Mercedes CLK Cabrio 3.2 im Test

Siebter Himmel

Foto: Uli Jooß 12 Bilder

Edel, offen, viersitzig – diese Art Cabriolet kommt nicht allzu oft vor. Das neue Mercedes CLK Cabrio passt hier haarscharf hinein, vor allem mit dem 3,2-Liter-Sechszylinder.

Lang ist’s her, aber noch nicht vergessen. Der ehemalige VW-Chef Ferdi­nand Piëch äußert sich zu offenen Autos: Cabrios müss­­ten immer als Cabrios zu er­kennen sein, auch in geschlossenem Zustand. Er favorisiert das Stoffverdeck, den Fetzen, wie die Österreicher gern dazu sagen. Blech-Faltdächer, wie sie über die Jahre so in Mode ­gekommen sind, gehören da ein­deutig nicht dazu. Denn geschlossen sind sie – angefangen mit dem Mercedes SLK, aufgehört vorläufig mit dem Peugeot 206 CC – Coupés, die der möglichen Attraktivität der Stoffmütze verlustig gehen. Der neue CLK von Mercedes trägt sie jedoch, genauso wie sein Vorgänger. Mit einem Fetzen hat dieses Verdeck aber nichts gemein. Es ist mehrlagig gepolstert und soll eine noch bessere Wärmeisolierung bieten als die Faltdächer der Konkurrenz. Auf alle Fälle verleiht es dem neuen Auto eine ganz persönliche Linie. Sogar der teure Verdeckstoff entfaltet eine Noblesse, die sich in Blech nicht darstellen lässt. Wir stehen vor einem 50.000-Euro-Automobil, dem einstigen 100 000-Mark-Gefährt. Da kann man schon etwas verlangen, etwa den größeren der beiden Sechszylindermotoren mit 3,2 Liter und 218 PS. Oder eine vollautomatische Bedienung des Stoffverdecks. Eine einzige Taste setzt die vielen elektrohydraulischen Heinzelmännchen in Bewegung, es surrt und klappt, und wie von Geisterhand bewegt verschwindet das Meisterwerk schwäbischer Handwerkskunst unter einer elegant konturierten Abdeckung. Fertig, der CLK ist offen, nicht einmal 20 Sekunden hat das alles gedauert. Die Zeichen stehen nun nicht auf Sturm, sondern ganz auf Fahrgenuss. Nicht einmal die Größe des Kofferraums verdirbt die Reiselust. Um 40 Liter auf insgesamt 390 Liter ist das Volumen im Vergleich zum Vorgänger gewachsen, mit offenem Verdeck bleiben noch 276 Liter übrig. Flach sollte das Gepäck nun sein, nicht zu sperrig, am besten Fladenbrot. Auch Karosserielänge und Radstand sind gewachsen, die eine um sieben, der andere um zweieinhalb Zentimeter.

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Vor- und Nachteile

Karosserie
  • gutes Raumangebot hohe Funktionalität hochwertiges Verdeck geringe Verwindungsneigung
  • magere Serienausstattung
Antrieb
  • gute Fahrleistungen harmonische Leistungsentfaltung angenehmes Laufgeräusch gut funktionierende Automatik
Fahrkomfort
  • gute Sitze sehr geringe Windgeräusche sehr komfortable Federung leichte Bedienbarkeit
Fahreigenschaften
  • sicheres Kurvenverhalten guter Geradeauslauf exakte Lenkung
  • hohes Gewicht in Kurven spürbar
Sicherheit
  • sehr gute Sicherheitsausstattung hervorragende Bremsen ESP serienmäßig
Kosten
  • geringer Wertverlust 30-Jahres-Garantie gegen Durchrostung
  • keine Drei-Jahres-Garantie
Umwelt
  • schadstoffarm nach Euro 4
  • hoher Verbrauch

Fazit

Der neue CLK ist ein bemerkenswert kultiviertes Cabrio – ungewöhnlich leise, sehr komfortabel und hier bestens motorisiert. Ein hoher Sicherheitsstandard und sichere Fahreigenschaften runden das Bild. Der Verbrauch ist zu hoch.

Übersicht: Mercedes CLK Cabrio 3.2 im Test
Technische Daten
Mercedes CLK 320 Cabriolet Avantgarde
Grundpreis 52.490 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4638 x 1740 x 1413 mm
KofferraumvolumenVDA 390 l
Hubraum / Motor 3199 cm³ / 6-Zylinder
Leistung 160 kW / 218 PS bei 5700 U/min
Höchstgeschwindigkeit 241 km/h
0-100 km/h 7,9 s
Verbrauch 10,6 l/100 km
Testverbrauch 12,6 l/100 km
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