Mazda MX-5 im Test

In alter Frische

Mit einem vorsichtigen Facelift geht Mazdas populärer Sportwagen, vom Gedanken her Initiator einer neuen Roadster-Generation, ins neunte Jahr seines Bestehens. Seine vielen Fans in aller Welt sind besorgt: Ist er noch der alte?

Nix bliev, wie et ist“, sagen  die Rheinländer in Anspielung  auf die Beständigkeit der  Unbeständigkeit. Ausgerechnet  die Japaner, zwar nicht dem  rheinischen Dialekt, wohl aber  der modernen Kurzlebigkeit  ihrer Produkte verhaftet, verließen  mit dem Zweisitzer namens  MX-5 eingeschworene  Überzeugungen. Er blieb, wie er  ist – bis vor wenigen Wochen.  Bis dahin war er, nahezu  völlig unverändert, neun Jahre  lang und 470 000 mal gebaut  und verkauft worden.

In seine  Produktionszeit fielen die Debüts  des BMW Z3, des Mercedes  SLK und des Porsche Boxster,  und kein Kenner der Autoszene  wird dem japanischen  Pionier-Sportwagen seine eigentliche  Rolle streitig machen.  Ohne ihn und ohne seinen Erfolg  hätte es die anderen vielleicht  nie gegeben.  Nun hat der Global Player  die Geister, die er rief, natürlich  auch zu bekämpfen, aber er tut  dies – ganz im Vertrauen auf  seine Ur-Qualitäten – sozusagen  mit eingezogenen Krallen.  Viel ist es nicht, was den Vorgänger  nun zum unverwechselbaren  Original macht, aber es  ist gleichwohl unübersehbar.  Wann immer ein Automobil  mit einer neuen Scheinwerfergestaltung  einen neuen Augenaufschlag  bekommt, wird der  optische Auftritt ein ganz anderer.  Die Karosseriewölbungen  an Front- und Heckpartie tragen  natürlich ebenfalls dazu  bei, aber die neuen Lampen  sind zweifellos die auffälligste  Gesichtskorrektur. 

Von der Sache her bedeuten  sie eine klare Verbesserung.  Die alten Klappscheinwerfer  ragten bei nächtlichem Bedarf  wie unförmige Klötze ins  Blickfeld und führten zu Irritationen.  Nun ist hier Normalität  eingekehrt – für die Fans  womöglich auch ein Grund  zum Jammern, denn MX-5, das  hieß eben auch viele Jahre lang  ein Gesicht ohne Augen.  Daß die Karosserie in der  Breite um einen halben Zentimeter  zulegte, ist ohne praktische  Bedeutung. Da kommt  beim Begutachten des Kofferraums  schon mehr Freude auf.  Das Volumen wuchs durch einen  nun ebenen Boden, unter  dem sich Batterie und Reserverad  befinden, um 20 auf insgesamt  144 Liter an – absolut  gesehen immer noch sehr wenig  und kaum geeignet, die vielen  Gepäckbrücken, die häufig  den Vorgänger zieren, verschwinden  zu lassen.  Doch der Raum ist jetzt  besser nutzbar, ebenso wie die  neuen Ablagen in den Türen.  

Vor- und Nachteile

Karosserie
  • verwindungssteife Karosserie hohe Funktionalität gute Verarbeitung einfache Verdeckbedienung
  • kleiner Kofferraum unpraktische Persenning
Fahrkomfort
  • keine Karosseriegeräusche befriedigendes Schluckvermögen guter Abrollkomfort geringe Bedienungskräfte
  • hoher Innengeräuschpegel
Antrieb
  • gute Fahrleistungen angenehme Leistungscharakteristik sehr exakte Schaltung gut gestuftes Getriebe
  • hohe Drehzahl nach Kaltstart
Fahreigenschaften
  • sicheres Kurvenverhalten exakte, leichtgängige Servolenkung sehr gute Handlichkeit guter Geradeauslauf
Sicherheit
  • wirksame und standfeste Bremsanlage Fahrer- und Beifahrer-Airbag serienmäßig Gurtstraffer
  • keine Sidebags lieferbar
Umwelt
  • Einsatz wasserlöslicher Lacke
  • schadstoffarm nur nach Euro 2
Kosten
  • sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis 30 000 km-Inspektionsintervalle niedrige Haftpflicht-Einstufung lange Garantie (drei Jahre)

Fazit

Die Neufassung des Mazda MX-5 hat nichts von ihren alten Tugenden verloren, und so bleibt der Roadster charakterlich ganz der alte: temperamentvoll, agil, funktionell und wirtschaftlich. Ein echter Zugewinn ist vor allem mit der Komfortverbesserung verbunden.

Übersicht: Mazda MX-5 im Test
Technische Daten
Mazda MX-5 1.6
Grundpreis 19.935 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 3975 x 1680 x 1225 mm
KofferraumvolumenVDA 144 l
Hubraum / Motor 1598 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 81 kW / 110 PS bei 6500 U/min
Höchstgeschwindigkeit 191 km/h
0-100 km/h 10,4 s
Verbrauch 8,1 l/100 km
Testverbrauch 8,7 l/100 km
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