Porsche Boxster S (2009) im Test

Neuer Sportwagen mit Stoffdach

Porsche Boxter S Foto: Hans-Dieter Seufert 12 Bilder

310 PS hat er jetzt, der Porsche Boxster S. Nach der jüngsten Modellpflege ist der kleine Porsche ein noch größerer Sportsfreund.

Wahrlich, es lohnt sich, ins neue Porsche-Museum nach Stuttgart-Zuffenhausen zu kommen. Dort posiert die erste Studie des Boxster, die 1993 in Detroit sämtlichen Autofans den Kopf verdrehte. Die Idee, mit der alles begann.

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Porsche Boxter S
Porsche Boxster S (2009) Test Aerogene Zone
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Erstmals mit direkt einspritzendem Sechszylinder-Boxer

Jetzt – der Boxster ist längst eines der erfolgreichsten Modelle von Porsche geworden – steht man vor dieser Studie im Museum und denkt: „Wenn sie sich damals nicht getraut hätten ...“ Unvorstellbar. 204 PS hatte der Mittelmotor-Roadster beim Serienstart im Jahr 1996. Jetzt, nach der jüngsten Modellpflege, meldet er sich mit 310 PS zum Dienst. Das sind 15 PS mehr als bisher. Er bringt zwar auch größere Lufteinlässe mit, geänderte Blinker und Nebelscheinwerfer sowie LED-Tagfahrleuchten – alles Petitessen also. Was wirklich zählt, ist der neue, direkt einspritzende Sechszylinder- Boxer, der im Prinzip aus dem Porsche Carrera stammt und ein großes Versprechen abgibt: mehr Leistung bei 16 Prozent weniger Verbrauch.

Neuer Boxster S bietet mehr Druck

Der Testverbrauch lag bei 11,8 Liter pro 100 Kilometer – ein Wert, der angesichts der Fahrleistungen okay ist. Denn was sich noch mal einen Tick verbessert hat, ist der Fahrspaß. Schwer vorstellbar für alle, die den bisherigen Porsche Boxster S gut kannten – aber so ist es. Da ist noch mal mehr Druck da, mehr Drehmoment.

Höchstgeschwindigkeit bleibt gleich

Und das in einer ansatzlosen Direktheit, die verblüfft. Als wäre das Gaspedal ein Touchscreen: Schon bei der leisesten Berühung geht der Porsche Boxster S ab, sofort. Mit 4,8 Sekunden von null auf 100 km/h übertrifft das Testexemplar samt Doppelkupplungsgetriebe PDK und 1.095 Euro teurem Sport-Chrono-Paket Plus (also mit Rennstart-Funktion) die Werksangabe um 0,2 Sekunden (Werksangabe ohne Sport-Chrono-Plus Paket: null auf 100 km/h in 5,2 Sekunden). Der Vorgänger beschleunigte laut Werk in 5,4 Sekunden auf 100. Die Spitzengeschwindigkeit blieb mit 272 km/h gleich.

Aufpreis für den neuen Porsche Boxster S

Der Preis nicht. Statt 54.710 Euro werden nun 55.781 Euro fällig. Serienmäßig gibt’s das typische Porsche Boxster-Feeling: spontanes Einlenken, offene Kommunikation zwischen Piste und Pilot und jene satte Souveränität, die für niedrigen Puls sorgt, auch wenn’s gerade richtig abgeht. Neu ist das Doppelkupplungsgetriebe für 2.945 Euro. Sieben Gänge, ohne Zugkraftunterbrechung blitzschnell gewechselt. Es passt gut zum Charakter des stärksten Porsche Boxster. Was für die unpraktisch geformten Schaltwippen am Lenkrad nicht gilt. Die Finger ihres Designers würden wir gerne mal aus der Nähe sehen. Es müssen anatomische Wunder sein.

Vor- und Nachteile

  • sehr gute Fahrleistungen
  • präzises Fahrverhalten
  • wirkungsvolle und standfeste Bremsen
  • gute Verarbeitung.
  • hohe Kosten
  • unergonomische Schaltwippen
  • keine vollautomatische Dachentriegelung
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Technische Daten
Porsche Boxster S
Grundpreis 59.923 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4342 x 1801 x 1294 mm
KofferraumvolumenVDA 280 l
Hubraum / Motor 3436 cm³ / 6-Zylinder
Leistung 228 kW / 310 PS bei 6400 U/min
Höchstgeschwindigkeit 272 km/h
0-100 km/h 4,9 s
Verbrauch 9,4 l/100 km
Testverbrauch 12,5 l/100 km
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