Honda FR-V

Dreisam-Stadion

Foto: Uli Jooß 10 Bilder

Der sechssitzige Honda FR-V 2.0i-VTEC bereichert die Kompaktvan-Liga um einen mannschaftsdienlich eingestellten Angreifer. Mit seiner 2x3-Sitzanordnung imitiert er den Fiat Multipla.

In Zeiten immer engerer Marktnischen musste man sich auch bei Honda etwas Neues einfallen lassen. Die nötige Inspiration holte man sich bei akribischen Kundenbefragungen. Demnach lechzt die typische europäische Familie nach einem geräumigen Auto mit mehr als fünf Plätzen. Aber bitte nicht in drei Reihen hintereinander, das wirkt zu nutzfahrzeugig, und bitte ohne aufwendig herauszuoperierende Sitze.

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Favorisiert wird eine leichtgängige Klappmimik ohne bandscheibenmordendes Gezerre. Gefragt, getan: Der FR-V ist ein Drei-plus-drei-Sitzer. Eine Konfiguration, die bislang höchstens bei Nutzfahrzeugen im Kommunal- und Handwerkseinsatz Erfolge feierte.

Denn weder die Franko-Sportler Matra Bagheera und Murena noch Van-Mitstreiter Fiat Multipla konnten in Deutschland nachhaltig reüssieren (siehe Seite 53). Nun drängelt also der Honda in die schmale Nische.

Dabei widerstand man erfolgreich der Versuchung, durch ausufernde Außenbreite innere Größe zu zeigen: 1,81 Meter sind im Kompaktsegment üblich, Ford Focus und Van-Derivat C-Max sind sogar breiter.

Dafür bietet der äußerlich mit Aromen von Mercedes A- und B-Klasse sowie einem lauwarmen BMW X5-Aufguss am Heck versehene FR-V neue Variationen zur Innenraumgestaltung.

So sind der vordere und der hintere Mittelsitz verschiebbar, sämtliche Sitzlehnen hinten in der Neigung verstell- oder umklappbar, während die automatisch nach unten schwenkenden Sitzflächen für einen fast ebenen Ladeboden sorgen.

Das ändert jedoch nichts an den zwecks Raumgewinn schmächtigen Türverkleidungen sowie der im Bereich von Dachhimmel und hakelig öffnendem Handschuhfach wenig wertigen Verarbeitung.

Der Rest geriet solide, sämtliche Variabilitäts-Features sind durchdacht und dank cleverer Mimiken ohne ingenieuses Talent zu beherrschen.

Am Ende passen maximal 1600 Liter ins Heck, sechs Personen können noch 439 Liter Ladevolumen unter sich aufteilen.

Wer die Lehne des vorderen Mittelsitzes umlegt, kann zudem lange Gegenstände verstauen – oder das Möbel lediglich als Armlehne oder Staumöglichkeit nutzen.

Vor- und Nachteile

KAROSSERIE
  • -ausreichendes Platzangebot -hohe Variabilität
  • -billig wirkende Karosseriedetails -teils unpraktische Bedienung -unübersichtliche Karosserie
FAHRKOMFORT
  • -ordentliche Absorption langer Wellen und grober Unebenheiten
  • -stößig auf kurzen Absätzen -Fahrwerkspoltern -unbequeme Sitze
ANTRIEB
  • -spontanes Ansprechverhalten -ausgeprägte Drehfreude -geschmeidige Laufkultur
  • -mäßiger Durchzug im VI. Gang
FAHREIGENSCHAFTEN
  • -agiles Handling -hohe Fahrsicherheit -präzise Lenkung
  • -spürbare Seitenneigung
SICHERHEIT
  • -gute Sicherheitsausstattung -wirksame, standfeste Bremse -helles Xenonlicht serienmäßig
UMWELT
  • -schadstoffarm nach Euro 4
  • -hoher Verbrauch
KOSTEN
  • -umfangreiche Serienausstattung -drei Jahre Garantie

Fazit

Der sechssitzige FR-V verlangt Kompromisse bei Komfort und Platzangebot, zudem ist seine Federung stößig. Klasse: die praxisnahe Variabilität, die agilen sicheren Fahreigenschaften und der kultivierte, überaus drehfreudige Motor.

Übersicht: Honda FR-V
Technische Daten
Honda FR-V 2.0 Executive
Grundpreis 25.900 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4285 x 1810 x 1610 mm
KofferraumvolumenVDA 439 bis 1600 l
Hubraum / Motor 1998 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 110 kW / 150 PS bei 6500 U/min
Höchstgeschwindigkeit 195 km/h
0-100 km/h 9,6 s
Verbrauch 8,4 l/100 km
Testverbrauch 11,5 l/100 km
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