den harten Offroad-Einsatz sind beide ohnehin nicht vorgesehen. Denn dazu fehlt die Geländereduktion für steile Bergauf- und Bergab-Passagen ebenso wie Differenzialsper-ren an den Achsen. Der Honda fährt außerdem in der Regel nur mit Frontantrieb. Erst wenn die Vorderräder durchdrehen, wird über eine Öldruck betätigte
Lamellenkupplung der Kraftschluss zu den Hinterrädern hergestellt.

Alle vier Räder permanent treibt dagegen der Toyota an. Ein Zentraldifferenzial verteilt die Antriebskraft im Normalfall gleichmäßig auf beide Achsen. Drehen die Räder einer Ach-
se durch, sorgt eine zentrale
Viscosperre für eine variable Kraftverteilung auf die Achse, deren Räder den besseren Grip haben.

Der Vorgänger verfügte über ein sperrbares Zentral-
differenzial und ein selbstsperrendes Torsendifferenzial an der Hinterachse. Toyota hat aber nicht nur den Allradantrieb nach rund sechs Jahren Laufzeit verändert, sondern auch das Blechkleid des RAV4 neu zugeschnitten.

Mit den klaren Karosserie-linien und den markanten Scheinwerfern ist er optisch voll auf der Höhe der Zeit. Dagegen wirkt das Styling des seit 1997 angebotenen und seitdem nur leicht überarbeiteten CR-V langweilig und bieder.

Fazit

1. Toyota RAV4 2.0 Special
597 Punkte

Der Funcruiser von Toyota macht seinem Namen alle Ehre. Mit seinen überraschend agilen Fahreigenschaften und dem spritzigen Motor bereitet er viel Fahrspaß. Auch die Alltagstauglichkeit kommt nicht zu kurz. Das Platzangebot ist ausreichend, der Innenraum variabel. Abstriche müssen aber beim Federungskomfort gemacht werden. Nicht mehr zeitgemäß ist der hohe Verbrauch.

2. Honda CR-V 2.0i ES
549 Punkte

Dass der CR-V das ältere Auto ist, spürt man deutlich. Das Fahrverhalten ist im Vergleich zum Toyota RAV4 behäbig und schwerfällig, die Lenkung unpräzise. Die lange Übersetzung des fünften Ganges hemmt das Temperament des brummigen Motors. Vorteile verbucht der Honda CR-V beim geringfügig sparsameren Verbrauch und beim günstigeren Preis.

Übersicht:
Technische Daten
Toyota RAV4 2.0 4x4 Special Honda CR-V 2.0 ES
Grundpreis 25.435 € 24.005 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4200 x 1735 x 1680 mm 4530 x 1750 x 1675 mm
KofferraumvolumenVDA 400 bis 1365 l 374 bis 668 l
Hubraum / Motor 1998 cm³ / 4-Zylinder 1973 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 110 kW / 150 PS bei 6000 U/min 108 kW / 147 PS bei 6300 U/min
Höchstgeschwindigkeit 185 km/h 177 km/h
0-100 km/h 10,1 s 10,1 s
Verbrauch 8,8 l/100 km 9,7 l/100 km
Testverbrauch 11,2 l/100 km
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