Ford Focus Trend 1.6

Mit dem Focus beweist Ford nicht nur Mut, sondern auch Können. Die Helden der Kompaktklasse werden sich künftig etwas wärmer anziehen müssen.

Es hätte schlimmer kommen können. Der Escort-Nachfolger hätte wieder ein Allerweltsauto werden können. Genau das aber kann man dem neuen Focus nicht vorwerfen, schon gar nicht, was sein Äußeres betrifft. So wie er sieht in dieser Klasse sonst keiner aus. Der Rest ist Geschmacksache. Aber ganz gleich, ob man dem fordtypischen „New Edge Design“ zuneigt oder nicht, bleibt anzuerkennen, daß Chefdesigner Claude Lobo saubere Arbeit ablieferte. Schließlich waren die Rahmenbedingungen keineswegs das, wovon Designer träumen.

Dem Raumangebot zuliebe sollte die neue Kompaktklasse möglichst hoch bauen. Am Schluß waren es 1,48 Meter, fünf Zentimeter höher als ein Opel Astra. Zudem geriet der Focus eine Spur schmaler als die Konkurrenz, so daß man aus Designersicht nicht gerade von Idealmaßen sprechen kann. Immerhin glänzt er pflichtgemäß mit überdurchschnittlicher Raumfülle. Vor allem im Fond herrschen beeindruckende Platzverhältnisse mit reichlich Knie- und Kopffreiheit. Dank der hohen Sitzposition vorn und hinten lassen sich auch lange Beine komfortabel verstauen. Die Sitze selbst gefallen durch Straffheit und gute Paßform, womit sie sich deutlich von den pflaumig gepolsterten Sitzgruppen anderer Ford-Modelle unterscheiden.

Dagegen ist die umständliche Höhenverstellung auf der Fahrerseite per Kurbel unter dem Sitz ein Rückfall in die Frühzeit der Sitzverstellung. In puncto Verstellbereich und Sitzposition gibt es aber nichts auszusetzen, zumal sich das Lenkrad in Höhe und Reichweite justieren läßt. Zum Test erschien der Focus in Gestalt der viertürigen Schrägheckversion mit der sogenannten Trend-Ausstattung. Trend bedeutet eine sportivere Aufmachung mit etwas Aluminiumglanz im Innenraum, strafferem Fahrwerk und mehr Seitenführung auf den Vordersitzen. Zusammen mit der preisgleichen, aber auf Komfort ausgelegten Ambiente-Version bildet Trend die Basis im Focus- Programm. Darüber rangiert die Ghia-Ausführung. Dabei entspricht die Serienausstattung den klassenüblichen Gepflogenheiten. Der Focus Trend verfügt über Fahrer-, Beifahrer- und Seitenairbags, Dreipunktgurte auf allen fünf Sitzplätzen und über getönte Scheiben. 

Vor- und Nachteile

Karosserie
  • viel Platz im Fond steife Karosserie gute Sitzposition
  • FunktionalitŠtsmŠngel eingeschrŠänkter QualitŠtseindruck
Fahrkomfort
  • bequeme Sitze geringes InnengerŠusch guter Abrollkomfort
  • eingeschrŠänkter Federungskomfort
Antrieb
  • gute Laufkultur hohe Drehfreudigkeit prŠäzise Schaltung
  • geringe ElastizitŠät nur durchschnittliche Fahrleistungen
Fahreigenschaften
  • ausgepräŠgte Handlichkeit präŠzise Lenkung hohe Fahrsicherheit guter Geradeauslauf
Sicherheit
  • gute Bremsen Seitenairbags mit Kopfschutz fŸünf Dreipunktgurte Gurtstraffer vorn
  • dritte KopfstŸütze im Fond nur gegen Aufpreis
Umwelt
  • wasserlöšslicher Lack schadstoffarm nach D4 gŸünstiger Verbrauch verzinkte Karosserie
Kosten
  • attraktiver Anschaffungspreis güŸnstige Unterhaltskosten gute Serienausstattung
  • kurze Garantie (ein Jahr)

Fazit

Mit dem Focus begibt sich Ford in die Spitzengruppe der Kompaktklasse. Seine Stärken sind das Raumangebot und die agilen Fahreigenschaften. Im Preis liegt er knapp unter dem VW Golf. Nachteil der Trend-Version: die straffe Federung.

Übersicht:
Technische Daten
Ford Focus 1.6 16V Trend
Grundpreis 16.200 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4178 x 1702 x 1481 mm
KofferraumvolumenVDA 350 bis 1205 l
Hubraum / Motor 1596 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 74 kW / 100 PS bei 6000 U/min
Höchstgeschwindigkeit 185 km/h
0-100 km/h 11,8 s
Verbrauch 6,9 l/100 km
Testverbrauch 8,4 l/100 km
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