Kia Ceed 1.4 T-GDI DCT7, Mercedes A 200 7 G-DCT, Exterieur Achim Hartmann
Kia Ceed 1.4 T-GDI DCT7, Mercedes A 200 7 G-DCT, Exterieur
Kia Ceed 1.4 T-GDI DCT7, Exterieur
Kia Ceed 1.4 T-GDI DCT7, Exterieur
Kia Ceed 1.4 T-GDI DCT7, Interieur 21 Bilder

Kia Ceed 1.4 und Mercedes A 200 im Vergleich

Muss es immer Premium sein?

Die A-Klasse beansprucht ganz selbstbewusst, an der Spitze der Kompaktklasse zu fahren. Der Kia Ceed pfeift auf Premium und erweist sich als ernsthafter Konkurrent.

Wie Audi A3 und BMW 1er wirbt die Mercedes A-Klasse in der Kompaktklasse um jene Kunden, die nicht auf Cent oder Euro schauen, aber das gewisse Extra suchen – und sei es der Imagegewinn durch die Premium-Marke. Kia geht den anderen Weg. In Rekordzeit von der No-Name-Marke zum ernsthaften Rivalen für viele Marken aufgestiegen, begannen die Koreaner nach der Devise „Viel Ausstattung fürs Geld“ und wurden in den letzten Jahren so richtig erfolgreich, als auch die Technik enorme Sprünge machte.

Die Preise behielten dennoch Bodenhaftung, auch beim Ceed: Knapp 33.000 Euro kostet der Ceed 1.4 T-GDI DCT7 in der Top-Linie Platinum Edition und liegt damit schon deutlich unter dem Niveau des Mercedes A 200 7G-DCT, der mit der sportiven AMG Line für 3.511 Euro ohne weitere Extras auf 36.360 Euro kommt.

Mehr Länge, mehr Raum?

Obwohl der Mercedes zehn Zentimeter länger ist und die Achsen weiter auseinanderrückt, gibt es zumindest beim Platzangebot keine dramatischen Unterschiede. Beide haben im Fond genügend Beinraum auch für Erwachsene, die ihre Füße allerdings nicht problemlos unter die Vordersitze schieben können. Dank größerer Fondtüren lässt sich der Ceed etwas besser entern, wohingegen die A-Klasse dank dreiteilig klappbarer Rücksitzlehnen ihren etwas kleiner geschnittenen Kofferraum variabler nutzbar macht.

Mercedes A 200 7 G-DCT, Interieur
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Ihren Premium-Anspruch demonstriert die A-Klasse auch mit feiner wirkenden Materialien und – Achtung: Aufpreis – griffsympathischem Bicolor-Leder.

Ihren Premium-Anspruch demonstriert die A-Klasse auch mit feiner wirkenden Materialien und – Achtung: Aufpreis – griffsympathischem Bicolor-Leder. Da wirken die aufgeprägten Nähte des Ceed eher bemüht. Dafür kontert er die etwas verkopfte Bedienung der A-Klasse auf konventionellem Wege recht gut.

An der Verarbeitungsgüte lässt sich hier wie da nicht groß meckern. Beide sind routiniert gefertigte Autos ohne Quietschen, Knistern oder gar Klappern. Ähnlich souverän schneiden beide in der Sicherheit ab: Keine Zickigkeiten auch beim dynamischen Fahren, wobei Mercedes das ESP noch ein wenig feiner abgestimmt hat und – allerdings zumeist gegen Aufpreis – eklatant mehr Fahrerassistenzsysteme bietet, als Kia das schon serienmäßig tut.

Optionale Sidebags hinten (beim Ceed nicht im Angebot) sprechen auch für die A-Klasse, die allerdings nicht vehementer verzögert als der Ceed, obwohl der Testwagen durch das Technik-Paket (3.522 Euro) mit größeren Bremsscheiben aufwartet.

Vorsprung durch Aufpreis

Zu diesem Paket gehören auch Verstelldämpfer, die den Mercedes eindeutig geschmeidiger federn lassen als den gelegentlich holpernden Kia. Das ist aber im Grunde der einzige Komfortvorteil des Mercedes. Denn die Sitze vorn sind gleichermaßen bequem, während es sich auf der niedriger montierten Rückbank des Ceed sogar besser sitzt.

Kia Ceed 1.4 T-GDI DCT7, Interieur
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In puncto Komfort, Multimedia und Sicherheit sehr gut ausgestattet, lässt der geräumige Ceed wenig anbrennen.

Geringe Unterschiede auch beim Geräuschkomfort: Beide setzen auf kleine Turbomotoren, die nur beim Ausdrehen unter Last etwas kerniger tönen. Die Mehrleistung (163 zu 140 PS) münzt der Mercedes bei leicht niedrigerem Verbrauch in bessere Fahrleistungen um, unflott ist man aber auch im Kia nicht unterwegs. Ihm wünscht man nur Schaltpaddel wie im Mercedes, die der allerdings auch eher benötigt, weil sein Doppelkupplungsgetriebe gelegentlich etwas nervös hin und herschaltet.

Meist aufpreispflichtige Ausstattungen wie das tolle Licht, Multimedia-Angebote und eben die Fahrerassistenz lassen die A-Klasse strahlen und punkten. Doch der Kia fährt nicht so viel schlechter, wie er weniger kostet. Daher klingt sein „Es muss nicht Premium sein“ sehr überzeugend. Richtig gut reicht ja auch.

Fazit

1. Kia Ceed 1.4 T-GDI DCT7 434 Punkte

In puncto Komfort, Multimedia und Sicherheit sehr gut ausgestattet, lässt der geräumige Ceed wenig anbrennen. Er macht einen guten Job und kostet nicht die Welt.

2. Mercedes A 200 7G-DCT 432 Punkte

Die A-Klasse ist gut, doch zum Glänzen bringen sie erst viele Extras, die den Preis auf Mittelklasseniveau pushen. Das muss man zahlen können – und auch wollen.

Technische Daten

Kia Ceed 1.4 T-GDI Platinum Edition Mercedes A 200 AMG Line
Grundpreis 33.690 € 36.360 €
Außenmaße 4310 x 1800 x 1447 mm 4419 x 1796 x 1440 mm
Kofferraumvolumen 395 bis 1291 l 370 bis 1210 l
Hubraum / Motor 1353 cm³ / 4-Zylinder 1332 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 103 kW / 140 PS bei 6000 U/min 120 kW / 163 PS bei 5500 U/min
Höchstgeschwindigkeit 205 km/h 225 km/h
0-100 km/h 9,1 s 8,0 s
Verbrauch 5,5 l/100 km 5,3 l/100 km
Testverbrauch 7,8 l/100 km 7,6 l/100 km
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