5 Gründe, warum man jetzt einen W140 kaufen sollte

Jetzt kaufen! Billig-Maybach von Mercedes

Mercedes-Benz W140, Frontansicht, Michael Orth Foto: Arturo Rivas 22 Bilder

Beste Limousine der Welt: Die W140-S-Klasse trieb diesen Anspruch von Mercedes auf die Spitze. So sehr, dass sie manchem zunächst vorkam wie eine Karikatur. Heute ist der W140 längst rehabilitiert.

1. Der S-Klasse-Stammbaum

Die wievielte S-Klasse ist der W140 denn? So eindeutig ist das nicht zu sagen, denn es kommt darauf an, in welchem Modell die erste Generation der S-Klasse gesehen wird. Mercedes selbst sieht diese im W108/109 von 1965, bezeichnet sie offiziell allerdings erst mit dem Nachfolger, dem W116 von 1972, so. Auf den folgte 1979 der W126, der 1991 vom W140 abgelöst wurde.

In dessen Ahnenreihe ließen sich aber auch schon die zwischen 1959 und 1965 angebotenen Baureihen W111 und W112 einordnen, eben als jeweilige Mercedes-Spitzenmodelle. Es ist also, wie so oft bei Mercedes, etwas komplizierter, was die Benamung angeht.

Die S-Klasse als solche soll traditionell einen viel weiterreichenden Anspruch auf die Spitze verkörpern: die beste Limousine der Welt zu sein. Als solche hatte die W140er-Plattform in der Version mit langem Radstand denn auch noch als Basis für den Maybach herzuhalten.

Mercedes S-Klasse, W140 Foto: Daimler AG
Gleicher Designer: Als Mercedes den Nachfolger des W126 vorstellte, gab es hitzige Diskussionen über das Design des W140. Beide Generationen stammen aus der Feder von Bruno Sacco.

2. Preis – rund ein Zehntel des Neupreises

Der Einstandspreis für den Mercedes S 600 lag nur ganz knapp unter 200.000 Mark. Anständige W140 mit V12 kosten heute dagegen rund ein Zehntel dessen. Exemplare am unteren Ende der Preisspanne sind, auch wenn mechanisch okay, oft eine heikle Angelegenheit, weil die angejahrte Can-Bus-Elektronik auch finanziell schwer kalkulierbare Launen entwickeln kann.

3. Leistung – bis 408 PS

Der Mercedes W140 verteilt mehr als 2 Tonnen Gewicht auf über 5 Meter. Er bewegt diese Masse und Größe mit mindestens 193 PS des Sechszylinders 300 SE 2.8 und maximal 408 PS des Zwölfzylinders. Die Goldene Mitte: der V8 des Typs M119 mit entweder 4,2 (279/286 PS) oder 5 Litern Hubraum (320/326 PS). Sechszylinder gibt es auch mit Fünfgang-Schaltgetriebe, ansonsten langlebige Vier- und Fünfgangautomatik.

Mercedes-Benz W140, Cockpit Foto: Arturo Rivas
Kommandozentrale: Für jede Funktion gibt ein ein eigenes Knöpfchen statt Dreh-Drück-Steller und Menüs mit mehreren Ebenen.

4. Größe – weniger als es scheint

Vielleicht weniger die Größe des Mercedes W140. Sondern unsere eigene. Sie erlaubt es uns, nun Abbitte zu leisten. Oder zumindest eine längst fällige Korrektur der eigenen, als Meinung maskierten Voreingenommenheit vorzunehmen. So ein arroganter Großkotz ist der W140, betrachtet aus einem zeitlichen Abstand von nun gut 20 Jahren, doch gar nicht.

Der Mercedes W140 wirkte nur so im direkten Vergleich zum W126 mit dessen sympathischem Schwiegersohn-Gesicht . Wenn aber doch die Größe des W140 an sich gemeint ist: Es gibt ihn als Limousine, als um zehn Zentimeter gestreckte Langlimousine (V140) und als Coupé (C140) – das übrigens mit nur etwa 26.000 Exemplaren sehr selten ist. Beide entstanden fast 407.000 Mal.

5. Technik, die begeistert

Seine Elektronik ist über ein Can-Bus-System vernetzt, doppeltes Glas schützt vor der bösen Welt, adaptive Dämpfer vor Gerumpel auf schlechten Straßen. Noch heute wirken Komfort und Materialgüte des Mercedes W140 vorbildlich. Er war ein Wegbereiter für ESP, umweltfreundliche Fertigung und Recycling.

Mercedes S-Klasse, W140, Innenraum Foto: Daimler AG
Luxus für 4: Das Platzangebot ist schon in der kurzen Normalversion sehr gut. Bei der um rund 10 cm verlängerten L-Variante wird es noch großzügiger und man kann die Beine ausstrecken. Im Pullman kann man schon Fußball spielen.

Darauf sollten Sie beim Kauf eines Mercedes W140 unbedingt achten

Es muss kein Zwölfzylinder sein! Die Unterhalts- und Wartungskosten sind deutlich höher als bei den kleineren Triebwerken. Aber das Einsparpotenzial des Sechszylinders ist zu gering, um ihn dem fulminanten V8 vorzuziehen. Rost befällt nur vernachlässigte Exemplare.

Neuralgische Punkte am Mercedes W140: Elektronik um Motorsteuergerät und Kabelbaum sowie die technische Komplexität. Unerlässlich: die komplette Komfortausstattung sorgfältigen Funktionstests unterziehen.

So viel kostet ein Mercedes W140

Die günstigste Möglichkeit, einen Mercedes W140 zu fahren, ist ein Sechszylinder: Rund 8.300 Euro sind für Zustand-2-Fahrzeuge fällig, im Zustand 4 beginnen die Preise bei etwa 2.700 Euro. Für 400 Euro mehr gibt es einen S 500/500 SE, im guten Zustand liegt dieser bei runden 10.000 Euro. Das Topmodell ist in der Anschaffung rund 1.000 Euro teurer (Zustand 4: 3.500 Euro).

Zwar sind die Coupés deutlich rarer, doch bei den Preisen sind nur geringe Aufschläge fällig: Mit 5-Liter-V8 kostet die zweitürige Version im Zustand 2 etwa 12.000 Euro (Zustand 4: 3.900 Euro). Der 6-Liter-V12 liegt bei 13.000 Euro.

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Technische Daten
Mercedes S 600
Grundpreis 105.338 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 5113 x 1886 x 1480 mm
KofferraumvolumenVDA 525 l
Hubraum / Motor 5987 cm³ / 12-Zylinder
Leistung 290 kW / 394 PS bei 5200 U/min
Höchstgeschwindigkeit 250 km/h
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