Ford Streetka im Test

Lautstarker Sommerhit

Man nehme einen Ford Ka, schneide das Dach ab und nehme die hinteren Sitze heraus - fertig ist der Streetka. Ein Test mit dem offenen Auto deckt die Stärken und Schwächen des kleinen Roadsters auf.

Es geht um Liebe. Um Lust. Und um Leidenschaft. Und dabei nur um einen kleinen Ford. Die Rede ist von einem Auto, nach dem sich die aktuelle Ich-will-Spaß-Ich-will-Spaß-Generation alle Finger lecken wird, weil good vibrations hier nicht allzu teuer erkauft werden müssen – zumindest nicht, wenn man Wert auf eine offene Fahrt zu einem Platz an der Sonne legt. Rund 17‑000 Euro verschlingt die Anschaffung des ersten Cabrio-Ablegers auf Basis der altgedienten Ka-Plattform in der Basisversion, und zumindest auf den ersten Blick liegt der Verdacht nahe, dass das Geld hier besser angelegt ist als an den Börsen in Tokio, New York oder Frankfurt. Das wirklich Verblüffende daran: Etwas derartig Unvernünftiges – nur zwei Sitze und kein solides Dach – fand sich beim braven Volumenhersteller Ford seit Jahrzehnten nicht im Programm. Der nur als Zweitürer lieferbare Ka wurde für dieses Projekt vom Dach befreit, mit markanteren Stoßfängern bestückt und an den Radhäusern in die Breite gezogen. Die Modifikationen machen aus der kleinen Limousine zwar keinen Roadster vom Schlag eines Mazda MX-5 (siehe Vergleichstest Seite 84), aber ein flottes, kleines Cabriolet. Beim Aufschneiden der Karosserie kam – so merkwürdig es klingen mag – etwas Kopffreiheit abhanden. Zwar bietet das Verdeck ausreichend Raum, aber große Personen haben den Scheibenrahmen im Blick und sitzen deshalb gebückt im Auto. Ansonsten ist das Platzangebot gut, auch im Gepäckraum, der vom Entfallen der Rücksitze profitiert. Das Ka-Derivat trägt ein kleines Stoffmützchen und keine billige Kunststoff-Folie als Dach. Das hochwertige Material ist Standard, egal, ob die Basis- oder die besser ausgestattete Elegance-Version bestellt wird. Letztere steht auch für den Test zur Verfügung. Klimaanlage, Ledersitze mit Heizung, höhenverstellbarer Beifahrersitz und CD-Radio unterscheiden den 19‑500 Euro teuren Streetka Elegance vom Einsteiger-Modell. In jedem Fall wird er von einem 95 PS starken 1,6-Liter-Vierzylinder angetrieben.

Fazit

Fahrwerk und Lenkung sind die Sahnestückchen des Streetka und sorgen für viel Fahrvergnügen, zudem sind die Preise akzeptabel. Weniger Zustimmung finden der Qualitätseindruck und der antiquiert wirkende Motor.

Übersicht: Ford Streetka im Test
Technische Daten
Ford Streetka Elegance
Grundpreis 19.825 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 3650 x 1679 x 1342 mm
KofferraumvolumenVDA 214 l
Hubraum / Motor 1599 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 70 kW / 95 PS bei 5500 U/min
Höchstgeschwindigkeit 173 km/h
0-100 km/h 12,1 s
Verbrauch 7,9 l/100 km
Testverbrauch 9,1 l/100 km
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