French Dressing - Peugeot 607 HDi, BMW 520d und Mercedes E 220 CDI

Mit dem 607 HDi will Peugeot in die deutsche Domäne der Oberklasse einbrechen. Wie stehen die Chancen des Franzosen gegen BMW 520d und Mercedes E 220 CDI?

Mit dem 607 überspringt Peugeot bewusst die Kennziffer 606. Dies soll den großen Schritt dokumentieren, den der 607 seinem wenig erfolgreichen Vorgänger 605 voraus ist.

Plattform und Radstand wurden jedoch übernommen. Damit hält sich denn auch das Raumangebot trotz der stattlichen Außenmaße in Grenzen. Außerdem ist es Peugeot nicht gelungen, den Package-Vorteil des Frontantriebkonzepts mit quer liegendem Motor in inneren Raumgewinn umzumünzen. So übertrifft er zwar den knapp geschnittenen Fünfer-BMW, kann aber mit dem Raumkomfort der E-Klasse nicht ganz mithalten.

In der einstigen Domäne der Franzosen - beim Fahrkomfort - macht der Peugeot überraschenderweise keinen Stich. Er federt einfach nicht gut genug, neigt auf kurzen Fahrbahn-Unebenheiten zum Stuckern und streift bei Beladung mit den Hinterrädern an der Karosserie. Solche Schwächen leisten sich seine deutschen Gegner nicht, wenngleich der BMW voll geladen ebenfalls an Federungskomfort einbüßt.

Die Entscheidung für den Common-Rail-Dieselmotor wird beim 607 durch eine ungewöhnliche Laufruhe belohnt. Denn im Gegensatz zu seinen deutschen, ebenfalls vierzylindrigen Konkurrenten tilgt Peugeot die bauartbedingten Massenkräfte durch zwei gegenläufige Ausgleichswellen. Das spürt man vor allem im Vergleich zum BMW, wo Brummfrequenzen und leichte Vibrationen des einzigen Verteilerpumpen-Motors in diesem Trio die Laufkultur beeinträchtigen.

Der eigentliche Clou des 607 HDi ist freilich sein Partikel-Filtersystem (FAP). Es reduziert den letzten Umweltvorwurf, der modernen Dieselmotoren noch gemacht werden kann, auf eine kaum messbare Größe. Eine Belohnung in Form steuerlicher Förderung für die Partikel-Sauberkeit des 607 HDi ist nach den geltenden Richtlinien nicht in Sicht, so dass der Peugeot-Käufer daraus keinen wirtschaftlichen Nutzen ziehen kann. Den deutschen Herstellern bleibt dagegen ein gewisser Handlungsbedarf, wenn sie weiterhin die Technologie-Führerschaft auf dem Diesel-Sektor für sich reklamieren wollen.

Alle drei Testkandidaten sind große und mit rund 1,6 Tonnen Leergewicht auch schwere Limousinen. Umso mehr erstaunt es, welche Fahrleistungen die doch relativ kleinen Vierzylinder-Diesel ermöglichen. Der 2,2 Liter große HDi-Motor des Peugeot leistet 133 PS, mit zehn Prozent weniger Hubraum bringt es der BMW sogar auf 136 PS, und der Mercedes schöpft aus 2,2 Liter Hubraum 143 PS. Das reicht auf freier Autobahn bei allen für deutlich mehr als 200 km/h, die auch relativ zügig erreicht werden.

Neues Heft
Top Aktuell Ford Fiesta ST, VW Polo GTI, Exterieur Ford Fiesta ST gegen VW Polo GTI Vom Jäger und Gejagten
Beliebte Artikel Hyundai Nexo, Toyota Mirai, Exterieur Hyundai Nexo vs. Toyota Mirai Brennstoffzellen-Autos im Test Ford Focus 1.5 Ecoboost, VW Golf 1.5 TSI Act Bluemotion, Exterieur Ford Focus gegen VW Golf Reicht es endlich für den Sieg?
Anzeige
Sportwagen SPERRFRIST 24.10.18 / 00:01 Uhr Audi R8 Facelift 2018 Audi R8 V10 Quattro (2019) Sportwagen im Ur-Quattro-Look Essen Motor Show Teaser 2018 Essen Motor Show 2018 PS-Festival in Essen
Allrad 10/2018, Hennessey Ford F-150 Heritage Hennessey Ford F-150 Heritage Pick-up im Rennsport-Outfit Mitsubishi L200 2019 Teaser Mitsubishi L200 Facelift 2019 Neuer Style für Japan-Pickup
Oldtimer & Youngtimer Auktion Oldtimer Galerie Toffen 20.10.2018 Oldtimer Auktion Toffen 2018 Schwache Herbst-Versteigerung Opel Kapitän, Modell 1956, Frontansicht 80 Jahre Opel Kapitän Der große Opel
Promobil Sportsmobile Campingbus-Ausbauer aus den USA So wird Vanlife gemacht Gebläsegrills im Vergleich 3 Gebläsegrills im Vergleich Teuer gegen günstig
CARAVANING Nordsee Camp Norddeich Campingplatz-Tipp Niedersachsen Nordsee-Camp Norddeich 3 Gebläsegrills im Vergleich Teuer gegen günstig