Einen für Vati, einen für Mutti...

Kombi-Vergleich: Opel Astra Caravan 2.0 DTI, Peugeot 307 Break HDi 90 und Toyota Corolla Combi 2.0 D-4D werben mit guten Argumenten um die Familie – sparsame Dieselmotoren, viel Platz, bezahlbare Preise.

Besonders der neue Peugeot 307 Break (19.400 Euro) nimmt seine Insassen sofort mit üppigem Raumangebot für sich ein. Vorn wie hinten dürfen Knie gefahrlos gestreckt und Ellenbogen ausgefahren werden. Und wenn die Familie mal wieder Gepäck für drei Wochen in den Urlaub mitnehmen will: kein Problem. Dank üppigen 551 Kilogramm Zuladung (Opel: 411 kg, Toyota: 427 kg) und bis zu 1675 Liter maximalem Ladevermögen (Opel: 1500 Liter, Toyota: 1480 Liter) ist auch dafür Platz.

In Sachen Wendigkeit und Übersichtlichkeit holt sich der Astra (18.390 Euro) Punkte. Doch wehe, der Caravan wird voll beladen. Dann wird aus dem ruhig liegenden Familienmobil ein unangenehm ruckender und zuckender Hyper-Aktivling, der besonders die mit der zu kurzen Beinauflage kämpfenden Heckpassagiere malträtiert.

Wer im Corolla (20.055 Euro) hinten sitzt, kommt entspannter ans Ziel. Doch die polternde Vorderachse und der mäßige Abrollkomfort machen lange Reisen beschwerlicher als bei der Konkurrenz. Hinzu kommt die Kombination von zu weichen und schlecht verstellbaren Sitzen mit einer gewöhnungsbedürftigen Lenkradposition.

Ein Aha-Erlebnis ist da der 307. Besonders bei höheren Geschwindigkeiten bügelt er Unebenheiten geschmeidig glatt und lässt die Passagiere auf dem Rücksitz angenehm im Unklaren über den Fahrbahnzustand. Umso deutlicher ist dort jedoch eine kleine Kante im Heckgestühl spürbar.

Der per Partikelfilter rußbefreite 90-PS-Common-Rail-Diesel im 307 ist zwar sehr laufruhig, aber auf der Autobahn schlapp. Angesichts des gering ausgeprägten Temperaments lässt es sich verkraften, dass auch das ESP-Fahrwerk und die Lenkung treue und berechenbare Partner sind.

Dagegen ist der Astra mit seinem etwas anfahrschwachen Zweiliter-Motor geradezu ein Sprinter, der mit seinem Zehn-PS-Vorteil nicht hinter dem Berg hält. Lenkbefehle werden direkt umgesetzt und Kurven behände genommen. Dafür verlangt die hakelige Schaltung einen kräftigen Arm.

Zur Belohnung gönnt sich der Astra mit 7,7 Liter auch 0,6 Liter Diesel pro 100 km mehr als der 307. Der für einen Common-Rail-Diesel ungewöhnlich rau laufende Toyota-Motor genehmigt sich 7,4 Liter auf 100 Kilometer und steht trotz 90 PS den Fahrleistungen des Opel kaum nach. Seine leichtgängige Schaltung und der spontane Antritt machen ihn in dieser Hinsicht richtig sympathisch. Nicht ganz so erfreulich ist das nervöse und im Grenzbereich kräftig untersteuernde Fahrverhalten.

Die Bremsen der drei Kombis packen im kalten Zustand allesamt kräftig zu. Nur beim 307 kann es bei langen Passabfahrten im voll beladenen Zustand zu Fading kommen. Doch dieser Durchhänger kann dem preisgünstigen und in der Esplanade-Serie praxisgerecht ausgestatteten Peugeot den Sieg auch nicht mehr nehmen.

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Technische Daten
Peugeot 307 Break HDi 90 Esplanade Toyota Corolla 2.0 Combi D-4D linea sol Opel Astra Caravan 2.0 DTI Comfort
Grundpreis 19.400 € 20.055 € 18.390 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4419 x 1757 x 1533 mm 4385 x 1710 x 1500 mm 4288 x 1709 x 1465 mm
KofferraumvolumenVDA 503 bis 1675 l 402 bis 1480 l 480 bis 1500 l
Hubraum / Motor 1997 cm³ / 4-Zylinder 1995 cm³ / 4-Zylinder 1995 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 66 kW / 90 PS bei 4000 U/min 66 kW / 90 PS bei 4000 U/min 74 kW / 100 PS bei 4300 U/min
Höchstgeschwindigkeit 174 km/h 180 km/h 183 km/h
0-100 km/h 15,8 s 13,6 s 13,4 s
Verbrauch 5,5 l/100 km 5,9 l/100 km 5,9 l/100 km
Testverbrauch 7,1 l/100 km 7,4 l/100 km 7,7 l/100 km
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