Serie Beschleunigungs- und Bremsentest 0-300-0 km/h 2011

McLaren MP4-12C beim Highspeed-Test

McLaren MP4-12C Foto: Gargolov 46 Bilder

Der McLaren MP4-12C trat mit 600 PS zum Beschleunigungs- und Bremsentest 0-300-0 km/h an. Beim Hochgeschwindigkeits-Test müssen die Sportwagen aus dem Stand auf 300 km/h beschleunigen und aus diesem Tempo eine Vollbremsung absolvieren.

Das High-Speed-Event 0-300-0 km/h von sport auto und Dunlop wird seit 2008 jährlich auf dem Hochgeschwindigkeits-Oval in Papenburg ausgetragen. 15 Sportwagen, die zusammen knapp 10.000 PS leisten, sind 2011 zum Extremtest angetreten. Die sieben Serienfahrzeuge haben alle über 500 PS. Mit 600 PS ist der McLarne MP4-12C das zweitstärkste Serien-Fahrzeug im Feld.

McLaren MP4-12C ist ein Senkrechtstarter

Der McLaren MP4-12C macht den Auftakt beim 0-300-0-Event in diesem Jahr. Das orange-farbene Sportcoupé ist bereits seit zehn Tagen in Sachen Supertest in Deutschland unterwegs und muss nun zügig zurück auf die Insel - die Kollegen warten schon. Also: im ergonomisch perfekt geratenen Cockpit Platz genommen, Launch Control aktiviert und losgeprescht. In dem hinterradgetriebenen Zweisitzer mit dem zierlichen (3,8 Liter Hubraum), aber leistungsstarken (600 PS) Biturbo-V8 im Rücken der Passagiere geht der Ampelstart als eine der leichteren Übungen durch. Die im Track Mode nach wie vor aktive Traktionskontrolle justiert die ideale Anfahrdrehzahl und das rechte Maß an Schlupf aufs Beste.

Am meisten Grip ist auf den Betonplatten der dem als 0-300-0-Hauptquartier dienenden Dunlop-Truck gegenüberliegenden Geraden geboten. Auf jenen spritzt der 1.473 Kilogramm schwere Mittelmotorsportler mit zwei Personen an Bord und vollem Tank binnen 3,3 Sekunden auf Landstraßentempo. Die 200-km/h-Marke knackt der Brite nach nicht minder flotten 9,7 Sekunden. Bis zum Erreichen der in diesem speziellen Fall bei 300 km/h gesetzten Zielflagge vergehen gerade einmal 31 Sekunden. Mit diesen Werten kann sich der eigentlich primär der Querdynamik verpflichtete Straßensportler aus dem britischen Formel 1-Rennstall wahrlich sehen lassen.

Zum Vergleich: Der mit 620 Biturbo-PS und rund 1,4 Tonnen Gewicht in einer ähnlichen Liga spielende, im vergangenen Jahr am gleichen Ort gemessene Porsche 911 GT2 RS war mit 28,6 Sekunden bis 300 km/h kaum schneller, die mit 647 V8-Kompressor-Pferden aufgaloppierende und 1.531 Kilo schwere Corvette ZR1 mit deren 35,4 gar ein gutes Stück langsamer unterwegs (siehe Serienfahrzeuge bei 0-300-0 2010). Damit geht der britische Newcomer, dem an diesem Testtag keine wirklich vergleichbare Konkurrenz zur Seite steht, hier wie schon bei der Zeitenhatz in Hockenheim (siehe Einzeltest McLaren MP4-12C) als veritabler Senkrechtstarter durch. Dass der McLaren sich sowohl in der Sprint- als auch in der sich aus Antrittsvermögen und Verzögerungsleistung (7,1 Sekunden von 300 auf 0 km/h) zusammensetzenden Gesamtwertung als Zweiter bei 0-300-0 durchs Ziel geht, ist angesichts des in der nach vorn gerichteten Längsbewegung alles dominierenden Siegers aller Ehren wert.

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Technische Daten
McLaren MP4-12C 3.8 V8
Grundpreis 208.700 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4509 x 1908 x 1199 mm
KofferraumvolumenVDA 144 l
Hubraum / Motor 3799 cm³ / 8-Zylinder
Leistung 460 kW / 625 PS bei 7500 U/min
Höchstgeschwindigkeit 333 km/h
Verbrauch 11,7 l/100 km
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