Drei Nobel-Offroader

Wucht-Perlen

Foto: Hans-Dieter Seufert 40 Bilder

Die neue Mercedes M-Klasse kann alles viel besser als der Vorgängertyp. Schiebt sich der 48.662 Euro teure ML 320 CDI in der Diesel-Klasse aber auch vor die talentierten Rivalen BMW X5 und VW Touareg?

Mehr als 620 000 Käufer können nicht irren. Eigentlich. Viele von ihnen hatten schlicht die Raumkapazität ihrer Allrad-TModelle gesprengt, sie wollten aber auch kein fahrbares Denkmal namens Mercedes G, also kauften sie seit 1997 die MKlasse und lernten, mit deren – nun ja – pragmatischem Finish und dem etwas lendenlahmen Handling zu leben.

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Vergleichstest Mercedes M-Klasse, BMW X5, VW Touareg
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Meistens waren sie mit ihrer Wahl ganz zufrieden. Dennoch sollten sie besser nicht gleich in die neue SUVGeneration aus Tuscaloosa steigen: Denn wahrscheinlich wollen sie danach nie wieder zurück in das alte, junge Auto, an das sie sich gerade gewöhnt haben. Der Neue ist geräumiger, eleganter, kultivierter. Und außerdem endlich so sorgfältig verarbeitet, wie sich das die Jünger des Sterns eigentlich vorstellen.

Das sieht nach dem Beginn einer Erfolgsgeschichte aus, wenn zum Anknüpfen an die alten Werte auch noch immer das Abkassieren für Alltägliches gehört – die Laderaumabdeckung ist so ein Fall (Aufpreis 133 Euro) oder die beheizbare Scheibenwaschanlage für 191 Euro extra. Das Studium der Mehrpreislisten zeigt aber auch, dass der Wettbewerb nicht anders operiert: Im Grundpreis eines BMW X5 oder VW Touareg ist lediglich eine manuell betätigte Klimaanlage enthalten, und das Basis-Radio des BMW spielt tatsächlich nur Cassetten ab. Das trauen sie sich in Stuttgart dann doch wieder nicht, zumal der Grundpreis eines ML 320 CDI – es sind 48 662 Euro – die Notierungen der Konkurrenz stolz überragt: Ein BMW X5 3.0d oder VW Touareg V6 TDI ist gut 2000 Euro billiger.

Allerdings steht bei BMW das Automatikgetriebe extra auf der Rechnung, und wer seinen Mercedes wirklich zum entschlossenen Geröllheimer aufrüsten will, bezahlt 1914 Euro für das Offroad-Paket mit Geländereduktion, zwei Differenzialsperren und speziell konditionierter Luftfederung dazu.

Bei BMW gibt es nur den serienmäßigen x-Drive mit eher begrenztem Talent für abwegiges Terrain, bei VW gehört das Untersetzungsgetriebe mit Differenzialsperre zum Serienumfang. Weniger groß sind die Unterschiede in puncto Qualitätseindruck und Haptik:

Fazit

1. Mercedes ML 320 CDI
530 Punkte

Die neue M-Klasse überzeugt speziell mit ihrer Geräumigkeit, der Variabilität und ausgezeichneten Komforteigenschaften. Auch das Finish passt endlich zum Anspruch.

2. VW Touareg V6 TDI
494 Punkte

Verlierer-Typen sehen zwar anders aus, aber in fast allen Disziplinen bleibt der VW deutlich zurück. Er könnte gern etwas agiler sein - und auch sparsamer.

3. BMW X5 3.0d
478 Punkte

Kein Praktiker, der fahraktive X5, und auch der schlechtere Komfort kostet ihn Punkte. Kritisch: hohe Kaskoprämien, Euro 2-Einstufung, kein Rußpartikelfilter.

Übersicht: Drei Nobel-Offroader
Technische Daten
BMW X5 3.0d Mercedes ML 320 CDI VW Touareg V6 TDI Luftfederung
Grundpreis 48.100 € 53.550 € 52.175 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4667 x 1872 x 1715 mm 4780 x 1911 x 1779 mm 4754 x 1928 x 1726 mm
KofferraumvolumenVDA 465 bis 1550 l 551 bis 2010 l 555 bis 1525 l
Hubraum / Motor 2993 cm³ / 6-Zylinder 2987 cm³ / 6-Zylinder 2967 cm³ / 6-Zylinder
Leistung 160 kW / 218 PS bei 4000 U/min 165 kW / 224 PS bei 3800 U/min 165 kW / 225 PS bei 4000 U/min
Höchstgeschwindigkeit 210 km/h 215 km/h 208 km/h
0-100 km/h 9,9 s 9,4 s 9,8 s
Verbrauch 9,5 l/100 km 9,4 l/100 km 10,9 l/100 km
Testverbrauch 13,0 l/100 km 13,1 l/100 km 13,9 l/100 km
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