Mini Cabriolet

Britischer Luftikuss

Foto: Achim Hartmann 10 Bilder

Auf den offenen Mini haben viele Interessenten gewartet. Nun ist er endlich da, hübsch anzusehen, natürlich mit Stoffmütze. Im luftigen Test der 115 PS starke und 20.000 Euro teure Cooper.

Jetzt gibt es sie alle in Offen-Version, die Retro- Design-Autos. Den Anfang machte der VW Beetle. Der Chrysler PT Cruiser folgte, optisch ein Liebhaberstück. Und nun Mini, der Kleinste der Nostalgie-Truppe. Wie sieht er aus? Natürlich ist die Antwort auch Geschmacksache, aber hässlich findet ihn niemand. Die schwarze Stoffmütze sitzt nicht nur, sondern passt auch zur kantigen Kontur. Und sie macht, wie immer, wenn sie schnödes Blech ersetzt, alles eleganter – ein Effekt, auf den die wie Pilze aus dem Boden drängenden Blechdach-Cabrios vielfach verzichten müssen.

Mit Stoffdach fährt man erkennbar immer Cabrio, ein nicht zu unterschätzendes Signal an die Umwelt. Doch Stoffverdeck ist nicht gleich Stoffverdeck. Die BMW-Konstrukteure haben sich eine Besonderheit für das kleinste Cabrio in ihrem Programm ausgedacht, etwas, was niemand sonst hat: eine Art Schiebedach, das sich im vorderen Bereich nach Knopfdruck sanft nach hinten faltet und damit die erste und mildeste Stufe der Mini-Entblätterung realisiert. Man kann von dieser Ouvertüre auch während der Fahrt Gebrauch machen, bis Tempo 120 km/h. Gar nicht übel, Idee und Verwirklichung. Ein Stückchen Himmel ist zu sehen, 34 mal 105 Zentimeter groß, für den Fahrtwind mehr als bei einem normalen Schiebedach willkommene Einflugschneise. Er fächelt nicht nur ein bisschen an der Frisur herum, sondern wirkt forsch und macht Appetit auf mehr. Mini open. Dazu muss man anhalten. Knopfdruck genügt, und ein Elektromotor schiebt das Verdeck samt Fensterrahmen nach hinten, wo es sich faltet und, persenninglos, einen kleinen, nostalgisch wirkenden Hügel bildet.

Was davor steht, ist ganz unromantisch, wenn auch im seltenen Falle der Not schlecht entbehrlich. Die beiden verchromten Überroll-Höcker mitsamt Kopfstützen hinter den Fondsitzen zerstören die Cabrio- Linie restlos und sehen immer nach Überschlag aus. Viel Platz gibt es nicht auf der Rückbank. Mini-Fahrer, das zeigt der Erfolg der Limousine, können damit leben. Auch das Cabrio ist eigentlich ein Zweisitzer mit Notsitzen, wobei es nur den ersten beiden wirklich gut geht. Für das Offenfahren gilt das besonders. Hinten zieht es wie Hechtsuppe. 

Vor- und Nachteile

Karosserie
  • gutes Raumangebot vorne gute Karosseriequalität einfache Verdeck-Bedienung
  • kleiner Kofferraum stark eingeschränkte Rück-Sicht
Fahrkomfort
  • bequeme Sitze und Sitzposition befriedigender Federungskomfort geschmeidiges Abrollen geringe Windgeräusche
Antrieb
  • kultivierter Motorlauf gute Fahrleistungen exakte Schaltung
  • wenig Durchzugsvermögen
Fahreigenschaften
  • hohe Agilität sehr sicheres Kurvenverhalten gute Traktion exakte Lenkung
Sicherheit
  • standfeste Bremsen gute Sicherheitsausstattung
  • ESP nur gegen extrem hohen Aufpreis
Umwelt
  • schadstoffarm nach Euro 4 angemessener Verbrauch
Kosten
  • zwölf Jahre Garantie gegen Durchrostung
  • keine Drei-Jahres-Garantie

Fazit

Eines der kleinsten Cabrios auf dem Markt ist gleichzeitig auch eines der erfreulichsten. BMW hat ein erstaunlich kultiviertes Cabrio auf die Räder gestellt. ESP sollte bei seinem Preis zur Serienausstattung gehören.

Übersicht: Mini Cabriolet
Technische Daten
Mini Cabrio Cooper
Grundpreis 21.300 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 3635 x 1688 x 1415 mm
KofferraumvolumenVDA 165 bis 605 l
Hubraum / Motor 1598 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 85 kW / 115 PS bei 6000 U/min
Höchstgeschwindigkeit 193 km/h
0-100 km/h 10,7 s
Verbrauch 7,3 l/100 km
Testverbrauch 9,2 l/100 km
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