Mercedes A 170 CDI Elegance

So long

Die Langversion ist ein Segen für die A-Klasse-Hinterbänkler: Breitere Türen und zusätzlicher Knieraum machen ihr Mitfahrer-Leben leichter.

Abgesehen vom schwierigen Start (Elchtest, Qualitätsmängel) ist die A-Klasse für Mercedes ein voller Erfolg. In nur dreieinhalb Jahren wurden mehr als 550.000 Autos verkauft. Wichtiger Aspekt: Die A-Klasse konnte für Mercedes ein neues Kundenpotenzial erobern, 80 Prozent ihrer Käufer kommen von anderen Marken.

Jetzt also das erste, umfassende Facelift. Äußerlich fallen zunächst die neu gestylten Stoßfänger und die Scheinwerfer in Klarglasoptik auf, doch ans Eingemachte geht eine andere Neuerung: Für 2155 Mark Aufpreis gibt es jetzt 170 Millimeter mehr Radstand. Die Langversion ist ein Segen für die A-Klasse-Hinterbänkler: Breitere Türen und zusätzlicher Knieraum machen ihr Mitfahrer-Leben leichter. Trotzdem bleibt auch die lange A-Klasse ein bemerkenswert kurzes (3,78 Meter) Kompaktauto. Handlichkeit und Parkplatzfreundlichkeit werden hier mit einem einzigartigen Raumangebot kombiniert. Die Fondsitzanlage lässt sich um 111 Millimeter verschieben, und wer die radikalste von insgesamt 36 Variationsmöglichkeiten wählt – den Ausbau der Rücksitze – wird mit einem Ladevolumen von 1530 Liter belohnt.

Die neue Länge bringt aber nicht nur Raumgewinn, sie hilft auch der Optik. Die Langversion gibt der A-Klasse endlich harmonische Proportionen. Ästhetische Unterstützung findet die neue Linie durch das leicht angehobene Dach (plus 12 Millimeter) sowie modifizierte A-, B- und C-Säulen. Gewonnen hat auch das vordem billig wirkende Interieur, denn die griffsympathischen Oberflächen haben endlich Mercedes-Niveau.

Das gilt allerdings nach wie vor auch für die Preise. Der mit einigen Extras ausgerüstet Testwagen (Grundpreis: 42.086 Mark) verkörperte einen Neupreis von gut 53.000 Mark – viel Geld für ein so kleines Auto, das trotz der Modellpflege immer noch mit konzeptbedingten Schwachstellen kämpft. Schlechter Geradeauslauf, Seitenwindemfpindlichkeit und Traktionsmängel – darunter leidet auch die Langversion. Gewonnen hat hingegen der Komfort, und das Fahrwerk stellt an das Fahrkönnen selbst bei forciertem Einsatz keine hohen Ansprüche. Das weiterentwickelte ESP greift nun nicht mehr so früh ein, aber die etwas gefühllose elektrohydraulische Lenkung lässt nach wie vor Wünsche offen.

An den drei Benzinmotoren (82, 102 und 125 PS) hat sich nichts geändert. Nur die Diesel wurden kräftiger. Der 160 CDI leistet jetzt 75 PS (vorher 60), der gleich große 170 CDI klettert von 90 auf 95 PS. An den Fahrleistungen (null auf 100 km/h in 12,6 s; Höchstgeschwindigkeit 180 km/h) ändert das nicht viel. Und mit nur 180 Nm Drehmoment fehlt dem 1,7-Liter-Turbodiesel auch nach wie vor die überragende Diesel-Schubkraft, wie man sie beispielsweise von der VW-TDI-Konkurrenz kennt. Schade deshalb, dass man für den niedrigen Mitteldruck noch nicht einmal mit einer befriedigenden Laufkultur entlohnt wird. Immerhin: Der Verbrauch (6,3 L/100 km) liegt im üblichen Rahmen.

Fazit

Der verlängerte Radstand bringt das überzeugende Raumkonzept der A-Klasse erst richtig zur Geltung. Komfort und Optik profitieren ebenfalls davon.Laufruhe und Durchzugskraft des Motor können nicht überzeugen. Größtes Manko bleibt der hohe Preis.

Technische Daten
Mercedes A 170 CDI L Elegance
Grundpreis 22.365 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 3776 x 1719 x 1589 mm
KofferraumvolumenVDA 390 bis 1180 l
Hubraum / Motor 1689 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 70 kW / 95 PS bei 4200 U/min
Höchstgeschwindigkeit 180 km/h
0-100 km/h 12,6 s
Verbrauch 5,0 l/100 km
Testverbrauch 6,3 l/100 km
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