Opel Omega

Nach einer gründlichen Renovierung soll der Opel Omega wieder mehr Kunden finden, die für möglichst wenig Geld möglichst viel Auto einkaufen wollen.

Es gibt ein Wort, bei dessen Nennung sämtliche Nackenhaare der Opel-Manager stramm stehen: Hosenträger. Nichts liegt der Rüsselsheimer General-Motors-Tochter mehr am Herzen, als wegzukommen vom zäh haftenden Image, Autos zu bauen, die dem deutschen Spießbürger auf den rundlichen Leib geschneidert sind.

Gerade das Flaggschiff Omega hat sich als ein für die Flucht in ein jugendlicheres Erscheinungsbild ungeeignetes Transportmittel erwiesen. Es blieb ein Bürgermeister, gern genutzt auch von Camping- Freunden, welche die guten Zugwagen-Eigenschaften des konventionell heckgetriebenen Mittelklasse-Autos schätzen. Image hin, Image her: Auch wenn der Omega nicht das Herz des Auto-Enthusiasten erwärmt, darf er als sehr respektables Angebot mit einem ungewöhnlich günstigen Preis-Leistungs- Verhältnis gelten.

Die neue Generation setzt da noch eins drauf, mit weiter verbesserter Ausstattung und neuem Basistriebwerk. Ein solcher Omega kostet 50 150 Mark, und dafür bekommt der Käufer eine stattliche 4,90-Meter- Limousine mit einem 144 PS starken Antrieb. Der in Größe und Leistung vergleichbare Mercedes E 200 kostet 61 828 Mark. Die Details der stilistischen Überarbeitung, die den Omega des Jahrgangs 2000 auszeichnen, hat auto motor und sport schon eingehend beschrieben (Vorstellung in Heft 16/99, Fahrbericht in Heft 18/99). Zu einem echten Neuigkeitswert haben sie dem Opel nicht verholfen. Leuchten mit Klarglas und Chrom am Kühlergrill reichen nicht aus, um aus einem alten Bekannten einen neuen Blickfang zu machen.

Vor- und Nachteile

Karosserie
  • viel Platz im Innenraum großer, variabler Kofferraum reichhaltige Ausstattung praxisgerechte Ablagen guter Qualitätseindruck
  • schlechte Übersichtlichkeit
Fahrkomfort
  • ausgewogener Federungskomfort übersichtliche Bedienung geringes Innengeräusch gute Klimatisierung bequeme Sitze vorn
  • nachgiebige Sitzbank im Fond grobrastige Lenkradverstellung
Antrieb
  • ruhiger, vibrationsarmer Motorlauf leichtgängige Schaltung harmonische Getriebeabstufung
  • unbefriedigende Durchzugskraft im unteren Drehzahlbereich Schüttelneigung beim Anfahren
Fahreigenschaften
  • guter Geradeauslauf gutmütiges Kurvenverhalten
  • eingeschränkte Handlichkeit kein ESP lieferbar
Sicherheit
  • Sidebags vorn Aktiv-Kopfstützen (mechanisch aktivierte Vorwärtsbewegung bei Heckaufprall) Kindersitzbefestigung Opel-Fix (Option) hohe Bremsverzögerung kein Bremsfading
  • Kopfairbags nicht lieferbar
Umwelt
  • erfüllt D4-Norm der Klasse angemessene Verbrauchswerte
Kosten
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis vorteilhafte Versicherungseinstufung günstige Inspektionskosten
  • nur ein Jahr Basisgarantie

Fazit

Der Omega zählt zu den Autos, deren Qualitäten stark unterschätzt werden. Er überzeugt mit gutem Raumkomfort, einer gekonnt abgestimmten Federung und einem kultivierten Motor. Seine Sicherheitsausstattung ist nicht auf dem letzten Stand.

Übersicht:
Technische Daten
Opel Omega 2.2 16V Tour
Grundpreis 25.641 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4898 x 1776 x 1455 mm
KofferraumvolumenVDA 530 bis 1460 l
Hubraum / Motor 2198 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 106 kW / 144 PS bei 5400 U/min
Höchstgeschwindigkeit 210 km/h
0-100 km/h 11,3 s
Verbrauch 9,4 l/100 km
Testverbrauch 11,2 l/100 km
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