Hyundai Santa Fe, Leser-Testdrive Arturo Rivas
Hyundai Santa Fe, Leser-Testdrive
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Hyundai Santa Fe, Leser-Testdrive 12 Bilder
SUV

Leser Test Drive mit dem Hyundai Santa Fe

Leser Test Drive mit dem Hyundai Santa Fe So Matsch Fun

Fünf Leserinnen und Leser von auto motor und sport erlebten zwei ebenso unterhaltsame wie beeindruckende Tage mit dem Hyundai Santa Fe im Fahrsicherheitszentrum und im Offroadpark am Nürburgring.

Fabian Wolf sieht: nichts. Aber Fabian erkennt: alles. Er sitzt am Steuer eines Santa Fe mit rundherum zugeklebten Scheiben. Gleich wird er den großen Hyundai langsam vorwärts zwischen zwei eng stehenden Pylonen hindurchsteuern, um dann schräg rückwärts in eine auch nicht eben großzügig aus Pylonen geformte Lücke zu stoßen. Und das wird ihm auf Anhieb gelingen. Aber wie, wo er doch durch die Scheiben überhaupt nichts sieht?

Indem er sich eben an den Bildern orientiert, die ihm die Kameras des großen Hyundai-SUV im Acht-Zoll-Display anzeigen, im weiten Winkel nach vorne und nach hinten und als gerechnete Darstellung auch von oben. Ein Raster aus blauen, gelben und roten Linien projiziert den Fahrweg, und so braucht es von Instruktor Michael Ruffen auf dem Beifahrersitz nur wenige knappe Hinweise.

„Ein bisschen weiter links, jetzt ein Stück gerade zurück, ja, so wird das schon passen“ – und Fabian zirkelt den Santa Fe exakt zwischen den Hütchen hindurch. „Wenn man sich darauf einlässt“, meint er, „funktioniert das sehr gut mit den Assistenzsystemen. Die Hütchen, die mir das Kamerabild jetzt zeigt, würde ich nicht sehen, wenn ich mich auf den Blick durch die Scheiben verlassen müsste.“

Angela will raus

Auf der Rückbank sitzt Angela Zitt und will raus. Was weder am Auto liegt noch an Fabians Fahrweise. „Die Situation mit den blinden Scheiben“, sagt Ruffens Kollege, Instruktor Tom Schwister, „ist skurril. Das schlägt manchen auf den Magen.“ Viel besser bekommen ist Angela die Fahrübung, die sie im Santa Fe selbst gerade absolviert hatte: ein langsamer Slalom auf einer abschüssigen bewässerten Fläche mit unterschiedlichen Reibwerten – griffig auf der einen, glitschig auf der anderen Seite.

„So etwas habe ich noch nie gemacht“, sagt Angela. Macht es ihr Spaß? „Klar“, sagt sie. Und fühlt sie sich wohl im Santa Fe? Da holt sie ein bisschen aus: „Ich fahre einen Tucson, mein Mann hat einen i30, die Tochter den i20. Ich liebe diese Marke. Und, ja, ich fühle mich wohl und sicher im Santa Fe, und dazu tragen neben seiner Größe auch seine Assistenzsysteme bei.“ Außerdem gefällt ihr das Design. Sie findet es „markant und ansprechend, nicht so lieb und nett und abgerundet wie noch bei der ersten Generation“.

Hyundai Santa Fe, Leser-Testdrive
Arturo Rivas

Ihr Eindruck bestätigt, was Produktmanager Jens-Michael Flöther beschrieben hatte, als er den Santa Fe „einen ganz speziellen Hyundai“, nannte. „Er zeigt besonders deutlich, welch wesentliche Aufwertung der Modelle bei Hyundai stattgefunden hat.“

Das kann Lesertester Michael Rech, der seit neun Jahren einen Hyundai i30 fährt und neben der Zuverlässigkeit auch den einfachen Umgang mit dem Wagen schätzt, perfekt nachvollziehen: „Die Fahrt im Santa Fe von Offenbach zum Nürburgring war ein Genuss: tolle Haptik, perfekter Sitzkomfort, geringes Geräuschniveau, viel Platz. Es hat einfach alles gepasst, und ich bin mir sicher, dass der Neue den Vergleich mit den Angeboten der Premium-Marken nicht scheuen muss.“ Auch er macht das am Design des Santa Fe fest – und an dessen Assistenzsystemen.

Die Puppe bleibt heil

Kurz zuvor hatte er noch versucht, eine Puppe über den Haufen zu fahren. Instruktor Tom hatte sie auf einer Fahrbahn des Fahrsicherheitszentrums am Nürburgring aufgestellt und gesagt: „Das könnte ja ein Fußgänger sein. Probiert einfach mal aus, was passiert, wenn ihr auf den zuhaltet.“ Es passiert: nichts. Das heißt: Der Puppe passiert nichts. Der Santa Fe verhindert es, erkennt eine Person, warnt mit schnellem Piepen und leitet dann, wenn am Steuer nichts passiert, eine Notbremsung ein. Mit einem letzten Ruck kommt der Santa Fe ein Stück vor der Puppe zum Stehen. „Ich habe selbst gar nichts gemacht“, sagt Michael. „Es ist absolut genial, wie das in diesem Auto funktioniert. So etwas habe ich in der Praxis noch nicht erlebt.“

René Arndt und Ursula Schwegle geht es nicht anders. René mag vor allem das Head-up-Display und die Sitzheizung hinten. Außerdem sind ihm gutes Licht, leichte Bedienbarkeit, umfangreiche Ausstattung und das Design wichtig. „Das Thema Leistung ist eher zweitrangig“, meint er, „spätestens bei 180 km/h fängt es doch ohnehin an, stressig zu sein.“

Von solchen Geschwindigkeiten ist man am Nachmittag des zweiten Fahrtags weit entfernt. Im Offroadpark am Nürburgring zeigt der Santa Fe, dass er und wie gut er fürs Grobe taugt. Ursula jedenfalls ist ohne zu zögern für eine zweite Runde durchs Gelände bereit. Nachdem es gerade durch loses Geröll, einen Tümpel und dann eine lange Rampe mit 53-prozentiger Steigung hoch und ebenso steil wieder runter gegangen ist, zeigt sie sich schwer beeindruckt – nicht nur vom Talent des variablen Allradantriebs und dem Nutzen der Bergan- und Bergabfahrhilfe.