Fiat Punto 75 ELX im Test

Auf den Punto gebracht

Fiat Punto 75 ELX

Während des 100.000 Kilometer-Marathons gefiel der Fiat Punto 75 ELX mit seinem großen Raumangebot. Doch chronische Getriebeprobleme,  Detailmängel und neun außerplanmäßige Werkstattbesuche trüben die Abschlußbilanz.

Wenn ein gewöhnlicher Autotest als kurze, dennoch intensive Begegnung zwischen Mensch und Maschine gelten darf, ist der 100 000 Kilometer- Dauertest bei auto motor und sport eine Bindung auf Jahre. Beim Fiat Punto 75 ELX brauchte die Redaktion 28 Monate, um den Kilometer-Marathon abzuspulen. Dabei trat der Punto im Mai 1994 bereits als Sieger an: Nach langer Zeit hatte mit ihm zum ersten Mal wieder ein Fiat-Modell – der 60 SX – einen Vergleichstest in auto motor und sport gewonnen (Heft 1/94).

Seitdem hat der Punto in Deutschland eine steile Karriere gemacht: Mit mehr als 60 000 Neuzulassungen lieferte sich der Fiat 1996 ein spannendes Duell mit dem Renault Mégane um den Titel des Importautos Nummer eins.

Für den Dauertest wählte auto motor sport den Punto 75 ELX mit Vier-Sensoren-ABS, Fahrer- und Beifahrer-Airbag, Diebstahlwarnanlage, Höhenverstellung für Fahrersitz und Lenkrad, Klimaanlage und Metallic- Lackierung. Diese Extras verteuerten den Grundpreis um 5630 Mark auf 27 940 Mark. Im Redaktions-Fuhrpark etablierte sich der metallic-grüne Testwagen vom ersten Kilometer an als Platzhirsch im besten Sinne. Mit seinen 3,77 Metern fällt der Punto zwar nur neun Zentimeter länger aus als das Vorgänger-Modell Uno, im Innenraum aber bietet er fast soviel Platz wie eine Mittelklasse- Limousine.

Eine große Klappe zeigte der Dauertest-Kandidat auch beim Kofferraum, der sich mit 275 Liter Ladevolumen selbst der sperrigen Ausrüstung der auto motor und sport-Fotografen oder dem Wochenend-Gepäck einer vierköpfigen Familie gewachsen zeigte. Mit umgeklappter Rücksitzlehne erhöht sich das Platzangebot sogar auf 1080 Liter – Raum, der sich im Redaktionsalltag für größere und kleinere Transporte sehr gut nutzen ließ, vor allem weil nach dem Vorklappen des Sitzteils ein ebener Boden zur Verfügung stand.

So großzügig sich der Dauertest-Kandidat einführte, so schnell sorgten aber auch kleine Auffälligkeiten und Mängel für Verdruß. Nach nicht einmal 1000 Kilometer Fahrt zeigte beispielsweise die in den Wagenschlüssel integrierte Fernbedienung erste Ausfallerscheinungen. Der Empfänger im Wagenhimmel mußte in der Werkstatt auf einen neuen Code programmiert werden, damit Zentralverriegelung und Alarmanlage wieder einwandfrei funktionierten. Wieder war es die Fernbedienung, die bei Kilometerstand 29 376 für Ärger sorgte. Diesmal ließ sich der Fiat wegen eines Elektronik-Defekts nicht mehr starten und mußte in die Werkstatt geschleppt werden. Dort wechselten die Mechaniker vorsorglich den gesamten Infrarot-Empfänger aus. Kostenpunkt: 554,35 Mark. Einziger Trost bei dieser Panne: Die Reparatur ging auf Garantie.

Schuld an einem außerplanmäßigen Werkstatt-Termin hatte auch das Getriebe: Bereits nach knapp 900 Kilometern ließen sich die Gänge aufgrund ungenügender Synchronisation schlecht schalten. Im Laufe der Zeit gesellten sich zu diesem Symptom laute Geräusche unter Last. Außerdem ließ sich die Kupplung nur noch mit enormem Kraftaufwand betätigen. Bei Kilometerstand 3375 war daher eine Getriebe-Teilüberholung erforderlich, bei der diverse Lager und Synchronteile ausgetauscht wurden. Die Reparaturkosten von 967,10 Mark gingen auf Garantie. Das chronische Getriebeleiden, so sollte der Fortgang des Dauertests zeigen, war damit aber nicht behoben. Denn kurze Zeit nach dem Werkstattbesuch setzten die Schaltprobleme und Laufgeräusche wieder ein. Im Rahmen einer Inspektion wurde das Getriebe bei Kilometerstand 15 951 erneut geprüft, um dann nach weiteren 2000 Kilometern ganz ausgetauscht zu werden.

Die dafür anfallenden Kosten von mehr als 2700 Mark wurden im Rahmen der Garantie von Fiat übernommen, doch wirft der frühe Ausfall dieses wichtigen Bauteils ein schlechtes Licht auf die Qualitätsbemühungen von Fiat.

Selbst das neue Getriebe brachte nur kurzzeitig Besserung. Die Kratz- und Mahlgeräusche kehrten im Laufe der Zeit wieder zurück und begleiteten die Punto-Fahrer bis zum Ende des Dauertests. „Nicht nur das Kratzen ist schlimm, sondern auch die ungenaue Schaltkulisse“, trug Testfahrer Rainer Schubert deshalb ins Bordbuch ein.

Für noch mehr Enttäuschung als die Tücken des Getriebes und der Elektronik sorgte vom ersten Tag an der Motor: Die 1,25 Liter-Maschine zeigte sich während der gesamten 100 000 Kilometer schlapp und durchzugsschwach wie selten ein Fiat-Motor zuvor.

Im täglichen Fahrbetrieb zwang die schlechte Elastizität zu hohen Drehzahlen, was wiederum den Geräuschpegel im Punto-Innenraum und auch den Benzinverbrauch erhöhte. Mit einem durchschnittlichen Testverbrauch von 8,1 Liter auf 100 Kilometer ordnete sich der Punto zwar nicht zu den Sparsamsten seiner Klasse ein, doch geht der Spritkonsum angesichts eines Leergewichts von 980 Kilogramm in Ordnung. Dies gilt allerdings nicht für die Fahrleistungen – hier konnte der angeblich 75 PS starke Italiener nicht überzeugen. Bei der Beschleunigung verfehlte der Testwagen gar die Hersteller- Angaben: So verstrichen für den Sprint von null auf Tempo 100 zu Beginn des Dauertests 14,1 Sekunden, am Ende des Dauertests 13,6 Sekunden. Fiat hingegen gibt beim 75 ELX zwölf Sekunden an.

Besonders gravierend fiel die Durchzugsschwäche des Motors an Autobahn-Steigungen auf. Hier mußte früh zurückgeschaltet werden. Ähnlich war die Situation bei Fahrten mit eingeschalteter Klimaanlage. Dann forderte der Kühlkompressor seinen Tribut: Die Motorleistung sackte noch weiter in den Keller.

Dennoch bereitet der kompakte Fronttriebler Fahrspaß. Dafür sorgen schon seine leichtgängige Servolenkung, die spielerische Handlichkeit sowie die gute Übersichtlichkeit. Mit diesen Stärken war das Revier des Punto die Stadt. Aber auch auf Landstraßen und Autobahnen wußte er zu überzeugen. Hier störte allenfalls das unruhige Fahrwerk, das die Karosserie auch auf ebener Fahrbahn immer wieder in Bewegung versetzt. Einträge ins Fahrtenprotokoll brachte dem Punto das nervige Motorruckeln ein. Diese Unart legte der Dauertest-Kandidat vor allem nach Kaltstarts an den Tag. Mit einem ungewöhnlichen Phänomen konfrontierte der Dauertestwagen seinen Fahrer bei Kilometer 9225: Bei Vollast blieb das Gaspedal hängen und ließ sich erst nach mehrmaligen Versuchen wieder befreien. Eine Überprüfung von Gaszug und -gestänge ergab, daß sich eine Gummimanschette gelöst hatte. Nach weiteren 1500 Kilometern trat dieselbe Erscheinung wieder auf, diesmal hing das Gaspedal auch im Teillast- Betrieb. Als Grund für dieses Übel entpuppte sich erneut eine Gaszug-Manschette – sie wurde in Eigenleistung entfernt, und der Fehler war behoben.

Gleich zweimal zeigte der Punto eine andere Auffälligkeit: Bei Kilometerstand 7426 und bei km 24 829 monierten seine Fahrer ein Zittern der Tachonadel. Diese Erfahrung deckt sich mit jener anderer Punto-Fahrer, wie die auto motor und sport-Aktion Car Check belegt. Hier gaben 4,1 Prozent der Punto-Besitzer diesen Fehler an. Beim Dauertest-Punto brachte eine neue Tachometerwelle Abhilfe. Fiat reagierte einige Zeit später und änderte dieses Teil im Mai 1996 in der Serienproduktion.

Größeren Ärger als durch die Tachowelle reklamieren die Car Check-Teilnehmer beim Fiat Punto aufgrund von Klapper- und Quietschgeräuschen: Mit 8,3 Prozent aller Nennungen führt dieser Faktor die Liste der Probleme im ersten Jahr nach dem Kauf an. Defekte an den Fensterhebern gaben 4,1 Prozent, Lackprobleme 3,3 und Fehlfunktionen der Alarmanlage 2,9 Prozent aller Punto-Fahrer bei Car Check an.

Der Dauertest-Kandidat in Diensten von auto motor und sport zeigte sich in diesen Punkten allerdings als Musterschüler. Lack- und Karosseriequalität wirkten über die gesamte Testdistanz solide. Und Knarz- und Knarrgeräusche – sonst negatives Erkennungsmerkmal früherer Fiat-Modelle – traten selbst gegen Ende des Dauertests nicht auf. Auch im Innenraum zeigte der Dauertest-Punto bis auf den leicht durchgesessenen Fahrersitz kaum Spuren von Verschleiß. Keine Schraube lockerte sich, sämtliche Kunststoffteile blieben in ihren Passungen, und die Bezüge der Sitze und Türverkleidungen erwiesen sich trotz oftmals wenig schonender Behandlung als schmutzresistent.

Von den insgesamt fünf Reifensätzen, mit denen auto motor und sport beim Punto Erfahrungen sammeln konnte, hinterließen der Uniroyal Rallye 380 (Sommer) und der Pirelli Winter 180 Performance den harmonischsten Eindruck. Bei ihnen war der Verschleiß sehr gering.

Gleiches läßt sich indes von den Bremsen nicht sagen: So mußten die vorderen Beläge zweimal (nach km 45 044 und km 92 389) erneuert werden. Nach gut der Hälfte des Dauertests waren auch Scheiben für die Vorderbremse fällig. Dafür, daß der Punto 75 ELX in der Endabrechnung nicht gerade billig ist, sorgt allein die lange Mängelliste. Ohne die Kosten für Kraftstoff, Öl und Reifen bleiben 3,7 Pfennig pro Kilometer. Damit ist der Punto nach den Erfahrungen von auto motor und sport im Unterhalt deutlich teurer als ein Opel Corsa , der sich mit 2,2 Pfennig vergleichsweise billig aus der Affäre zieht.

Daß Punto-Fahrer im Unterhalt viel bezahlen müssen, liegt auch an den Werkstattkosten. Im Durchschnitt 500 Mark für eine große und 250 Mark für eine kleine Inspektion markieren das obere Ende der Preisskala.

Mit Enttäuschung müssen Punto-Fahrer auch beim Wiederverkauf rechnen: Auf 11 100 Mark taxierte die Dekra den Fiat nach seinem 100 000 Kilometer- Marathon. Das ist verblüffend niedrig für einen Import- Bestseller in der populären Kleinwagen-Klasse.

So bleiben nach dem Dauertest gemischte Gefühle: Mit dem Punto bietet Fiat einen pfiffigen Kleinwagen mit angemessenem Verbrauch und solider Karosserie. Der Fortschritt gegenüber früheren Fiat-Modellen steckt in einer wesentlich verbesserten Qualität und in vielen durchdachten Details. Was die Dauertest-Bilanz nachhaltig trübt, sind neun außerplanmäßige Werkstattaufenthalte mit einer Standzeit von insgesamt zwölf Tagen. Hier muß Fiat noch einiges auf den Punkt bringen.

Bisher habe ich mit unserem Fiat Punto 75 ELX gut 3600 km zurückgelegt und bin mit ihm eigentlich zufrieden. Es ist ein kleines, handliches Stadtfahrzeug mit einem charakteristischen, angenehmen Design. Für einen Fiat finde ich die Verarbeitung eigentlich ganz ordentlich, obwohl bei genauerem Hinsehen zahlreiche Kleinigkeiten noch besser sein könnten, so das ständig laut knackende Dach oder das stark ruckelnde Gaspedal. Die Bremse ist ziemlich schwammig und spricht schlecht an, die Schaltung ist hakelig. Auch die quietschenden Türen passen schlecht zu einem modernen Auto.
Oliver Baumgartner, Zürich

Ich habe meinen Fiat Punto 75 im Juli 1994 neu gekauft und in der Zwischenzeit 50 000 km überwiegend auf Landstraßen damit zurückgelegt. Das Auto überzeugte hierbei mit seinem großzügigen Raumangebot, seiner im Vergleich zu dem vorher von mir gefahrenen Fiat Uno deutlich verbesserten Verarbeitungsqualität, einem angenehm straffen Fahrwerk und einem zwar nicht besonders elastischen, aber drehfreudigen und dabei sportlich-kernig klingenden Motor, der darüber hinaus nur etwa 6,5 Liter Benzin auf 100 Kilometer verbraucht. Allerdings trüben zahlreiche kleinere Mängel das Bild: Die extrem kratzempfindliche Armaturen-Verkleidung wirkt schon nach kurzer Zeit sehr unansehnlich. Der Ölverbrauch erhöht sich langsam, aber kontinuierlich mit zunehmender Laufleistung (momentan ca. 0,7 Liter auf 1000 km). Letzten Sommer brach eine Führungsschiene der linken Seitenscheibe, was zur Folge hatte, daß sich die Scheibe beim Schließen aus der Fahrertür gehebelt hat. Durch einen Kontaktfehler leuchteten bei gleichzeitiger Betätigung der Bremse und des rechten Blinkers sämtliche Rückleuchten gleichzeitig auf. Wenige Tage später brannten binnen 48 Stunden beide Glühbirnen der Bremsleuchten durch. Außerdem scheint die Zentralverriegelung kälteempfindlich zu sein: ImWinter fand ich mein abends verschlossenes Auto ab und zu am nächsten Morgen unverschlossen vor.
Thomas Kovar, Olching
 
Zu meinem Fiat Punto 75 ELX kann ich Ihnen nur Positives berichten. Das Auto ist jetzt zwei Jahre alt, 22 000 km gefahren und mußte lediglich einmal in dieser Zeit zur turnusmäßigen Durchsicht bei 15 000 km in die Werkstatt. Der Punto hat eine sehr exakte Lenkung, die sich durch die Servounterstützung besonders beim Einparken angenehm bedienen läßt. Das gleiche gilt für die Schaltung. Die Übersicht nach vorn ist etwas gewöhnungsbedürftig, weil man nicht sieht, wo die Karosserie beginnt. Die Sitze sind nicht zu weich, der Seitenhalt könnte aber besser sein.
Helmut C. Gast, Offenburg
 
Ich habe vor einem Jahr einen Fiat Punto 75 ELX als Neuwagen erworben. Meine Erfahrungen nach 30 000 km sind ausgesprochen gut. Im Alltag erweist sich der Punto als Allroundkünstler. Das Problem mit der zitternden Tachonadel kann ich bestätigen. Mein größtes Problem ist jedoch die Bremsanlage. Die beiden hinteren Trommeln waren nach 18 000 km verzogen und mußten ausgetauscht werden. Nach 23 000 km leckte eine der vorderen Bremszangen. In der Werkstatt wurden auch die Bremsbeläge und -scheiben ausgetauscht.
Mark Stäblein, München
 
Leider ist die Verarbeitungsqualität des Punto schlecht. Das elektrische Schiebedach erzeugt starke Windgeräusche, die auch nach dreimaligem Werkstattbesuch nicht abgestellt werden konnten. Außerdem ist nach 8000 km in den rechten Nebelscheinwerfer und in die Kennzeichenbeleuchtung Wasser eingedrungen. Die Infrarot- Fernbedienung funktioniert von zehn Versuchen zwei Mal, und die Schiebedach- Jalousie erzeugt nach 15 000 km die ersten Klappergeräusche. Was auf unebenen Straßen ebenfalls negativ auffällt, ist das polternde Fahrwerk, das Geräusche erzeugt, daß man meinen könnte, man hätte einen platten Reifen.
Markus Kirchberger, Irschenberg
 
Seit Februar 1996 fahre ich einen Punto 75 SX. Entscheidend für den Kauf war der günstige Kaufpreis bei sehr guter Ausstattung und guter passiver Sicherheit. Bisher bin ich 12 000 km gefahren, überwiegend auf Autobahnen und Landstraßen. Der Verbrauch liegt zwischen 6,5 und 8,5 Liter auf 100 Kilometer. Bisher mußte der Wagen einmal außerplanmäßig in die Werkstatt: Eine Mutter der Kupplungseinstellung hatte sich gelöst, dadurch verstellte sich das Kupplungsspiel. Die Werkstatt behob den Fehler in Minuten, gleichzeitig wurde die Fahrertür geölt, ohne daß ich darauf hinweisen mußte. Später wurde ein Sicherheitsgurt gewechselt, der beim Aufrollen klemmte. Weitere Problem traten bisher nicht auf. Die Verarbeitung ist gut, alles wirkt sehr solide, es gibt praktisch keine Klappergeräusche. Das Getriebe läßt sich nach dem Einfahren leicht und exakt schalten. Der Motor gefällt durch geringen Verbrauch, Laufruhe und Drehfreudigkeit. Leider ist die Elastizität nur befriedigend. Zu kritisieren sind die Original- Scheibenwischerblätter, welche von Beginn an schmierten, das Fehlen einer Wisch-Wasch-Automatik, leichtes Poltern des Fahrwerks und der zu geringe Seitenhalt der Sitze.
Henryk Meier, Waiblingen

Die Alarmanlage hat mich bei Kilometer-Stand 2840 bereits einmal ausgeschlossen. Da ich das Fahrzeug in einer Tiefgarage nicht mehr per Fernbedienung öffnen konnte, mußte es unter lautem Getöse mit dem Schlüssel entriegelt werden. Leider erklärte sich der Werkstattmeister meines Vertragshändlers, der seinen Sitz 1,5 km (!) vom Ort des Malheurs hatte, trotz der von mir geäußerten Dringlichkeit nicht bereit, seine Mittagspause zu unterbrechen um mir zu Hilfe zu kommen. Erst nach über einer Stunde Wartezeit in der Tiefgarage kam Hilfe von Fiat – der Austausch des defekten Infrarot- Empfängers erfolgte auf Garantie. Da sich das Fahrzeug beim Starten mitunter sehr schwer tat und nach kälteren Nächten gar nicht mehr anspringen wollte, wurde bei Kilometer-Stand 12 745 der Anlasser ausgetauscht. Bei 19 321 km versagte der Bremslichtschalter. Mein Punto verfehlt in der Höchstgeschwindigkeit die Werksangabe (170 km/h) um fast zehn km/h. Der Verbrauch – derzeit rund 7,8 Liter – könnte deutlich geringer ausfallen. Der Motor ist schlapp und wenig durchzugskräftig. Wer vorher einen Uno 1.5 i.e. mit 75 PS gefahren hat, wird bitter enttäuscht sein. Gerade der schwache Motor und die vielen kleinen Wehwehchen lassen erstmals konkrete Überlegungen aufkommen, daß dies der letzte Fiat ist.
Bernd O. Engelien, Sankt Augustin
 
Die Qualitäten des Punto offenbaren sich insbesondere im Stadtverkehr. Besonders erwähnenswert sind der geringe Verbrauch und das großzügige Innenraumvolumen. Bei Autobahnfahrten ist der Innenraumgeräuschpegel für ein Fahrzeug in dieser Klasse zu hoch, das Durchzugsvermögen insgesamt aufgrund des geringen Hubraums verhältnismäßig zu schwach. Der Motor meines Punto offenbarte sich im negativen Sinn als außergewöhnlich: Das Triebwerk nimmt häufig im kalten Zustand während der Fahrt kein Gas an.
Katharina Kreps, Schweinfurt

Abgastest: Der Fiat Punto wurde noch nach der alten europäischen Abgasvorschrift 91/ 441/EWG typgeprüft, die im Januar 1996 deutlich schärferen Anforderungen mit praktisch halbierten Limits gewichen ist.

Auch Autos mit höherer Laufleistung können die alten Grenzwerte erfahrungsgemäß meist ohne Probleme einhalten. Das gilt auch für den Fiat Punto. Die obligate Abgasmessung am Ende des Dauertests auf dem Rollenprüfstand des TÜV Bayern in München ergab folgende Werte (Serien-Grenzwerte jeweils in Klammer): Kohlenmonoxid (CO): 1,79 (3,16) Gramm pro Kilometer, Summenwert aus Stickoxiden (NOx) und Kohlenwasserstoffen (HC): 0,37 (1,13) Gramm pro Kilometer. Damit erzielte der Fiat Punto ein gutes Ergebnis.

Mängel im Überblick: Das Infrarot-Empfängerteil wurde nach 29 376 Kilometern wegen einer Funktionsstörung getauscht. Die Reparatur von 550 Mark ging auf Garantie. Nach 42 024 Kilometern mußte der Kupplungszug ersetzt werden,weil die Betätigung des Kupplungspedals einen großen Kraftaufwand erforderte. Weil sich der Punto schlecht schalten ließ, tauschte die Werkstatt nach 3375 Kilometern die Getriebelager. Die Kosten von 967 Mark gingen auf Garantie. Nach 17 600 Kilometern bekam der Punto ein neues Getriebe. Mit 2720 Mark machte diese Garantie-Reparatur den teuersten Posten in der Mängelliste aus.   

Zur Startseite
Technische Daten
Fiat Punto 75 ELX
Grundpreis 11.734 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 3770 x 1625 x 1460 mm
KofferraumvolumenVDA 275 bis 1080 l
Hubraum / Motor 1242 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 54 kW / 74 PS bei 6000 U/min
Höchstgeschwindigkeit 172 km/h
Verbrauch 7,0 l/100 km
Alle technischen Daten anzeigen
Noch nicht registriert?

Erstellen Sie jetzt Ihr kostenloses Profil und profitieren Sie als registrierter Nutzer von folgenden Vorteilen:

  • Exklusiver Zugriff auf alle Test- und Messdaten der Redaktion
  • 360°-Ansichten von Autos
  • Schneller PDF-Kauf
Kostenlos anmelden
Die neue Ausgabe als PDF
SUV 01/2019, Shibata R31 Roadhouse Suzuki Jimny Suzuki Jimny Tuning Monster Truck, G-Klasse-Kopie oder Land-Rover-Klon Kia Telluride Detroit Motor Show 2019 Kia Telluride SUV (2019) Neuer großer Korea-SUV mit acht Sitzen
Promobil
Skydancer Apero (2019) Bravia Campingbus Mercedes (2019) Bravia Swan 699 (2019) Erster Mercedes-Bus der Slowenen
CARAVANING
Camping Porto Sole - Titel Campingplatz-Tipp Kroatien Camping Porto Sole LMC Style Lift 500 K (2019) Premiere LMC Style Lift 500 K Sieben Schlafplätze in einem Caravan
Alle Autos von A-Z
BMW oder doch VW?
Gebrauchtwagen Angebote