Peugeot 307 HDi

Die Löwen-Nummer

Mit dem Peugeot 307 will die französische Marke mit dem Löwen im Emblem verlorenes Terrain in der Golf-Klasse zurückgewinnen, mit progressivem Styling und Fahrqualität. Im Test der 2.0 HDi mit 90-PS-Common-Rail-Diesel.

„Was ist da noch Peugeot?“ fragt der Fotografangesichts des Armaturenbretts im neuen 307. Gute Frage, aber er hätte sie auch sonstwo stellen können. Was ist noch typisch Opel, was noch Ford? Würde man einen Citroën innen auf Anhieb erkennen, wenn man nicht wüsste, wer er ist?

Die Markenidentität vieler Automodelle hat im Laufe der Jahre im gleichen Maße abgenommen wie die Betonung der Markenembleme zunahm. Groß und gewaltig steht der verchromte Löwe vorne und hinten auf dem futuristisch gestylten neuen Wesen, das nicht mehr so langweilig wirken soll wie der Vorgänger.

Auf Kunstnamen, die noch im Äther unentdeckt herumschwirren, verzichtet Peugeot bei seinem progressivsten Produkt. Es ist ein Anschluss unter dieser Nummer – ein Stückchen Firmentradition, das sich über alle Baureihen erstreckt und mit Ziffern wie 204, 404 oder 505 Erinnerungen an eine Zeit weckt, als ein Peugeot noch so Peugeot war wie Opel Opel.

Die schöne neue Autowelt hat ihre Produkte nicht nur besser, sondern auch gleicher gemacht. Die Annäherung in den Eigenschaften bis hin zum denkbaren Optimum bei den Besten einer Klasse haben dagegen den Stylisten neue Freizügigkeit beschert. Formen sind wieder wichtiger geworden, denn mehr und mehr sind sie es, die für die wahren Differenzen und die Markenidentität sorgen.

Schon mit dem 206 hat Peugeot für neue formale Akzente gesorgt, der 307 legt hier noch nach, um zu zeigen, wohin die Reise geht. Das Peugeot-Gesicht, lange Zeit mit viel Bravheit in den Scheinwerfer-Augen und um den Grill herum, hat nun einen aggressiveren Blick, den Peugeot selbst als raubkatzenartig bezeichnet. Auffällig ist die ungewöhnlich große und extrem flache Windschutzscheibe, die bis auf die Höhe der Vorderachse reicht. Wie warm es im Innenraum bei sommerlichen Temperaturen werden wird, lässt sich leicht ausmalen.

Das vanartige Front-Styling mit der flachen Scheibe hat natürlich Auswirkungen auf das Interieur. Der obere Teil des Armaturenträgers ist sehr voluminös ausgefallen, die Motorhaube vom Fahrersitz aus nicht einzusehen. Die Ergonomie stimmt dennoch, auch wenn die Cockpit-Gefühle aufgrund der konzeptionellen Neuorientierung anders als sonst sind.

Auffällig ist das sehr gute Raumgefühl vorne, das auch von einer zugenommenen Breite profitiert. Ellenbogenfreiheit gibt es nun en masse, fast zu viel, denn was soll man mit ihr? Hinten bietet der 307 ordentliche, aber keineswegs überwältigende Platzverhältnisse. Immerhin sorgt die in dieser Klasse beachtliche Höhe von 1,51 Metern für genügend Kopffreiheit, vorne könnte man mit Hut fahren.

Fazit

Peugeot hat mit dem neuen 307 einen ernst zu nehmenden Konkurrenten in der Kompaktklasse auf die Räder gestellt. Die Raumverhältnisse sind gut, die Fahreigenschaften sicher und der Dieselmotor hat eine befriedigende Leistungscharakteristik. Auch der Verbrauch und der Preis überzeugen.

Übersicht: Peugeot 307 HDi
Technische Daten
Peugeot 307 2.0 HDi Tendance
Grundpreis 17.000 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4202 x 1730 x 1510 mm
KofferraumvolumenVDA 341 bis 1328 l
Hubraum / Motor 1997 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 66 kW / 90 PS bei 4000 U/min
Höchstgeschwindigkeit 179 km/h
0-100 km/h 13,7 s
Verbrauch 5,3 l/100 km
Testverbrauch 6,1 l/100 km
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