Mercedes S 500

Prachtanspruch

Foto: Hans-Dieter Seufert 21 Bilder

Knapp 90.000 Euro kostet der S 500, das neue Prachtstück von Mercedes. Aber setzt es auch Maßstäbe? Der erste Test mit dem 388 PS starken Technologieträger zeigt, wo der Fortschritt steckt.

Kann S noch mehr sein? Kennt der Fortschritt keine Grenzen? Oder ist irgendwann doch mal Feierabend, sprich das theoretisch noch Mögliche zu marginal, nicht mehr nachvollziehbar, unsinnig teuer?

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Einzeltest Mercedes S 500
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Schließlich räumen selbst Mercedes- Ingenieure gelegentlich ein: Wir nähern uns asymptotisch einem Optimum. Und in vielen Bereichen sind wir schon ziemlich dicht dran. Da beruhigt es zu wissen, dass sich die Frage nach dem Ende der Fahnenstange so regelmäßig stellt, wie Mercedes die S-Klasse wechselt.

Wann immer ein neues Topmodell die Palette krönte, prompt wurde ihm das Prädikat „perfekt“ angeheftet – fälschlicherweise, wie wir heute wissen. So empfiehlt es sich, diesmal den Superlativ zu meiden.

Was der erste Test hingegen zweifelsfrei offenbart: Der neue S 500 kommt dem Ideal ziemlich nahe. Dabei grenzt der abermalige Fortschritt keineswegs an Hexerei. Der Raumvorteil zum Beispiel: kein Wunder, wenn das Auto größer ausfällt. Die Kurzversion ist drei Zentimeter länger, knapp zwei Zentimeter breiter und hat sieben Zentimeter mehr Radstand. Rein optisch ist der Unterschied gewaltiger.

Mit den dicken Backen und dem massigen Heck könnte man meinen, die S-Klasse sei im Bodybuilding-Studio gestylt worden. Ein Auto wie Schwarzenegger in Nadelstreifen. So nützt dasWachstum innen auch vor allem der Schulterfreiheit. Man hat seitlich mehr Luft, ansonsten ist der Raumgewinn gering – kein Problem, denn schließlich reichte es schon im Vorgänger.

Die eigentliche Attraktion ist denn auch weniger das generöse Platzangebot. Wenn einen hier etwas umhaut, dann ist es die Inneneinrichtung, eine Mischung aus Hotellobby, Vodka-Bar und Raumschiff Enterprise: edle Machart, silbrig glänzende Schalter, wohin der Blick auch schweift, voraus nicht ein, sondern gleich zwei Farbbildschirme, wovon im linken der Tacho oder die Bilder des optionalen Nachtsichtgeräts aufscheinen (lieferbar ab November). Und bei Dunkelheit schimmert es intim aus den Holzblenden – die neue, indirekte „Ambiente-Beleuchtung“. Mister Spock wäre fasziniert.

Vor- und Nachteile

Karosserie
  • –großzügige Platzverhältnisse –großer Kofferraum –guter Qualitätseindruck
  • –Bedienungsmängel
Fahrkomfort
  • –hoher Gesamtkomfort –bequeme Sitze –geringes Innengeräusch –sehr gute Klimatisierung
  • –Federungsschwächen bei hohem Tempo
Antrieb
  • –sehr gute Fahrleistungen –hoher Schaltkomfort –hohe Laufkultur –großer Tank (90 Liter)
Fahreigenschaften
  • –hohe Fahrsicherheit –gute Handlichkeit –präzise Lenkung –minimale Seitenneigung
  • –nur durchschnittliche Traktion
Sicherheit
  • –sehr gute Bremsen –umfangreiche Sicherheitsausstattung
Umwelt
  • –angemessener Verbrauch
Kosten
  • –umfangreiche Ausstattung
  • –hoher Anschaffungspreis –teure Extras –hohe Unterhaltskosten

Fazit

Als nervenschonender Langstreckenexpress erfüllt der S 500 auch hoch gesteckte Erwartungen. Seine Sicherheit ist exemplarisch, ebenso Antrieb und Bedienung. Nicht optimal: die Bedienung.

Übersicht: Mercedes S 500
Technische Daten
Mercedes S 500
Grundpreis 95.617 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 5076 x 1871 x 1473 mm
KofferraumvolumenVDA 560 l
Hubraum / Motor 5461 cm³ / 8-Zylinder
Leistung 285 kW / 388 PS bei 6000 U/min
Höchstgeschwindigkeit 250 km/h
0-100 km/h 5,7 s
Verbrauch 11,8 l/100 km
Testverbrauch 14,4 l/100 km
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