Porsche 911 Turbo Cabrio im Test

Luft-Hoheit

Foto: Rossen Gargolov 12 Bilder

Als Coupé hat der 480 PS starke, allradgetriebene Porsche 911 Turbo die Konkurrenz im Griff. Nun ist das dazugehörende Softtop-Cabriolet aufgerufen, den Stuttgartern die Hoheit in der Klasse der offenen Sportwagen zu sichern.

Über Sinn und Unsinn eines 480 PS starken Cabriolets lässt sich streiten. Über den Sex-Appeal eines offenen Porsche 911 Turbo nicht. Nannte doch das Turbo Cabriolet über alle Modellreihen hinweg eine treue Fangemeinde sein Eigen.

Das dürfte beim derzeit stärksten Elfer mit 997er-Kennung nicht anders sein. Schließlich beträgt der beim Kauf der offenen 480-PS-Preziose fällige Aufschlag gerade einmal 7,6 Prozent auf den Grundpreis des Coupés. Dass dies der stattlichen Summe von 10.710 Euro und dem Äquivalent eines günstigen Kleinwagens entspricht, spielt in der Jenseits-der- 140.000-Euro-Region kaum eine nennenswerte Rolle.

Das Cabrio ist vergleichsweise unspektakultär

Ein spektakuläres Auto gibt es für das erkleckliche Sümmchen freilich nicht. Von der Trendfarbe Weiß abgesehen ist der leistungsstarke 2+2-Sitzer mit dem schwarzen Softtop auf angenehme Weise normal. Er klingt statt zu brüllen, zieht statt zu reißen und ist dem gemütlichen Cruisen gegenüber prinzipiell ebenso aufgeschlossen wie der flotten Kurvenhatz. Mit 3,8 und 12,4 Sekunden für den Sprint auf 100 respektive 200 km/h gibt sich das rund 70 Kilogramm schwerere Cabriolet nicht minder leichtfüßig als das Coupé.

Überraschung in Hockenheim

Beispielhafte Einigkeit herrscht zwischen dem offenen und dem geschlossenen Bruder auch bezüglich der im 180 Meter langen Slalomparcours maximal möglichen Durchschnittsgeschwindigkeit und der mit den aufpreispflichtigen Keramikstoppern (8.711 Euro) zu erzielenden Verzögerungswerte. 68,3 km/h in der Pylonengasse und 34,4 Meter Bremsweg aus 100 km/h kalt wie warm sind für jeweils neun Punkte im sport auto-Wertungssystem gut.

Umso mehr erstaunt das Glanzstück, das der Turbo mit dem weichen, bis 50 km/h auch während der Fahrt zu bedienenden Käppi auf dem Kleinen Kurs in Hockenheim vollbringt.

Hier nimmt das Cabrio dem leichteren Coupé nämlich beachtliche sechs Zehntelsekunden ab. Statt 1.13,7 Minuten für die 2,6 Kilometer lange Runde wie beim serienbereiften Coupé notiert das Messgerät für den Open-Air-Sportler schlussendlich 1.13,1 Minuten.

Das Cabrio ist etwas umgäglicher als das Coupé

Hauptgrund für die bessere Performance des offenen Allradlers bei der Zeitenhatz ist der insgesamt etwas umgänglichere Charakter des Cabriolets. Der Testwagen bestach bei aller Schärfe und Präzision mit beispielhafter Verbindlichkeit und Neutralität. Das eine Spur gutmütigere Temperament des offenen Turbos dürfte der im Rahmen der Enthauptung erforderlich gewordenen modifizierten Abstimmung des PASM-Fahrwerks zuzuschreiben sein.

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Technische Daten
Porsche 911 Turbo Cabriolet
Grundpreis 153.956 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4450 x 1852 x 1300 mm
KofferraumvolumenVDA 105 l
Hubraum / Motor 3600 cm³ / 6-Zylinder
Leistung 353 kW / 480 PS bei 6000 U/min
Höchstgeschwindigkeit 310 km/h
0-100 km/h 3,8 s
Verbrauch 13,1 l/100 km
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