Fiat Fiorino Qubo 1.3 Multijet Dynamic im Test

Kleiner Großtransporter

Fiat Fiorino Qubo 1.3 Multijet Dynamic Fiat Fiorino Qubo 1.3 Multijet Dynamic Fiat Fiorino Qubo 1.3 Multijet Dynamic Fiat Fiorino Qubo 1.3 Multijet Dynamic 5 Bilder

Mit seinem maximalen Stauvolumen von 2.500 Litern und dem günstigen Preis empfiehlt sich der Fiat Qubo als Familienauto. Wie schlägt sich der Italiener mit dem 75 PS-Diesel im Test?

An der gepäckintensiven Wochenend- Rallye zu den Neuerdings- Großeltern sind schon ganz andere gescheitert. Premium- Kompakte zum Beispiel verschluckten sich am Kinderwagen – man merkt schnell, dass Pragmatik mehr hilft als Premium und dass es so etwas wie einen zu großen Kofferraum nicht gibt. Der des Fiat Fiorino Qubo frisst einen geklappten Kinderwagen mit einem Happen auf und lässt noch Platz für den ganzen Kladderadatsch, der sonst noch mit muss.

Unkomfortables Fahrwerk

Anders als seine zwei baugleichen Kastenwagen-Cousins Peugeot Bipper und Citroën Nemo gibt es den Qubo auch in einer Pkw-Version. Praktischer wird es unter vier Meter nicht mehr – mit 329 bis 2.500 Liter Kofferraum, einer niedrigen Ladekante und zwei Schiebetüren. Vorn reicht der Platz locker für zwei, hinten für je einen Kindersitz links und rechts sowie einen dürren fünften Passagier dazwischen. Innen möbliert Fiat den Qubo auf dem Niveau moderner Kleinwagen und damit viel kuscheliger als früher bei Kastenwagen üblich. Dem übersichtlichen, leicht bedienbaren Cockpit geht jeder raue Lieferwagencharme ab. Es gibt sogar ein Lederlenkrad und eine wohl gut gemeinte, aber labberig-nichtsnutzige Klapp-Armlehne am Fahrersitz.

Der Qubo fährt sich zwar sicher, aber früh untersteuernd und schon wegen seines Übergewichts – er wiegt 1.346 Kilogramm, bleiben gerade 354 Kilo Zuladung – nicht so flitzig wie moderne Superminis. Deren Niveau erreicht er auch beim Fahrkomfort nicht.

Vor allem kurze Stöße filtert die bockige Federung so unzureichend, dass sie die Passagiere und das ganze kleine Auto durchrütteln. Wacker und turbopfeifend kämpft der Diesel mit 75 PS und 190 Nm gegen diesen Brocken, mehr als lethargische Fahrleistungen bringt er aber nicht zustande. In der Stadt und über Land lässt sich das kompensieren, wenn man eifrig durch die etwas wabbelig schaltbare Fünfgangbox zappt.

Hoher Verbrauch

Auf der Autobahn hilft auch das nicht mehr: Über die 120er- Markierung zittert sich die Tachonadel nur unter großer Anstrengung. In diesem Tempobereich fängt der kleine Diesel das Schlucken an – wobei schon der Durchschnitt von 6,7 Liter/100 km unverschämt wirkt, bedenkt man, dass ein 204 PS starker und 250 km/h schneller Mercedes C 250 CDI nur 0,6 Liter mehr verlangt. Der Diesel rentiert sich ohnehin nicht. Mit optionalem Rußfilter kostet er 2.200 Euro mehr als der 1,4-Liter-Benziner mit 73 PS. Das Geld lässt sich besser investieren, etwa in die 1.400 Euro teure Ausstattungsversion Dynamic.

Günstiger Transporter

Die lohnt schon wegen der serienmäßigen Klimaanlage, der Radiovorbereitung sowie der geteilt umklapp- und herausnehmbaren Rücksitzbank. Als 1.4 Dynamic liegt der Qubo bei 14.390 Euro. Dafür gibt es noch lange keinen Premium-Kompakten und kaum ein anderes Auto, mit dem sich jede noch so gepäckintensive Wochenend-Rallye zu den Neuerdings-Großeltern so souverän bewältigen lässt.

Vor- und Nachteile

Allgemein
  • Geräumiger, variabler Innenraum
  • sicheres Fahrverhalten
  • großes Ladevolumen
  • kräftige Bremsen
  • günstiger Basispreis
  • gute Ausstattung
  • Harte Federung
  • hoher Verbrauch
  • ESP und Kopfairbags nicht lieferbar
  • geringe Zuladung
Technische Daten
Fiat Qubo 1.3 16V Multijet Dynamic
Grundpreis 16.290 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 3959 x 1716 x 1721 mm
KofferraumvolumenVDA 330 l
Hubraum / Motor 1248 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 55 kW / 75 PS bei 4000 U/min
Höchstgeschwindigkeit 155 km/h
Verbrauch 4,4 l/100 km
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