Porsche Boxster S im Test

S kommt noch besser

Foto: Rossen Gargolov 11 Bilder

Porsche hat die Zurücksetzung der Roadsterfahrer aufgehoben. Nun dürfen auch Boxster S-Piloten 295 PS aus 3,4 Liter Hubraum schöpfen. Der Kompakttest klärt, inwieweit der Cayman-Motor dem offenen Zweisitzer auf die Sprünge hilft.

Dass es zuweilen eines gewissen Sicherheitsabstandes bedarf, um etwaigen Kollisionen aus dem Weg zu gehen, ist unstrittig. Im Fall der bislang geltenden Zweiklassengesellschaft zwischen Porsche Boxster- und Porsche Cayman S-Piloten stieß der Nachteil von 15 PS Minderleistung und rund 200 cm3 weniger Hubraum der Roadster-Klientel zuweilen jedoch sauer auf.

Der Leistungszuwachs ist spürbar

Sicher, der Cayman ist als Coupé möglicherweise einen Tick sportlicher zu positionieren. Aber muss man Frischluftfans deshalb gleich mit einem kleineren Motor bestrafen? Nein, sagt das Werk heute und gibt dem offenen Zweisitzer ab sofort den 295 PS starken 3,4-Liter-Boxer des geschlossenen Bruders mit auf den eiligen Weg – mit messbarem Erfolg. Auch wenn das Sprintvermögen des schmucken Mittelmotor-Roadsters vom Einsatz der Leistungsspritze nicht profitiert hat – bei der Beschleunigungsmessung rangierten der 280- und der 295-PS-Roadster bei den sport auto-Tests auf exakt gleichem Niveau – bei der Zeitenhatz profitiert der Boxster S deutlich von der gestiegenen Lendenkraft.

Den auf dem Kleinen Kurs realisierten 1.16,2 Minuten des weniger gut im Futter stehenden 3,2-Liter-Typs setzt der Newcomer beachtliche 1.15,6 Minuten entgegen.

Handlicher und agiler geht es kaum

Am Fahrverhalten des Open-Air-Porsche hat sich im Rahmen der Kraftkur nichts geändert. Die Vorderachse des perfekt ausbalancierten und im vollen Ornat lediglich 1.422 Kilogramm schweren Mittelmotor-Roadsters setzt Lenkbefehle spontan und verzögerungsfrei um, ohne dabei die für die Übertragung der Antriebskräfte verantwortlich zeichnende Hinterachse aus der Ruhe zu bringen.

So macht sportliches Auto fahren Spaß

Einziger Wermutstropfen: In engen Ecken neigt das entlastete kurveninnere Hinterrad zuweilen zum Durchdrehen.

Mit einem dicken Plus ist zu vermerken, dass der aktuelle Boxster S sich auch bei den im Slalomparcours erforderlichen schnellen Richtungswechseln trotz einer leichten Übersteuertendenz sehr sicher und stets gut beherrschbar gibt. Zudem gefällt die im Sportmodus des aufpreispflichtigen PASM-Fahrwerks ausgesprochen geringe Seitenneigung des Zweisitzers. An die vom Vorgänger im Supertest im 18-Meter-Slalom vorgelegte Durchschnittsgeschwindigkeit von 71,1 km/h kam der aktuelle, vollständig ausgestattete und daher stolze 83.008 Euro teure Testwagen allerdings nicht heran. Mit 69,6 km/h verfehlte er die magische 70-km/h- Grenze knapp.

Im Alltag besticht der Boxster S mit zwei großzügig bemessenen Kofferräumen vorn und hinten und ausgezeichnetem Offenfahrkomfort: 300 mit hohen Tempi ohne Dach gefahrene Autobahnkilometer stellen weder die Insassen noch deren Baseballkappen vor Probleme.

Achtung Cayman

Bezüglich des eingangs erwähnten Sicherheitsabstandes könnte bei Porsche nunmehr jedoch Vorsicht geboten sein. Wie nämlich soll sich die Preisdifferenz von 5.600 Euro zwischen Boxster S und Cayman S in Zukunft begründen lassen, wenn der offene dem geschlossenen Zweisitzer derart dicht auf den Fersen ist? Das birgt dann vielleicht doch ein gewisses Kollisionsrisiko.

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Technische Daten
Porsche Boxster S
Grundpreis 56.978 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4342 x 1801 x 1294 mm
KofferraumvolumenVDA 280 l
Hubraum / Motor 3436 cm³ / 6-Zylinder
Leistung 228 kW / 310 PS bei 6400 U/min
Höchstgeschwindigkeit 274 km/h
0-100 km/h 5,7 s
Verbrauch 9,8 l/100 km
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