Mini Cooper S Works im Test

Works-Aholic

Foto: Uli Jooß 11 Bilder

Für alle, denen der normale Mini Cooper S noch zu unsportlich ist, liefert die Spezialversion von John Cooper Works (JCW) Fahrwerkstuning und 210 PS.

Das Jammern klingt laut und eindringlich, ganz so, als wäre ein stattlicher Hammer auf dem Schwanz einer ebenso imposanten Katze gelandet. Es ist der Powersound eines Cooper S, vom englischen Mini-Werks-Tuner John Cooper Works auf Trab gebracht. Das eigenartige Heulkonzert stammt aus den Tiefen des Motorraums. Dort pfeift ein vergrößerter Verdichter dem 1,6 Liter großen Basismotor eine Überdosis Luft ein. Dank zusätzlicher Luftfilter-Einlassklappe kann der Kompressor ab 4500/min noch tiefer atmen. Neue Einspritzdüsen und ein angepasstes Motormanagement tun das Ihre dazu, dass der Works-Mini 40 PS mehr stemmt als der Basis-Cooper S mit 170 PS. Damit schießt der Mini so hurtig über die Straße, als hätte man ihm auf den Auspuff getreten – ein Ansprechverhalten, das man so eigentlich schon beim Serien-Mini erwarten würde. Behände schwingt er sich über seine zäheren Drehzahlregionen unter 3500/min hinauf bis zu seinen Wohlfühltouren.

Dann schnurrt der Fahrer, denn einmal in Schwung, knallt der Rennfloh beim Gasgeben geradezu vorwärts. Beschleunigungsorgien aus dem Stand verwehrt sich der Mini aber, die Traktion der 18-Zoll-Räder ist nur mäßig. Über die Autobahn donnert er mit bis zu 230 km/h und genehmigt sich dabei auch schon mal bis zu 20 Liter Sprit pro 100 Kilometer. Es sollte jedoch eine gute Autobahn sein, denn auf einer von Verwerfungen geplagten Oberfläche versetzt der sehr straffe Works so hektisch, als hätte er seine Pfoten auf eine heiße Herdplatte gesetzt.

Neue Einspritzdüsen und ein angepasstes Motormanagement tun das Ihre dazu, dass der Works-Mini 40 PS mehr stemmt als der Basis-Cooper S mit 170 PS. Damit schießt der Mini so hurtig über die Straße, als hätte man ihm auf den Auspuff getreten – ein Ansprechverhalten, das man so eigentlich schon beim Serien-Mini erwarten würde. Behände schwingt er sich über seine zäheren Drehzahlregionen unter 3500/min hinauf bis zu seinen Wohlfühltouren. Dann schnurrt der Fahrer, denn einmal in Schwung, knallt der Rennfloh beim Gasgeben geradezu vorwärts. Beschleunigungsorgien aus dem Stand verwehrt sich der Mini aber, die Traktion der 18-Zoll-Räder ist nur mäßig.

Über die Autobahn donnert er mit bis zu 230 km/h und genehmigt sich dabei auch schon mal bis zu 20 Liter Sprit pro 100 Kilometer. Es sollte jedoch eine gute Autobahn sein, denn auf einer von Verwerfungen geplagten Oberfläche versetzt der sehr straffe Works so hektisch, als hätte er seine Pfoten auf eine heiße Herdplatte gesetzt.

Bei schlagartigem Einsatz der Bremsen fängt der Mini zu allem Überfluss auch noch das Wandern an, und der Pilot hat alle Hände voll zu tun, den gereizten Kleinen wieder in den Griff zu bekommen.

Auf der Landstraße zieht sich der um 15 Millimeter tiefergelegte Mini dagegen so bedingungslos in Kurven hinein wie ein Carving-Ski. Die Lenkung gibt eine gute Rückmeldung und damit dem Fahrer das Gefühl, ein erwachsenes Auto zu steuern.

Nur die speziellen Works- Leder-Sportschalen scheinen für Kinder gemacht zu sein. Schon bei etwas breiter gebauten Männern drücken die Seitenwangen zu wie eine englische Holzfäller-Hand.

Dass die Rückenlehnen-Verstellung bei geschlossener Tür nicht mehr erreichbar ist, wird da fast zur Nebensache. Diese Fahrer-Auto-Beziehung ist nicht nur intim, sondern auch einengend.

Aber immer noch besser als der laxe Seitenhalt der Original-Sessel. Mit seiner gesunden Rauheit richtet sich der kleine Dampfhammer damit nicht an Piloten, die einen Mini fahren, weil er so süß ist und in kleine Parklücken passt.

Genauso wenig werden Sound-Fetischisten ihr Heil im nervigen Kompressor- Geheul finden. Wer jedoch eine Fahrmaschine für die schnelle Landpartie sucht, wird mit dem Cooper Works glücklich.

Gesetzt den Fall, man ist bereit, rund 25 300 Euro dafür hinzublättern.

Fazit

Exzellentes Handling, präzise Lenkung, standfeste Bremsen, sehr gute Fahrleistungen. Leider laute Motorgeräusche, hartes Fahrwerk, schlechte Traktion, versetzt auf welliger Fahrbahn, sehr hoher Verbrauch, enge Sportsitze.

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