Doppeltest Mercedes CLK 230 K Cabrio gegen Volvo C70 Cabrio 2.4 T

Das neue Volvo C70 2.4 T Cabriolet bereichert die Kategorie der viersitzigen offenen Mittelklasseautos um eine attraktive Variante. Es trifft auf das etablierte, soeben mit einem dezenten Facelift aufgefrischte Mercedes CLK 230 K Cabriolet.

Ihren Erfolg verdanken viersitzige Cabrios nur teilweise der verlockenden Möglichkeit, dass mehr als zwei Personen gleichzeitig das Offenfahren genießen können. Denn für die Fondpassagiere ist das Vergnügen meist nur von kurzer Dauer: Sie sind weitgehend ungeschützt dem Fahrtwind ausgesetzt, was sie nach kurzer Zeit häufig als lästig empfinden.

Das wissen natürlich auch die Cabrio-Käufer, und trotzdem wollen sie nicht alle einen offenen Sportwagen. Die beiden Sitze im Fond schätzen viele ganz schlicht als praktischen zusätzlichen Stauraum zum meist kleinen Kofferabteil, Familienvätern dienen sie häufig als willkommenes Alibi. Sowohl im Volvo als auch im Mercedes gibt es hinten genügend Platz, um über kurze Strecken auch zwei Erwachsene bequem zu transportieren. Im C70 haben sie mehr Beinund bei geschlossenem Verdeck mehr Kopffreiheit als im CLK, zudem sitzen sie auf den weichen Polstern kommoder und haben besseren Halt.

Ein so genanntes Easy- Entry-System erleichtert in beiden Autos den Einstieg nach hinten. Nach dem Umklappen der Lehne fährt der Sitz im CLK automatisch vor und später wieder nach hinten. Im Volvo muss man ihn manuell vorschieben. Hier erweist sich das Zurückziehen in die ursprüngliche Position als umständlich, weil dabei die Lehne nach vorne gedrückt werden muss.

Dank vielfältiger Einstellmöglichkeiten finden Fahrer jeder Statur in beiden Cabrios auf Anhieb eine bequeme Sitzposition. Im Volvo in weichem Gestühl mit Clubsesselcharakter, aber schwer erreichbarem Rad zur Lehnenjustierung, im Mercedes auf straffen Polstern mit guter Seitenführung. Das Ambiente innen ist jeweils eher nüchtern und funktionell, wobei Mercedes jetzt auf dunkle Holzzierteile aus Vogelahorn statt auf billig wirkendes Kohlefaserimitat setzt. Im Zuge des Facelifts, äußerlich an Blinkern in den Spiegeln und den in Wagenfarbe lackierten Schwellern, Stoßleisten und Schürzen erkennbar, erhalten nun alle CLK unter anderem elektrische Sitzverstellung (ohne Lehne), Autoradio, Multifunktionslenkrad und Tempomat serienmäßig. Mit übersichtlicher angeordneten Bedienungselementen, praktischeren Ablagen wie etwa den größeren Boxen in den Türen und der etwas umfangreicheren Ausstattung verschafft sich der Mercedes leichte Vorteile.

Fazit

1. Mercedes CLK 230 Cabriolet
602 Punkte

Ausgewogene Allroundeigenschaften machen den Mercedes zu einem ausgezeichneten Cabriolet. Er gewinnt fünf Wertungen und sichert sich damit verdient einen klaren Punktsieg. Mit seiner hohen Verwindungssteifigkeit legt er die Grundlagen für hervorragende Fahreigenschaften, agiles Handling und guten Komfort. Einzige Kritik: Auch sein Preis ist nicht von schlechten Eltern.

2. Volvo C70 2.4 T Cabriolet
573 Punkte

Der neue offene Volvo, im Vergleich zum CLK die stattlichere Erscheinung, kann nur im Antriebskapitel trotz des höheren Verbrauchs einen Sieg erringen. Sein Soft-Turbomotor läuft kultiviert und gefällt durch homogene Leistungsentfaltung, die keine Spur von Turboloch zeigt. Geringe Karosseriesteifigkeit, die stößige Lenkung und das Vorderachs-Poltern sind störende Schwachpunkte.

Übersicht:
Technische Daten
Mercedes CLK 230 Kompressor Cabriolet Sport Volvo C70 2.4T Cabrio
Grundpreis 39.145 € 39.200 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4567 x 1722 x 1380 mm 4716 x 1817 x 1429 mm
KofferraumvolumenVDA 237 bis 350 l 262 l
Hubraum / Motor 2295 cm³ / 4-Zylinder 2435 cm³ / 5-Zylinder
Leistung 142 kW / 193 PS bei 5300 U/min 142 kW / 193 PS bei 5100 U/min
Höchstgeschwindigkeit 230 km/h 220 km/h
0-100 km/h 9,1 s 8,9 s
Verbrauch 10,1 l/100 km 9,8 l/100 km
Testverbrauch 11,0 l/100 km 11,8 l/100 km
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