Hyundai Tucson 2.0 CRDi 4WD im Test

Einer für alles

Hyundai Tucson 2.0 CRDi 4WD 13 Bilder

Zuverlässig, aber nicht problemlos bewältigte der Hyundai Tucson im Dauertest die vielfältigen Anforderungen des Redaktionsalltags

Der Allradantrieb allein kann es nicht sein – angesichts von 232 000 ausgebauten Straßenkilometern in Deutschland. Und auch die erhöhte Sitzposition ist wohl kein hinreichender Grund. Genauso wenig wie Variabilität und Lademöglichkeiten, wie sie auch ein Kombi bietet. Es ist wohl die einzigartige Kombination dieser Eigenschaften, die die moderne Gattung der SUV so populär macht. Und mit der steigenden Nachfrage wuchs zugleich das Angebot. Zwischen Range Rover und Suzuki Jimny spielen heute die kompakten, preisgünstigen Soft-Allradler die Hauptrolle, zu denen seit Herbst 2004 auch der Hyundai Tucson gehört.

Um seine Tauglichkeit im harten Alltagseinsatz zu untersuchen, musste er bei auto motor und sport seine Reifeprüfung ablegen. Dabei spulte die getestete Version 2.0 CRDi GLS AWD ihren Dauerlauf wie bei fast allen Nutzern zu 99 Prozent auf befestigten Straßen ab. Denn mit zuschaltbarem Allradantrieb, aber ohne Sperrdifferenziale und Reduktionsgetriebe ist das Unwegsame für den Tucson eher Nebenschauplatz. „Diese Fahrzeuge sind nicht für den Einsatz in schwierigem Gelände ausgelegt“, mahnt schon die Betriebsanleitung. Trotzdem fällt das Offroad-Fazit überwiegend positiv aus. Ausfahrten auf rutschigen Waldwegen zum Beispiel erledigte der Tucson problemlos – selbst mit Anhängerlast. Schon beim Überwinden kleiner Schneehügel allerdings brachte Redakteur Marcus Peters das 4x4-System mit durchdrehenden Rädern an seine Grenzen.

Doch das sind konzeptionelle Unzulänglichkeiten, die auf Qualität und Zuverlässigkeit insgesamt keinen Einfluss haben. Schon eher ins Gewicht fallen da die Gebrauchsspuren eines mitunter sehr strapaziösen 100 000-Kilometer- Dauerlaufs. Von kleineren Kratzern und Schrammen abgesehen, blieb das Blechkleid praktisch unbeschadet, und die Karosserie macht noch den nahezu gleich soliden Eindruck wie zu Beginn. Hinweise über störende Klappergeräusche aus dem Tür- und Heckklappenbereich ziehen sich allerdings schon ab Kilometerstand 18 600 wie ein roter Faden durch die Dauertest-Einträge .

Dazu strapazierte die Ohren der Testfahrer ab etwa Kilometer 65 000 ein weiteres akustisches Phänomen, das sich schließlich als das gravierendste Problem des Tucson herausstellen sollte: Beim Beschleunigen drangen beunruhigende Schlag- und Rasselgeräusche aus dem Antrieb. Schadhafte Motorlager, die zunächst von der Werkstatt vermutete Ursache, erwiesen sich nach ihrem Austausch als Fehldiagnose. Als wahrscheinliche Ursache wurde dann das Schaltgetriebe lokalisiert, und die Werkstatt empfahl zunächst die Verwendung eines Getriebeöls anderer Qualität. Der Tucson rasselte unbeeindruckt weiter. Schließlich war der Austausch des Getriebes samt Kupplung nicht mehr zu vermeiden.

Die eingehende Untersuchung des Getriebes förderte Materialausbruch an der Lagerschale der Eingangswelle zutage – mit Folgeschädigungen der Schrägrollenlager. Der von Hyundai auf Garantie vorgenommene Getriebetausch würde mit 4863 Euro zu Buche schlagen, während eine Reparatur des Schadens mit 476 Euro deutlich günstiger gekommen wäre. Trotzdem unerfreulich für Tucson-Fahrer, vor allem dann, wenn der Schaden, anders als beim Dauertestwagen, außerhalb der dreijährigen Garantiezeit eintritt.

Außerplanmäßig musste die Hyundai- Werkstatt lediglich noch einmal aufgesucht werden. Eine festsitzende Hinterradbremse machte die Erneuerung des Bremssattels nötig. Immerhin: Von einer echten Panne auf offener Strecke, die Urangst eines jeden Autofahrers, blieb der Tucson verschont. Im Mängelindex von auto motor und sport bringt ihn seine Zuverlässigkeit auf die Top-Position seiner Klasse.

Doch trotz eines vertretbaren Reparaturaufwands besteht zwischen Tucson und Werkstatt keine Entfremdungsgefahr. Inspektionsintervalle von 15 000 Kilometern sind heute kaum noch zeitgemäß und treiben die Wartungskosten über Gebühr nach oben. So zieht der preisgünstige koreanische Allradler in den verbrauchsunabhängigen Kilometerkosten locker mit Großkalibern wie Mercedes ML 270 CDI oder Range Rover V8 gleich, wie die Mängelindex- Tabelle zeigt.

Der kritische Blick auf dieses Zahlenwerk offenbart aber zugleich eine Schwäche des Allradlers, die als durchlaufender Posten in der Liste der Kritik auftaucht: der Verbrauch. Zwar sind, sehr verhalten gefahren, auch Werte unter sieben Liter auf 100 Kilometer möglich, doch sind die in der Alltagspraxis eher unrealistisch. Und bei höherem Reisetempo auf der Autobahn genehmigte sich der Hyundai schon mal mehr als zwölf Liter. So pendelte sich die Gesamtbilanz am Ende bei 9,7 Liter ein – für einen kompakten Diesel- SUV dieser Leistungsklasse ein eher ernüchternder Wert. Und das, obwohl überwiegend mit reinem Frontantrieb gefahren wurde.

Trinkfest und arbeitsscheu: So bringt einer der Tester die Sache auf einen ebenso ironischen wie drastischen Nenner. Damit angesprochen ist die Motorcharakteristik, durch die sich die Leistungsentfaltung ab etwa 130 km/h ausgesprochen zäh gestaltet. Auf eiligen Dienstfahrten bewegte sich der Zweiliter-Diesel daher häufig nahe dem Volllastbereich, mit der erwähnten Konsequenz für den Verbrauch – und auch für die Lautstärke. Zwar kam der Motor mit zunehmender Testdauer besser in Schwung, „ein Reißer ist er aber immer noch nicht“, findet Redakteur Hermann-Josef Stappen.

Dennoch hat er aber seine guten Seiten. Im Wirkungsbereich moderater Drehzahlen wurde ihm wiederholt akustische Kultiviertheit und eine harmonische Leistungsentfaltung bescheinigt. „Der Tucson ist eben eher ein Cruiser“, findet Test & Technik-Ressortleiter Christian Bangemann. Dazu passt auch das weiche Fahrwerk, das sich viel mehr dem Abrollkomfort auf der Straße verpflichtet fühlt als einer rauen Gangart abseits der Zivilisation. Und zu den unterm Strich lobenswerten Fahreigenschaften tragen auch die direkte Lenkung und die agilen Handling-Eigenschaften bei, was den Tucson auch im Dschungel der Städte nicht zum Außenseiter stempelt.

Anders als im äußeren Erscheinungsbild zeigte das Interieur schon zur Dauertest- Halbzeit deutliche Gebrauchsspuren. Das abgewetzte Leder der Sitze sieht längst aus wie Kunststoff-Folie und ist auch genauso rutschig. Das Gleiche gilt für das Lenkrad, das sich inzwischen abgegriffen anfühlt wie ein Madonnenbild am Jakobsweg. Selbst die Innenverkleidung aus Hartplastik hat den Beanspruchungen im Alltag wenig entgegenzusetzen. Unschöne Kratzer an der Armaturenfront und – gravierender noch – im Kofferraum offenbaren, dass hier spürbare Abstriche am Qualitätsanspruch gemacht wurden. Sie unterstreichen den oft als trist und wenig wohnlich empfundenen Charakter der Inneneinrichtung.

Käufer, die vor allem den günstigen Preis schätzen, werden sich mit solchen Unzulänglichkeiten arrangieren können. Gleiches gilt für den Wertverlust von moderaten 45 Prozent. Und diese Wertschätzung spiegelt sich auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt durchaus wider.

Dass sich der Neuwagenpreis allerdings im Verlauf des Dauertests um stramme 3450 Euro erhöhte, ist nicht allein Folge der allgemeinen Preisspirale. Mit zwischenzeitlichen Modellpflegemaßnahmen wurde dem Tucson 2.0 CRDi nicht nur ein auf 140 PS leistungsgesteigerter Motor verpasst, sondern auch eine Abgaskur, die auf das Einhalten der Euro 4-Abgaslimits zielte. Ein Partikelfilter rundet die Verbesserungen ab. Und schließlich verfügt der Tucson seit Februar 2005 serienmäßig über ESP. Beste Voraussetzungen also, um die zufriedenstellenden Ergebnisse im Dauertest auch künftig in einen Markterfolg umzusetzen.

 

Abgastest: Durchweg im grünen Bereich
Der Hyundai Tucson war mit seiner Erstzulassung am 27. Oktober 2004 noch auf die Euro  -Abgaslimits verpflichtet. Diese aus heutiger Sicht vergleichsweise laschen Grenzwerte sind für den Tucson allerdings auch nach Abschluss der Dauertest-Distanz kein Problem. Allein bei den Kohlenmonoxid-Emissionen hätte der Dieselmotor sogar die strengeren Euro 4-Grenzwerte eingehalten. Nach seiner Überarbeitung bleibt der neue 2.0 CRDi-Motor, serienmäßig mit Partikelfilter, nun auch unter den heute gültigen, strengeren Werten.

Auf Anhieb konnte sich der koreanische Allradler unter den Dauertest-SUV von auto motor und sport den Spitzenplatz erobern – ein Beleg für die Zuverlässigkeit im Umfeld der etablierten Konkurrenz. In Verbindung mit seinem günstigen Preis macht das den Tucson auch zu einem interessanten Gebrauchtwagen. Der moderate Wertverlust tut dem keinen Abbruch.

Seit mehr als 15 Monaten fahre ich einen Hyundai Tucson , und zwar das teuerste Modell mit Dieselmotor, Allrad und einem katastrophal abgestimmten Automatikgetriebe. Wohl auf Grund der schwachen Motorleistung schaltet es nach einem geheimnisvollen Code, der gleichmäßiges Fahren bei angemessener Geschwindigkeit fast unmöglich macht. So kann es auf der Autobahn bei 120 km/h zu überraschenden Rückschaltungen in den dritten Gang kommen – mit einem Touren-Festival jenseits 3000 Umdrehungen. Bisher ist es mir nicht gelungen, den Verbrauch in der Stadt unter 15 und über Land unter elf Liter auf 100 km zu bringen. Gemessen an Ausstattung, Verarbeitungsqualität und durchdachten Extras ist der Preis durchaus akzeptabel. Bedienung, Fahr- und Sitzkomfort sind hervorragend und übertreffen deutsche Vergleichsprodukte bei weitem.
Dr. Hanspeter Pausch, A- 8010 Graz
 
Seit Oktober 2005 fahre ich einen Tucson 2.0 GLS 2WD , Laufleistung bisher 19 000 Kilometer. An dem Wagen gefällt mir das moderne Design, das gute Preis-Leistungs- Verhältnis, die umfangreiche Sicherheitsausstattung, die Verarbeitungsqualität, die hohe Sitzposition und der variable Innenraum. Weniger zufrieden bin ich mit dem Verbrauch, der zwischen neun und 13 Liter auf 100 Kilometer liegt. Ein Kritikpunkt sind auch die nachgiebigen Sitze und das kratzempfindliche Armaturenbrett. Zudem kommt die Federung des Tucson bei Bodenwellen und Schlaglöchern an ihre Grenzen. Vor allem mit fünf Personen an Bord, schlägt sie mitunter durch.
Berthold Schaade, 24955 Harrislee

Mein erster Koreaner, zugelassen am 13. August 2004, ist ein Hyundai Tucson mit Sechszylinder-Motor. Nach einer vierwöchigen Reise über 4200 Kilometer durch Großbritannien und Irland war ich mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 8,8 Liter voll zufrieden. Nach inzwischen 8300 Kilometern gibt es weder Klappern noch Knirschen und keinerlei Elektronik- Probleme. Für mich ein ideales Fahrzeug mit perfektem Automatikgetriebe und einer Straßenlage wie ein Pkw, dazu zu einem angemessenen Preis. Von diesem Fahrzeug kann die europäische Auto-Industrie viel lernen.
John Roggeveen, NL-1403 AW Bussum
 
Ich fahre einen Tucson 2.7 V6 GLS mit einer nachgerüsteten Autogas-Anlage. Inzwischen hat der Wagen 28 000 Kilometer zurückgelegt. Bislang hatte ich keine Probleme, auch nicht mit der Gasanlage von Prins VSI. Der planmäßige Werkstattaufenthalt zur 15 000 Kilometer- Inspektion verursachte Kosten von 137,92 Euro. Das einzige Manko ist der zu hohe Verbrauch. Der liegt auf 100 Kilometer im Stadtverkehr bei 13,5 Liter Benzin, bei zügiger Autobahnfahrt sind es 14 Liter Autogas beziehungsweise zwölf Liter Benzin. Unterm Strich bin ich sehr zufrieden. Mit meinen Audi A3 und A4 hatte ich mehr Probleme.
Manfred Kampe, 47506 Neukirchen-Vluyn

Ich fahre meinen Tucson zwar erst vier Wochen, möchte Ihnen aber von meiner Odyssee berichten. Gleich bei der Übergabe reklamierte ich Druckstellen an der Chromleiste der Heckklappe. Mein Händler wollte eine neue bestellen, auf die ich zunächst drei Wochen wartete. Mehrfaches Nachfragen mündete schließlich in die Auskunft, das sei derzeit Serienstandard und es sei nicht möglich, eine Chromleiste ohne Macken zu bestellen. Weitere Mängel, die ich nach wenigen Kilometern feststellen musste, waren ein nicht gerade stehendes Lenkrad, Schleifgeräusche bei warmem Motor, Poltergeräusche während der Fahrt und ein stark verzögertes Abfallen der Motordrehzahl beim Auskuppeln. Die beiden ersten Mängel wurden bei einer Probefahrt zunächst bestätigt. Angeblich wollte sich ein Hyundai-Service-Techniker das Auto genauer ansehen. Die Mängel wurden jedoch nicht behoben. Da man offenbar nichts machen konnte oder wollte, wurde das Lenkrad einfach für gerade befunden. Von vorn herein für normal fand meine Werkstatt allerdings das Problem mit der Motordrehzahl. Anfragen bei anderen Hyundai-Händlern aus der Umgebung reichten von Auskünften wie „das ist eben ein Problem der Zweiliter-Motoren, die touren halt schlecht runter“ bis hin zu „dann müssen Sie halt schneller die Kupplung treten“. Alles in allem bin ich sehr unzufrieden mit dem Hyundai Tucson und mit meiner Werkstatt.
Pia Christ, 97232 Giebelstadt 

Vor- und Nachteile

  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Direkte Lenkung
  • Ordentlicher Federungskomfort
  • Guter Abrollkomfort
  • Kultivierter Motor bei niedrigen Drehzahlen
  • Keine spürbare Anfahrschwäche
  • Rundum übersichtliche Karosserie
  • Überwiegend gute Bedienbarkeit
  • Radio mit gutem Empfang
  • Lange, unpräzise Schaltwege
  • Sitzheizung nur eine Stufe
  • Sperrige Laderaumabdeckung
  • Sitzposition zu hoch
  • Zähe Leistungsentfaltung ab 130 km/h
  • Insgesamt zu hoher Verbrauch
  • Kurze Sitzflächen und wenig Seitenhalt bietend
  • Kratzempfindliches und zum Teil scharfkantiges Hartplastik
  • Deutliche Stuckerneigung
  • Keine axiale Lenkradverstellung
  • Kleiner Kofferraum, wenig Tiefe
Technische Daten
Hyundai Tucson 2.0 CRDi 4WD GLS
Grundpreis 24.290 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4325 x 1795 x 1730 mm
KofferraumvolumenVDA 325 bis 1375 l
Hubraum / Motor 1991 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 83 kW / 113 PS bei 4000 U/min
Höchstgeschwindigkeit 168 km/h
Verbrauch 7,1 l/100 km
Alle technischen Daten anzeigen
Noch nicht registriert?

Erstellen Sie jetzt Ihr kostenloses Profil und profitieren Sie als registrierter Nutzer von folgenden Vorteilen:

  • Exklusiver Zugriff auf alle Test- und Messdaten der Redaktion
  • 360°-Ansichten von Autos
  • Schneller PDF-Kauf
Kostenlos anmelden
Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
Top Aktuell Porsche Macan S Diesel, Exterieur Porsche Macan S Diesel im Dauertest Talentiert bis zum Schluss
Beliebte Artikel Skoda Kodiaq, Exterieur Skoda Kodiaq Scout im Dauertest Auftakt zur 100.000-km-Prüfung BMW i8, Exterieur BMW i8 im Dauertest 55.000 km im Hybrid-Sportwagen
Gebrauchtwagen Angebote
Anzeige
Sportwagen Toyota Supra - Sportcoupé - Fahrbericht Toyota GR Supra (2019) Premiere in Detroit Lexus RC F Track Edition Lexus RC F Track Edition (2019) Mit 500 PS auf die Piste
Allrad Porsche Macan, Facelift 2019 Porsche Macan (2019) Facelift Scharfes Heck, starke Motoren Audi SQ5 3.0 TFSI Quattro, Exterieur, Heck SUV Neuzulassungen November 2018 Audi und Porsche unter Druck
Oldtimer & Youngtimer Porsche 911 (996) GT3 Porsche 911 (996) Kaufberatung Jetzt steigen die Preise Aston Martin Heritage EV Concept Aston Martin Heritage EV Concept Elektroantrieb für Klassiker
Promobil Spacecamper Limited (2019) auf VW T6 Spacecamper Limited (2019) Campervan-Allrounder auf VW T6 Mitmachen und gewinnen Hochstuhl von Flippo Kids
CARAVANING Mitmachen und gewinnen Hochstuhl von Flippo Kids LMC Style Lift 500 K (2019) Premiere LMC Style Lift 500 K Hubbetten-Caravan für Familien