Nissan 350 Z im Test

Z-Ansage

Foto: Hans-Dieter Seufert 8 Bilder

Nissan hat den Kult-Sportler 350 Z überarbeitet: 21 Zusatz-PS, bessere Innenraum-Materialien und nicht zuletzt ein höherer Preis kennzeichnen den neuen Jahrgang. Erster Test.

Womöglich hat er sich die falschen Eltern ausgesucht. Dass es einen Rock’n’Roller gibt zwischen den Pragmatikern des Nissan-Programms, daran können sich deutsche Käufer offenbar nicht gewöhnen: Nur 1580 im vergangenen Jahr abgesetzte 350 Z zeigen es. In den USA und Japan dagegen schreibt er als Bestseller eine Erfolgsgeschichte fort, die vor 36 Jahren begann – nicht ohne Unterbrechungen, aber immer mit niedrigen Zahlen auf dem Preisschild.

Hier zu Lande weist es 36 400 Euro für das Einstiegs-Coupé aus, 38 800 Euro kostet ein 350 Z mit Premium- Pack, das aus elektrisch verstellbaren Ledersesseln, Bose-Audiosystem und Tempomat besteht. Beide Versionen sind 1500 Euro teurer geworden. Wichtigster Gegenwert:Der 3,5-Liter- V6 leistet jetzt 301 statt 280 PS, erreicht durch Feinschliff wie durchsatzfreudigere Ansaugkrümmer und variable Einlass-Steuerzeiten.

Deutlich spürbar ist die Zugabe im Alltag allerdings nicht: Die 100-km/h-Marke erreicht er aus dem Stand um vier Zehntelsekunden schneller als der Vorgänger (6,0 statt 6,4 Sekunden), zudem liegt mit 353 Nm bei 4800 Umdrehungen ein etwas geringeres Drehmoment- Maximum an (vorher 363 Nm). Die Höchstgeschwindigkeit ist nach wie vor auf 250 km/h limitiert. Neu ist zudem die geschwindigkeitsabhängige Servolenkung: Sie leistet beim Rangieren weniger Widerstand, ändert aber nichts am gewohnt zackigen Handling.

Dass er Haarnadelkurven so aufgeschlossen gegenübersteht wie Drehzahlen bis hoch in die 6000er, ist keine Neuigkeit. Ebenso wenig wie die nachhaltige Arbeit seiner Bremsen und das gut beherrschbare Kurvenverhalten des hart gefederten 350 Z. Spürbarer Fortschritt ist im Innenraum zu verzeichnen.

Die Herren der Nissan-Rotstifte nickten hochwertige Alu-Applikationen ab, außerdem neue Türverkleidungen und eine bessere Oberfläche der Mittelkonsole.

Ein brauchbares Handschuhfach gibt es aber immer noch nicht, außerdem sind selbst die vergrößerten Türablagen noch winzig.
Und klaffende Hartplastik- Teile erinnern nach wie vor daran, dass 300-PS-Sportwagen in der Regel deutlich teurer sind. Die Kunst der Fuge kümmert echte Rock’n’Roller offenbar nicht.

Fazit

Sehr gute Fahrleistungen, ein drehfreudiger Motor und standfeste Bremsen stehen im 350 Z einem kleinen Gepäckraum, einem eingeschränkten Federungskomfort und hohen Kraftstoffkosten gegenüber.

Technische Daten
Nissan 350Z Coupé Premium Pack
Grundpreis 40.290 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4315 x 1815 x 1315 mm
KofferraumvolumenVDA 235 l
Hubraum / Motor 3498 cm³ / 6-Zylinder
Leistung 221 kW / 301 PS bei 6400 U/min
Höchstgeschwindigkeit 250 km/h
0-100 km/h 6,0 s
Verbrauch 11,8 l/100 km
Testverbrauch 12,9 l/100 km
Alle technischen Daten anzeigen
Noch nicht registriert?

Erstellen Sie jetzt Ihr kostenloses Profil und profitieren Sie als registrierter Nutzer von folgenden Vorteilen:

  • Exklusiver Zugriff auf alle Test- und Messdaten der Redaktion
  • 360°-Ansichten von Autos
  • Schneller PDF-Kauf
Kostenlos anmelden
Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
Top Aktuell Racechip Hyundai i30 N - Tuning - Kompaktsportwagen Racechip-Hyundai i30 N im Test 320 Tuning-PS im Kompakten
Beliebte Artikel MTM-AUDI R8 V10 PLUS 802 SUPERCHARGED, Exterieur MTM-Audi R8 V10 Plus 802 im Test Am Limit des Machbaren Porsche 911 GT3 RS, Exterieur Porsche 911 GT3 RS im Test Mit Wolllust Richtung Begrenzer
Anzeige
Sportwagen Mercedes-AMG GT R PRO Mercedes-AMG GT R Pro (2019) Sonderserie mit Renn-Genen Mansory Lamborgini Aventador S Mansory tunt Aventador S Carbon so weit das Auge reicht
Allrad Ford Bronco Neuer Ford Bronco 2020 Bald Serie, aber nicht mehr Kult Subaru Crosstrek Hybrid (USA) Subaru Crosstrek Hybrid (2019) XV für die USA als Hybrid
Oldtimer & Youngtimer Mercedes 280 SE 3.5 Cabriolet W111 (1970) Wiesenthal Mercedes-Auktion Wiesenthal Familiensammlung unterm Hammer Porsche Carrera GT Werksrestaurierung Porsche Classic Carrera GT 13 Jahre alt, aber jetzt fabrikneu
Promobil Camperliebe #Cl1 (2019) #cl1 auf Hyundai-Basis Vernetzt und digital CMT Impressionen (2018) Wohnmobil-Zulassungszahlen 2018 weiter auf Rekordkurs
CARAVANING Aabo Camping Vandland Campingplatz-Tipp Dänemark Aabo Camping Vandland Caravan Hobby De Luxe mit Zugwagen Das sind die Caravan-Bestseller Wohnwagen-Neuzulassungen 2017