Kupplungs-Spiel - Skoda den Octavia Combi 2.0 TDI

Für 1500 Euro rüstet Skoda den Octavia Combi 2.0 TDI mit dem Doppelkupplungs-Getriebe DSG aus. Lohnt sich der Mehrpreis?

Zwei gegen einen hört sich zunächst unfair an. Rein technisch gesehen ist es das wohl auch: Das Direktschaltgetriebe im Octavia funktioniert im Gegensatz zur Schalter-Version mit zwei Kupplungen, über die wechselweise die Motorkraft fließt. Wird der Skoda beschleunigt, ist der nächsthöhere Gang bereits vorgewählt.

Zum Gangwechsel öffnet nur noch die eine Kupplung, während die andere gleichzeitig schließt. Dieser Vorgang ist in maximal vier Zehntelsekunden erledigt, der Vortrieb im DSG-Octavia hält ohne Zugkraftunterbrechung an. Gäbe es den Drehzahlmesser oder die kleine Anzeige im Cockpit nicht, bliebe nur die Geräuschkulisse, um vom Gangwechsel überhaupt etwas zu erahnen.

Trotz der aufwendigen Konstruktion eine feine Sache, dieses DSG aus dem VW-Konzern, das längst auch von anderen Firmen wie BMW oder Porsche als Alternative zur konventionellen Wandler-Automatik entwickelt wird. Schließlich liegen seine Vorteile auf der Hand: Man kann damit ganz nach Wunsch entspannt automatisch oder wie mit einem Schaltgetriebe fahren, und mangels Schlupfverlust im Drehmomentwandler sind kaum Abstriche bei Verbrauch und Fahrleistung zu machen.

So verliert die DSG-Version beim Spurt von null auf 100 km/h nur zwei Zehntelsekunden, und subjektiv ist man mit ihr sogar flotter unterwegs, weil sie im normalen Fahrbetrieb das Turboloch des Motors besser kaschiert, in dem man mit dem Handschalter eine ganze Weile dümpelt. Allerdings neigen die vorderen Antriebsräder bei einem forschen Tritt auf das Gaspedal zum Durchdrehen, wenn das hohe Drehmoment des Zweiliter-TDI über sie herfällt.

Beim Schaltmodell lässt sich die Kraft dosierter auf die Straße bringen, was der DSG-Variante nur im Tiptronic-Modus gelingt. Außerdem liegt der konventionelle Schalthebel so gut zur Hand, dass sich die Gänge präzise und leicht sortieren lassen. Allzu häufig ist das ohnehin nicht nötig. Sowohl auf der Autobahn als auch beim Mitschwimmen im Stadtverkehr kann man den Skoda schaltfaul im sechsten Gang bewegen, was sich positiv auf den Verbrauch auswirkt.

Der liegt im Testmittel mit 7,2 L/100 km knapp unter dem der Automatik-Version. So bleibt als wichtigster Vorzug des DSG-Octavia sein Komfortplus, das mit etwas geringerem Temperament und teurerer Anschaffung bezahlt werden muss.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie uns Ihre Meinung.

Kommentar schreiben
Neues Heft
Top Aktuell Ganzjahresreifentest 2018 Ganzjahresreifen-Test 2018 7 Allwetterreifen im Vergleich
Beliebte Artikel Diesel Nachrüstung SCR-Kat VW Passat EU6-Diesel-Nachrüstung im Test City-sauber dank SCR oder GPS-Software Haendlertest, ams1116 E-Mail-Händlertest 2017 Antwortet das Autohaus?
Gebrauchtwagen Angebote
Anzeige
WhatsApp Newsletter
WhatsApp Newsletter
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden
Sportwagen VLN 7 - Nürburgring - 22. September 2018 VLN, 7. Lauf 2018 Black Falcon siegt vor Frikadelli Falken Porsche 911 GT3 R 2019 - VLN 7 - 20. September 2018 VLN Vorschau, 7. Lauf 2018 Falken mit neuem Porsche
Allrad Kia Niro EV Elektro-SUV Kia e-Niro (2019) Elektro-SUV mit 485 km Reichweite Seat Tarraco, SUV, Offroad, Allrad, 7-sitzer Seat Tarraco (2019) Lesen Sie hier alles zum neuen Seat-SUV
Oldtimer & Youngtimer VW Käfer 1302 LS Cabriolet, Frontansicht Top 10 Ranking H-Kennzeichen Die Oldtimer-Charts 2018 Volkswagen Käfer 1200 Cabriolet (1961) VW Käfer Auktion Schwedens größtes Käfer-Museum macht zu
Promobil Elektromobilität 10 Elektrofahrzeuge für Camper E-Bike, E-Scooter, Segway & Co. Dethleffs Pulse I 7051 im Test Modernes Mobil mit netten Details
CARAVANING Fendt Diamant 560 im Test Fendt Diamant 560 im Test Dezent aufgewertet Range Rover Velar Zugwagen-Test Range Rover Velar Starker SUV mit kleinen Mankos