Mini Cabrio, Exterieur/Interieur Dani Heyne
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Mini Cabrio Gebrauchtwagen-Check

Mini Cabrio im Gebrauchtwagen-Check Offenes Vergnügen zum kleinen Preis?

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Kurz und knackig – und als Cabrio mit steil stehender Frontscheibe ein echtes Frischluftvergnügen. Warum es klug ist, jetzt nach einem gepflegten Modell der ersten Generation zu suchen? Weil die Preise gerade echt mini sind. Ab 3.000 Euro geht’s los. Und was sagt Meister Wünsch?

Geduld und Leidensfähigkeit sind bei einer Liebesbeziehung mit einem Mini von Vorteil", scherzt Meister Wünsch zur Begrüßung und fügt breit grinsend hinzu: "Vor allem, wenn es sich um die erste Generation handelt."

Kurz zur Erinnerung: Vor fast 20 Jahren präsentierte BMW die Neuauflage des Mini, der zuvor über 40 Jahre das Minimalkonzept auf Rädern verkörpert hatte. Die Rezeptur seines Schöpfers, Sir Alec Issigonis, wollte einfach nicht alt werden. Genau genommen ist sie das bis heute nicht. Aber zurück zum aktuellen Mini aus dem BMW-Universum. Der erste Generation hat längst selbst ihre Nachfolger und ist auf einem guten Weg zur eigenen Klassikerkarriere.

"Stimmt genau", pflichtet Meister Wünsch bei. "Und wie das bei romantischen Rückblicken eben so läuft: Man schwelgt in den schönen Erinnerungen – und blendet die Schattenseiten einfach aus." Was unser Gebrauchtwagen-Checker da anspricht, sind die Kinderkrankheiten der ersten Mini-Generation. Die kleineren und größeren Macken, die so gar nicht zum Qualitätsanspruch von BMW passen: wackelige Scheinwerfer, ausgeschlagene Aufhängungen, abgesoffene Steuergeräte, knisternde Innenräume und vor allem defekte Synchronringe bei den Schaltgetrieben.

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Dach dicht? Bei einem gebrauchten Cabrio sollten Sie unbedingt das Verdeck auf Beschädigungen untersuchen. Bei diesem Exemplar ist alles in Ordnung.

BMW hat sich mit dem ersten Mini schwergetan

Rückblickend fällt auf, dass der Mini-Neustart unter BMW-Ägide kein Selbstläufer war. Klar, das wunderbar knackige Fahrwerk überzeugte Anfang der 2000er-Jahre alle Kritiker, deren Rücken noch intakt war. Denn: "Komfort spielte bei den kurzen Flitzern ja nur eine untergeordnete Rolle. Was auch völlig okay war – und recht schnell zum Markenzeichen wurde." Meister Wünsch macht eine Pause und zeigt auf den heutigen Testwagen: ein Mini Cooper Cabrio, Erstzulassung Dezember 2005. Mit 99.000 Kilometern auf der Uhr, Teilledersitzen mit Sitzheizung, Lederlenkrad und Parkpiepsern am Heck. "Gute Ausstattung, gepflegte Optik", urteilt Meister Wünsch und beginnt, das kleine Cabrio genauer unter der Lupe zu nehmen. Dabei liefert er noch einen Tipp: Da die erste Generation Mini so straff abgestimmt war, sollte man sich nicht unbedingt in ein Cabrio mit hoher Kilometerlaufleistung verlieben. Denn: "Das wurde zu lange durchgeschüttelt."

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Unbedingt checken: War der Mini regelmäßig beim Service? Das Wartungsheft verrät es. Fehlen einige Durchsichten? Dann Finger weg und weitersuchen, der Markt gibt einiges her.

Während sich unser Checker nun auf mögliche Unstimmigkeiten am Blechkleid konzentriert, werfen wir einen Blick auf die Preise gebrauchter Mini Cabrios. Die sind nämlich mittlerweile durchaus erschwinglich. In den gängigen Gebrauchtwagenbörsen im Internet starten offene Minis aktuell bei rund 3.000 Euro. Dann allerdings mit rund 150.000 Kilometern Laufleistung. Soll der Kilometerstand fünfstellig sein, braucht’s 1.000 Euro mehr. "Die würde ich investieren und auf einem vollen Service-Heft bestehen. Ideal wäre ein Zweitwagen aus erster Hand. So was findet sich, denn die Mini Cabrios der ersten Generation haben die Sammler noch nicht im Visier. Aber auch das wird kommen", meint Meister Wünsch. Sein Karosserie-Check blieb unauffällig: "Nur ein paar Parkrempler, typische Kampfspuren eines Stadtautos." Die Spaltmaße werfen dagegen keine Fragen auf, die Frontscheibe hat keine Steinschläge, das elektrische Verdeck faltet sich akkurat zusammen und hat keine Risse. Nun geht’s zur Probefahrt – die ist hier besonders wichtig, da die Antriebe des Mini nicht zu seinen Schokoladenseiten zählen. Meister Wünsch fasst das etwas direkter zusammen …

Welcher Motor am bes-ten zum Cabrio passt?

"Bei den drei Benzinern des Cabrio handelt es sich stets um einen 1,6-Liter-Vierventiler, den es in unterschiedlichen Ausbaustufen gab, von 90 bis 170 PS. Allesamt durstig, sowohl beim Kraftstoff- als auch beim Ölverbrauch. Der Cooper mit 115 PS ist da meist die beste Wahl – ausreichend kräftig, aber sparsamer als ein Cooper S." Nach ein paar Kilometern fügt er hinzu: "Bei der Probefahrt unbedingt fleißig schalten, denn oft kommt es hier zu Problemen, unter anderem durch verschlissene Synchronringe." Dann lassen sich die Gänge nicht mehr leicht und flüssig einlegen. Und: "Ist das Schaltgetriebe hinüber, kostet der Tausch schnell zwei- bis dreitausend Euro." Leider ist die optionale Automatik keine echte Alternative, da die Benziner damit noch mehr verbrauchen.

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Korrosion? Minis der BMW-Ära blühen ganz selten. Der hier sichtbare Flugrost am Achs- und Motorträger ist unkritisch.

Auf dem Weg zurück zur Werkstatt nimmt der Meister bewusst ein paar Schlaglöcher mit, um das Fahrwerk zu fordern und die Steifigkeit zu prüfen. Doch bis auf ein leichtes Poltern ist hier nichts zu hören.

Ein paar Minuten später begutachtet er die Bremse auf der Hebebühne. Vor allem die Scheiben hinten zeigen oft ein schlechtes Tragbild, was vom zögerlichen Bremsen kommen kann. Die Roststellen am Motorträger sind aber kein Problem. Was unserem Checker weniger gefällt, ist der Ölfilm unter dem Antrieb. "Da ist eine Dichtung verschlissen, die gehört ausgetauscht."

Das Fazit von Meister Wünsch: "Das erste neue Mini Cabrio ist auf dem Weg zum Klassiker. Es hat neben viel Charme jedoch auch einige Macken. Aber das müssten Fans englischer Automobile ja kennen …

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Fazit

Ein gebrauchtes Mini Cabrio ist Ihr Typ, wenn Sie gern oben ohne Auto fahren. Und zwar so richtig. Denn der Mini der ersten Generation bietet dank seiner steil stehenden Frontscheibe ein besonders intensives Cabrio-Gefühl. Wo viel Sonne scheint, gibt’s allerdings auch Schatten: Verarbeitungsqualität und Antriebe lagen anfangs noch nicht auf BMW-Standard. Geben Sie darum ungepflegten Modellen keine Chance – das lohnt nicht! Ideal wäre ein regelmäßig gewarteter Zweitwagen aus erster Hand. Mit etwas Glück gibt’s den aktuell sogar zu Minipreisen.

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