Doppeltest Skoda Octavia Combi 1.9 TDI 4x4 gegen VW Golf Variant 1.9 TDI 4motion

Kombis mit Dieselmotor und Allradantrieb sind selten. In der unteren Mittelklasse hält der VW-Konzern zwei dieser ökonomischen Nutztiere bereit, den VW Golf Variant TDI 4motion und den Skoda Octavia Combi TDI 4x4. Gleicher Stall, gleiche Technik, gleiche Leistung - auch gleiches Ergebnis?

Auf die Frage, was man denn fahre, wird man nicht gerade mit Begeisterung antworten: Skoda Octavia 4 T 4. Viel leichter und auch imageträchtiger käme da doch VW Golf über die Lippen, angehängt das Marketing-Kunstwort, das man Formoschen ausspricht und sich mit seinem Zahlen- und Zif-
fernanteil emotionsgeladen an das Wagenheck schmiegt.

Das spröde 4 T 4 in der
Skoda-Typologie zeigt in seiner Versachlichung der gleichen Angelegenheit, nämlich eines identischen permanenten Vierradantriebs, wie die geistige Ausrichtung der VW-Tochter aus der ehemaligen Tschechoslowakei erfolgt, nämlich nüchtern. Der Golf Variant-Käufer soll bei allem Nutzwert mit mehr Seele beim Geschäft
mit dem Allradantrieb sein. 4motion – das signalisiert nicht
nur gute Traktion und siche-
res Durchkommen, sondern auch einen gewissen Über-fluss, der sich den Luxus von vier angetriebenen Rädern selbst auf einer sonnendurchglühten Autobahn Mitte August erlaubt.

Mit jenen 90 PS, die der massenhaft produzierte 1,9 Liter große Konzerndirekteinspritzer leistet, beginnt das Allradvergnügen. Doch baugleicher Radstand, gleiche Bodengruppe und die gleiche Art der Kraftübertragung können und sollen nicht verhindern, dass der optische Auftritt der beiden Technikbrüder völlig different ist.

Für diesen Effekt ist in
erster Linie ein Längenplus von elf Zentimetern verantwortlich. Der Octavia erscheint wie ein Großkombi, der Golf wesentlich kompakter. Es ist Geschmackssache, wie man lieber auftritt, doch es sprechen im Karosseriebereich auch ganz sachliche Dinge für den Volkswagen, der nicht aus Wolfsburg stammt.

Vor allem hinten gibt es
ein besseres Raumangebot, das sich durch mehr Knieraum und mehr Kopffreiheit dokumentiert. Vorn hat der Octavia bei praktisch gleichen Abmessungen ein besseres Raumgefühl zu bieten, schließlich hat er ein deutlich größeres Laderaumvolumen. Beim Skoda reicht es von 448 bis 1412 Liter bei
geklappter Rücklehne, der Golf kommt auf 360/1370.

Auch in der Zuladung hat der Skoda ein kleines Plus, in der Variabilität des Innenraums sind die Differenzen vernachlässigbar. In beiden Fällen müssen die Nackenstützen hinten beim Errichten der Ladefläche demontiert werden, und Brüder, die sie nun einmal sind, zeigen beide eine kleine Stufe in der Ladefläche. Keine Unterschiede in der Qualität und im so genannten Qualitätsgefühl.

Die Anmutung des Innenraums ist beim Golf freundlicher. Traditionell wirkt auch dieser teure Skoda im Interieur mit seinen Grautönen trist, die Bedienung unterscheidet sich praktisch nicht von der des Golf und entbehrt erfreulicherweise aller möglichen Rätsel.

Beim Golf liegt das auch daran, dass in der getesteten Basisversion nicht allzuviel
geliefert wird, aber der in
der aufwendigeren SLX-Version gefahrene Skoda lässt sich ebenfalls nicht vom tugend-haften Pfad der Überschau-
barkeit abbringen. Im Ausstattungskapitel sammelt der Octavia Punkte – er besitzt
gegenüber dem Basis-Golf nicht nur serienmäßig Leichtmetallfelgen, Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber und beheizbare Vordersitze, sondern gar eine Klimaanlage.

Auch die besseren Sitze sprechen für den Skoda. Sie
haben dem Golf-Mobiliar in
erster Linie die bessere Seitenführung, dann aber auch eine größere Beinauflage und eine angenehm straffe Polsterung voraus. Dass der Golf Variant dennoch im Komfortbereich nicht schlechter abschneidet, verdankt er in erster Linie seinen ungewöhnlich ausgewogenen Federungseigenschaften. Mit einem geschmeidigen Abrollkomfort und sehr gutem Schluckvermögen vor allem auf kleineren Unebenheiten gibt er sich im Vergleich zum Skoda Octavia deutlich komfortabler, ohne dass der
freundliche Bruder aus Tschechien unkomfortabel wäre. Auch dieser besitzt einen ausgewogenen Basiskomfort, mit dem man auf längeren Strecken sehr gut leben kann.

Vorn brummt es da wie dort, bei höherem Tempo eher zufrieden, beim Durchschalten der Gänge etwas knurrend. Auf der Autobahn schnüren sie bei moderaten Phonwerten mit 150 oder 160 km/h dahin, der Golf mit dem gleichen Innengeräuschpegel, wie er beim Skoda Octavia registriert wird. Die grundsätzlich kernigen Verbrennungstöne werden dann durch Wind- und Laufgeräusche zurückgedrängt.

Auch in der Zuladung hat der Skoda ein kleines Plus, in der Variabilität des Innenraums sind die Differenzen vernachlässigbar. In beiden Fällen müssen die Nackenstützen hinten beim Errichten der Ladefläche demontiert werden, und Brüder, die sie nun einmal sind, zeigen beide eine kleine Stufe in der Ladefläche. Keine Unterschiede in der Qualität und im so genannten Qualitätsgefühl.

Die Anmutung des Innenraums ist beim Golf freundlicher. Traditionell wirkt auch dieser teure Skoda im Interieur mit seinen Grautönen trist, die Bedienung unterscheidet sich praktisch nicht von der des Golf und entbehrt erfreulicherweise aller möglichen Rätsel.

Beim Golf liegt das auch daran, dass in der getesteten Basisversion nicht allzuviel
geliefert wird, aber der in
der aufwendigeren SLX-Version gefahrene Skoda lässt sich ebenfalls nicht vom tugendhaften Pfad der Überschau-
barkeit abbringen. Im Ausstattungskapitel sammelt der Octavia Punkte – er besitzt
gegenüber dem Basis-Golf nicht nur serienmäßig Leichtmetallfelgen, Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber und beheizbare Vordersitze, sondern gar eine Klimaanlage.

Auch die besseren Sitze sprechen für den Skoda. Sie
haben dem Golf-Mobiliar in
erster Linie die bessere Seitenführung, dann aber auch eine größere Beinauflage und eine angenehm straffe Polsterung voraus. Dass der Golf Variant dennoch im Komfortbereich nicht schlechter abschneidet, verdankt er in erster Linie seinen ungewöhnlich ausgewogenen Federungseigenschaften. Mit einem geschmeidigen Abrollkomfort und sehr gutem Schluckvermögen vor allem auf kleineren Unebenheiten gibt er sich im Vergleich zum Skoda Octavia deutlich komfortabler, ohne dass der
freundliche Bruder aus Tschechien unkomfortabel wäre. Auch dieser besitzt einen ausgewogenen Basiskomfort, mit dem man auf längeren Strecken sehr gut leben kann.

Vorn brummt es da wie dort, bei höherem Tempo eher zufrieden, beim Durchschalten der Gänge etwas knurrend. Auf der Autobahn schnüren sie bei moderaten Phonwerten mit 150 oder 160 km/h dahin, der Golf mit dem gleichen Innengeräuschpegel, wie er beim Skoda Octavia registriert wird. Die grundsätzlich kernigen Verbrennungstöne werden dann durch Wind- und Laufgeräusche zurückgedrängt.

Fazit

1. VW Golf TDI 4motion
588 Punkte

Der Vorsprung des Golf ist klein, speziell bei der Eigenschaftswertung, was bei der technischen Verwandtschaft der beiden Konkurrenten nicht verwundert. Befriedigende Fahr- leistungen und Genügsamkeit im Treibstoffverbrauch markieren keine großen Differenzen zum Skoda, eher ein Plus an Federungskomfort und vor allem das serien-mäßige Stabilitäts-programm ESP, das hohe Fahrsicherheit auch bei unrealistischeren Fahrma- növern gewährleistet.

2. Skoda Octavia Combi TDI
581 Punkte

Der Volkswagen aus Tchechien ist kein wahrer Verlierer, sondern ein echter Zweiter. In der geprüften SLX-Version ist er dem billigeren Golf in der Ausstattung überlegen, und gleiches gilt auch für das Raumangebot. Vor allem das Ladevolumen ist großzügiger, dazu kommen die besseren Sitze. Im Federungskomfort schneidet der Skoda etwas schlechter ab, ebenso in der Fahrsicherheit. ESP ist auch gegen Aufpreis nicht lieferbar. Auch die Handlichkeit ist schlechter.

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Technische Daten
Skoda Octavia Combi TDi 4x4 SLX VW Golf Variant TDI 4Motion
Grundpreis 20.861 € 19.950 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4511 x 1731 x 1473 mm 4397 x 1735 x 1485 mm
KofferraumvolumenVDA 448 bis 1412 l 360 bis 1370 l
Hubraum / Motor 1896 cm³ / 4-Zylinder 1896 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 66 kW / 90 PS bei 4000 U/min 66 kW / 90 PS bei 3750 U/min
Höchstgeschwindigkeit 173 km/h 177 km/h
0-100 km/h 14,6 s 14,9 s
Verbrauch 5,7 l/100 km 5,7 l/100 km
Testverbrauch 7,1 l/100 km 6,9 l/100 km
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